Fragen und Antworten
Der „Wasi“ rund um Lemberg ist ein Radsport-Großereignis
Was erwartet die Teilnehmer in diesem Jahr? Gibt es Neues?
Das Konzept mit flexiblen Startzeiten und der Verlegung des Starts zum Gelände des Sportvereins Lemberg hat sich bewährt. Im Angebot des ältesten deutschen Bike-Marathons sind wieder drei Routen mit Verpflegungsstellen. „Jede Strecke hat einen hohen Single-Trail-Anteil. Das macht den Reiz ja auch aus; und das ist es auch, was die Teilnehmer als sehr positiv rückmelden. Dazu kommt, dass wir jedes Jahr neue Strecken im Angebot haben und dadurch kein Gewöhnungseffekt eintritt“, erklärt der Sportliche Leiter, Rolf Gumbert, der nach eigenen Worten „alle Strecken im Vorfeld mehrfach gefahren“ ist. Im Angebot sind die Marathondistanz mit 95 Kilometern und 2050 Höhenmetern (Start: 9 Uhr), die 60-Kilometer-Strecke mit 1250 Höhenmetern (9.30 Uhr) und die „Kurz & knackig“ genannte 35-Kilometer-Runde mit 780 Höhenmetern (10 Uhr). Dadurch wird ein Stau, gerade am Beginn, weitgehend vermieden. Neu ist, dass die Kurzstrecke nun auch einen hohen Single-Trail-Anteil hat. Dies war in den Vorjahren nur beim Marathon- und Halbmarathon so.
Mit wie vielen Teilnehmern auf den einzelnen Strecken ist zu rechnen?
Bisher haben sich etwa 1000 Starter angemeldet, die meisten davon (etwa 500) für die 60 Kilometer. Für die Königsdisziplin, den Marathon über 95 Kilometer, sind 150 Nennungen eingegangen, 350 sind es auf der Kurzstrecke. „Für Kurzentschlossene besteht die Möglichkeit, dass sie sich auch noch am Samstagvormittag für eine Teilnahme entscheiden können“, merkt Gumbert an und fügt hinzu: „Es ist ja gutes Wetter vorhergesagt. Deshalb rechne ich mit bis zu 200 Nachmeldern. Das gute Wetter hat ja beim ,Wasi’ Tradition.“
Was ist das „Wasi“-Erfolgsrezept?
Es gibt keinen Wettkampfstress, was für eine besondere Atmosphäre zum Saisonende sorgt. Außerdem genießen die Biker das Fachsimpeln untereinander, tauschen Tipps und Tricks aus. Der „Wasi“ ist daher sowohl ein sportliches als auch ein gesellschaftliches Ereignis. Dass der Pfälzerwald ein Mountainbike-Paradies ist, hat sich inzwischen in der Szene herumgesprochen. „Aber auch, dass wir uns jedes Jahr neue Streckenführungen überlegen, macht den ,Wasi’ attraktiv“, sagt Gumbert, der selbst unter anderem schon den Saarschleifen- und den Dolomiten-Marathon gefahren ist. Er verweist darauf, dass viele der Teilnehmer schon seit Jahren dabei sind.
Haben sich bekannte Biker angekündigt?
Der ehemalige Straßenradprofi aus Heltersberg, Udo Bölts, ist dabei. „Er gehört quasi zum Stammteam“, merkt Gumbert an. Außerdem kommen der zweimalige Olympia-Teilnehmer Carsten Bresser aus Neustadt und der fünfmalige Gewinner des weltberühmten Mountainbike-Etappenrennens Cape Epic, Karl Platt.
Was gehört alles zu den Vorbereitungen, und wer stemmt das?
Für Gumbert beginnt die Vorbereitung bereits im Februar. Die Strecken werden ausgesucht, Koordinierungsgespräche mit Forst und Unterer Naturschutzbehörde sind terminiert. Erst wenn alle Genehmigungen vorliegen, beginnen die konkreten Streckenplanungen. Die heiße Phase beginnt Anfang September. Die Mitglieder der Radsport-Abteilung des SV Lemberg fahren die Strecken ab. Wenn nötig, werden einzelne Passagen präpariert. Danach werden die Helfer für den Veranstaltungstag eingeteilt. „Wir brauchen vor allem an den Verpflegungsstellen Personal, es muss ausgeschildert werden, und für die Logistik wird fachkundiges Personal gebraucht“, zählt Gumbert auf.
Fleißige Helfer bringen die letzten Streckenbeschilderungen am Donnerstag an. Die letzte Streckenkontrolle gibt es am Samstagmorgen vor dem Start. „Wir wollen gewährleisten, dass die Teilnehmer sicher geleitet werden“, definiert Gumbert die Ansprüche. Am Samstag sind etwa 30 Helfer vom Sportverein im Einsatz. Die Freiwilligen Feuerwehren Lemberg und Trulben sind mit mehreren Einsatzkräften vor Ort. Die medizinische Versorgung gewährleistet der ASB. Die gesamte Abwicklung unterstützt „inMedia“ mit Moderator Markus Appelmann.