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Donnerstag, 21. März 2019 Drucken

Pirmasens: Kultur Regional

„Seit 15 Jahren bin ich Freddie Mercury“

Interview: Sänger Rob Comber über die „Spectacular Night of Queen“ und die Mühen, eine gute Kopie zu sein – Samstag in Pirmasens

Rob Comber als Freddie Mercury auf der Bühne.

Rob Comber als Freddie Mercury auf der Bühne. ( Foto: Heiko Britz/frei)

„A Spectacular Night of Queen“ nimmt die Besucher in der Pirmasenser Festhalle am Samstag, 23. März, ab 20 Uhr mit auf eine Zeitreise. Die Gruppe „The Bohemians“, ein Orchester und ein Chor präsentieren Hits der Band „Queen“, die schon vor dem frühen Tod ihres Sängers Freddie Mercury im Jahr 1991 Kultstatus erlangt hatte. Über die Show sprach unser Redakteur Christian Hanelt mit „Bohemians“-Sänger Rob Comber.

Wie ist es zur „Spectacular Night of Queen“ gekommen?

Ins Leben gerufen hat diese Show eine deutsche Produktionsfirma. Sie hatte die Idee, erstmals eine Band und ein Orchester gemeinsam mit der Musik von „Queen“ auf die Bühne zu bringen. Wir – also die „Queen“-Tributeband „The Bohemians“ – waren gerade in Großbritannien auf Tour, als wir gefragt wurden, ob wir uns das vorstellen könnten. Und wir konnten, denn wir wollten auch mal wieder etwas Neues machen. So haben wir dann mit dem Orchester geprobt und in ein paar Shows ausprobiert, ob das Konzept funktioniert – und es funktionierte wunderbar.

 

Es gibt viele Queen-Coverbands und es gibt das Musical „We Will Rock You“. Was zeichnet ihre Show aus, im Vergleich zu all den anderen?

„We Will Rock You“ ist wirklich eine großartige Show und es gibt auch einige sehr gute Coverbands. Den Unterschied zu uns macht eben diese Kombination aus klassischer Musik und der Musik von „Queen“ aus. In unserer Show verbinden sich diese zwei musikalischen Welten zu einer einzigartigen Mixtur – so haben wir E-Gitarren, aber auch echte Streicher auf der Bühne. Und die Songs, also das Repertoire von „Queen“, drängen sich geradezu auf für eine solche Mixtur aus Klassik und Rock.

 

Empfinden Sie es als Druck, mit einem solchen Hit-Repertoire auf die Bühne zu gehen? Viele Konzertbesucher würden ja wohl gerne die echten „Queen“ noch einmal hören.

Oh ja, ganz sicher übt das einen Druck auf uns aus, denn die Jungs von „Queen“ waren mit die größten Rock-Ikonen aller Zeiten. Sie brachten eine unglaubliche Energie auf die Bühne. Und sicher versuchen wir, ihnen insoweit nicht nachzustehen. Aber dennoch glaube ich, dass niemand von uns erwartet, es „Queen“ gleichtun zu können. Wir sehen uns da eher als Schauspieler, die versuchen, die Energie einer „Queen“-Show noch einmal auf die Bühne zu bringen – wohl wissend, dass das eigentlich unmöglich ist.

 

Wann haben Sie bemerkt, dass Sie ein gutes Double für Freddie Mercury sein können?

Eigentlich bin ich Gitarrist und Sänger. Als uns vor zehn Jahren unser Sänger verlassen hat, habe ich versucht, mich dieser Figur zu nähern. Und es steckt sehr viel harte Arbeit dahinter: Ich musste mich mit dem Piano anfreunden, ich musste mich richtig anstrengen, meinen Gesang an Freddie anzupassen, seine Bewegungen zu lernen – ich musste meine komplette Erscheinung ändern. Und wir mussten die Kostüme möglichst originalgetreu anfertigen lassen – bis endlich das entstanden ist, was jetzt in der Show zu erleben ist. Um als Freddie performen zu können, musste ich mich also umtrainieren.

 

Das ist eine große Aufgabe. Freddie Mercury war ein herausragender Sänger und Entertainer.

Nun, das brauchte Zeit. Ich hatte schon immer einen guten Stimmumfang, also konnte ich die Töne treffen. Aber meine Stimme der von Freddie nahezubringen und seinen Gesangsstil zu kopieren war sehr sehr schwierig. Daran arbeite ich immer noch. Ich mache das jetzt seit 15 Jahren, und ich komme dem jedes Mal etwas näher. Ich weiß nicht, ob man das jemals wirklich erreichen kann. Ich werde aber immer besser. Obendrauf kommen noch die Moves, die Kostüme, das Klavierspiel… Das alles tue ich sehr gerne, um meine Auftritte so authentisch wie möglich zu machen.

Info

—Karten für das Konzert am Samstag, 23. März, 20 Uhr, in der Pirmasenser Festhalle gibt es im Vorverkauf zu Preisen ab 27,50 Euro unter anderem in Pirmasens im Reisebüro Satter und im Kulturamt unter Telefon 06331/76878, unter der Hotline 0651/9790770 sowie im Internet unter www.kultopolis.com.

—Weitere Infos zur Band stehen im Internet unter www.thebohemians.com.

—Infos zur Show gibt es im Internet unter www.night-of-queen.de.

—Das nächste Konzert in der Region ist am Dienstag, 26. März, 20 Uhr, in der Saarbrücker Congresshalle. Auch dafür gibt es Karten unter der Hotline 0651/9790770 sowie im Internet unter www.kultopolis.com.

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