Rheinland-Pfalz 10.000 Dosen Corona-Impfstoff nicht geliefert – Termine verschieben sich

Die Gründe für die ausgefallene Lieferung seien noch unklar.
Die Gründe für die ausgefallene Lieferung seien noch unklar.

[Aktualisiert 21.03 Uhr] Eine ausgefallene Lieferung bremst in Rheinland-Pfalz erneut das Impftempo. Am Dienstag seien rund 10.000 fest zugesagte Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer nicht geliefert worden, sagte Landesimpfkoordinator und Gesundheitsstaatssekretär Alexander Wilhelm (SPD) am Mittwoch in Mainz. Die Gründe dafür seien unklar. Zur Sicherheit werde daher in Rheinland-Pfalz immer ein „kleiner Puffer“ Impfstoff zurückgehalten, grundsätzlich aber alles schnell verbraucht. Von der Gesamtmenge des Biontech-Impfstoffs etwa seien bislang mehr als 94 Prozent geimpft worden. Zudem gebe es Hinweise, dass Ende April eine Lieferung von Moderna ausfallen könne. Der Bund habe zugesagt, dass künftig jede Woche mit 110.000 Impfstoff-Dosen zu rechnen sei, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Mittwoch.

Eine Biontech-Sprecherin teilte mit, dass aufgrund eines Fehlers in der Auftragsbearbeitung die 10.000 Dosen zu wenig nach Rheinland-Pfalz geliefert worden seien. „Diese Dosen werden in den kommenden zwei Wochen nachgeliefert“, kündigte die Sprecherin an. In der kommenden Woche würden 6000 Dosen, in der Woche danach 4000 Dosen geliefert. Einschließlich der für den nächsten Dienstag geplanten Lieferung habe Rheinland-Pfalz dann insgesamt 773.955 Dosen erhalten.

Termine verschieben sich nach hinten

Die ausgefallenen Lieferungen und Umstellungen von Zehntausenden Terminen wegen der neuen Regelungen für Astrazeneca verlangsamen das Impf-Tempo erneut, ergänzte die Gesundheitsministerin. Die Corona-Schutzimpfungen für die 70- bis 79-Jährigen in Rheinland-Pfalz sollen demnach bis spätestens Mitte Mai abgeschlossen sein.

Menschen zwischen 60 und 69 Jahren können sich seit Mittwoch im Terminpool für die 32 Impfzentren registrieren lassen. Sie sind als Gruppe mit der dritthöchsten Priorität aber erst nach den 70 bis 79-Jährigen an der Reihe. Regional etwas unterschiedlich soll es ab Ende April bis Mitte Mai für die rund 550.000 Menschen im Alter ab 60 in den Impfzentren losgehen. Auf den Wartelisten im Impfpool stünden noch 721 Menschen über 80 Jahre. Dazu kämen noch etwa 200.000 aus der Gruppe zwei im Alter von 70 bis 79. Fragen und Antworten: Wie geht es jetzt weiter?