Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Fernduell des TV Dahn mit Mundenheim II um letzten Strohhalm

handball-symbol_19-1

Die Handballer des TV Dahn stehen vor dem Abstieg aus der Verbandsliga. Selbst mit einem Erfolg am Samstag, 20 Uhr, im Dahner Schulzentrum gegen den drittplatzierten TV Edigheim kann Dahn nur noch den vorletzten Tabellenrang verteidigen. Und wenn davor VTV Mundenheim II gegen den TuS Neuhofen gewinnen sollte (Anpfiff: 17 Uhr), dann startet der TVD sogar als Ligaschlusslicht in seine letzte Saisonpartie.

Das wäre dann die maximale Drucksituation. Ob es am Ende einen oder zwei Absteiger geben wird, das hängt von den Auf- und Abstiegen in den Klassen darüber ab. Bedeutet: Selbst wenn Dahn Elfter bliebe, es muss weiter gebangt werden.

Sebastian Kriebel, der am Samstag für den verhinderten Trainer Michael Blank einspringt und auch während der Runde ab und an auf der Trainerbank und dem Spielfeld eingesprungen war, sagt: „Ein Abstieg ist immer ärgerlich. Aber er kann auch was Positives bewirken, wie man an Rodalben sieht.“ Dort habe man das Jahr in der Verbandsliga genutzt, um junge Spieler ranzuführen und habe nun eine gute Mischung, mit der man kommende Runde in der Pfalzliga mithalten könne.

„Wichtiger als die Tabelle ist die Entwicklung“, sagt Kriebel. Und da hat sich beim TVD einiges getan, finden er und Blank. „Die Mannschaft hat sich gefunden, hat viel gelernt“, sagt Kriebel und nennt einige Spieler, für die das besonders zutreffe: „David Link, Lars Stahlhofen, Maximilian Eckelmann, der zuletzt außen fast immer fünf Treffer erzielt hat, Lukas Schwarz, Felix Pavlitzek als Fels in der Abwehr, Stephan Helfrich, der eigentlich immer stark im Tor spielte, aber auch Fabian Schwarz, der doch häufiger zur Verfügung stand als angedacht.“ „Er hat eine ganz wichtige Rolle gespielt“, ergänzt Blank und will auch Moritz Pavlitzek nicht vergessen, der seine neue Rolle gemeistert sehr gut habe: „Eigentlich ist gar keiner irgendwie abgefallen.“

Kriebel ist sich sicher, dass die Mannschaft, mit der er in dieser Woche zweimal trainiert hat, noch einmal alles reinwerfe. „Was dann rauskommt, liegt nicht in unserer Hand.“ Er jedenfalls habe von Blank, mit dem er ohnehin auf einer Wellenlänge liege, freie Hand bekommen in Sachen Taktik und Aufstellung. Der Einsatz von Stahlhofen ist wegen einer Daumenverletzung noch fraglich. Ansonsten sei der Kader wohl komplett.

Totalausfälle in Hinserie

Dass er selbst in der Rückrunde kaum noch bei der Mannschaft war, das sei seinem Amt als Vorsitzender des Werbekreises in Dahn geschuldet, das er im Januar angetreten habe – und auch berufliche und private Verpflichtungen hätten dazu geführt. Insgesamt war von der vor Rundenbeginn angekündigten Verstärkung der „alten Recken“ schnell nicht mehr viel übrig. Einzig Jens Rutschmann war eigentlich immer dabei, Sebastian Fischer häufig, bis ihn eine Erkrankung bremste. Andere, die zunächst zusagten, gar nicht. „Enttäuschend war das schon ein wenig, aber die haben eben alle Familie und kleine Kinder“, sagt Blank: „Die Mannschaft hat das akzeptiert. Und als das Thema abgehakt war, hat sie sich auch gefunden und geschaut, dass sie ohne diese Unterstützung klarkommt.“

Zu Saisonbeginn habe er, sagt Blank, Umstellungen vorgenommen, die nicht funktioniert hätten. „In der Rückrunde haben wir uns dann wieder auf einfache Dinge fokussiert und den Schwerpunkt auf die Abwehr gelegt. Das hat sich ausgezahlt“, sagt Blank. Totalausfälle wie in den Spielen in Thaleischweiler, Dansenberg oder auch Rodalben sind alle in der Hinserie zu finden.

Keine Wechselgedanken bei Spielern

Bitter in der Rückserie: In einer wichtigen Phase gab es so viele Ausfälle, dass das Derby gegen Rodalben quasi abgeschenkt und das Spiel gegen Mundenheim kampflos abgegeben werden musste. Im Rückblick war damit die Chance auf Platz zehn und den sicheren Ligaverbleib dahin. „Das ist sehr ärgerlich, aber wir sprechen hier von Freizeit-Handball. Man kann von keinem verlangen, dass er seinen Job dafür hinten anstellt“, macht Blank deutlich,

Sehr zufrieden war Blank mit den Leistungen gegen Thaleischweiler und Neuhofen, die beiden jüngsten Spiele, in denen sich sein Team ein je ein Unentschieden erkämpft hatte. Und auch beim Saisonauftakt habe seine Sieben überzeugt, als sie die TSG Haßloch II bezwungen habe.

Blank hofft, dass es am Ende noch reicht zum Ligaverbleib, dass sein Team dann freiwillig einen Rückzieher macht, glaube er nicht. „Ich bin der Meinung, man soll sich mit starken Gegnern messen, wenn man die Möglichkeit dazu hat.“ Aber wie es generell und auch personell weitergehe, sei erst ein Thema, wenn die Ligazugehörigkeit geklärt sei. Von Wechselgedanken eines Spielers sei ihm bislang nichts zu Ohren gekommen. „Wir haben aber keine A-Jugend mehr und müssen schauen, ob wir da jemanden einbinden können.“

Außerdem spielen

Männer-Verbandsliga: HSG Dudenhofen/Schifferstadt - TV Thaleischweiler (Sonntag, 18 Uhr)

Frauen-Pfalzliga: HR Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim - TV Thaleischweiler (Samstag, 16 Uhr), HSG Trifels - FSG Hauenstein/Rodalben (Samstag, 19 Uhr).

x