Frankenthal/Rhein-Pfalz-Kreis Notorische Raserei: Ermittler beschuldigen Todesfahrer

Verräterische Videos: Die Aufnahmen sollen krasse Tempoverstöße eines Fahranfängers zeigen, der später einen Horror-Unfall verur
Verräterische Videos: Die Aufnahmen sollen krasse Tempoverstöße eines Fahranfängers zeigen, der später einen Horror-Unfall verursachte.

Die Staatsanwaltschaft in Frankenthal geht mittlerweile davon aus, dass der Verursacher eines Horrorunfalls mit zwei Toten und einem Schwerstverletzten im Sommer 2019 sich schon zuvor mehrfach massiv über Tempolimits hinweggesetzt hatte. Der Fahranfänger aus dem Rhein-Pfalz-Kreis war im Juli vor zwei Jahren in Südhessen auf regennasser Fahrbahn viel zu schnell gefahren, sodass sein Luxusklassen-BMW von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte.

Zwei Mitfahrer tot, einer schwerstbehindert

Dem damals 19-Jährigen selbst passierte dabei wenig. Doch zwei seiner Mitfahrer sind gestorben, ein dritter wird wohl für den Rest seines Lebens körperlich und geistig schwer behindert bleiben. Die Justiz allerdings ist mit dem Unfallverursacher eher milde umgegangen: Sie hat ihn in einem nur schriftlich geführten Verfahren zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der Opfer-Anwalt Frank K. Peter kritisierte daraufhin: Die Strafverfolger hätten übersehen, dass sie es mit einem notorischen Raser zu tun haben.

Nun geht es auch um illegale Rennen

Also übermittelte ihnen der Jurist Handyvideos, die weitere krasse Verkehrsverstöße des mittlerweile 21-Jährigen zeigen sollen. Mittlerweile haben Ermittler dieses Material ausgewertet und weitere Recherchen angestellt, jetzt warten sie auf eine Stellungnahme des jungen Mannes. Denn er wird nun offiziell beschuldigt, sich mit Gleichaltrigen illegale Autorennen geliefert und auch sonst mehrfach mit krass überhöhtem Tempo über Vorderpfälzer Landstraßen und durch einen Innenstadt-Bereich gerast zu sein.

Um welche Spitzengeschwindigkeiten es dabei geht und welche Konsequenzen die neuen Ermittlungsergebnisse für den Todesfahrer haben könnten, steht hier.