Fulda RHEINPFALZ Plus Artikel Wasserball: SC Neustadt zu stark für die Konkurrenz

Auch mit 47-Jahren mittendrin: SC-Urgestein Stefan Ehrenklau (vorn).
Auch mit 47-Jahren mittendrin: SC-Urgestein Stefan Ehrenklau (vorn).

Die Qualifikationsrunde in Fulda war ein voller Erfolg für die Mannschaft des SC Neustadt. Die zumeist jugendlichen Spieler holten sich Erfahrung und Selbstbewusstsein für die kommenden Aufgaben. Und die werden nicht weniger.

Vor dem Finalturnier um die deutsche U18-Meisterschaft am kommenden Wochenende im Neustadter Stadionbad haben die Wasserballer des SC Neustadt in Fulda bei einer gelungenen Generalprobe Selbstvertrauen mit zwei Siegen getankt.

Kurzfristig entschieden sich die Verantwortlichen des SCN ein Nachwuchsteam, ergänzt durch die Routiniers Stefan Ehrenklau, Matthias Held und Benedikt Hummel für das Qualifikationsturnier des Süddeutschen Wasserverballbandes zum Aufstieg in die Wasserball-Bundesliga der Männer zu melden. Jetzt steht der SCN im Aufstiegsturnier, Gegner und genauer Zeitpunkt sind noch nicht bekannt.

Zunächst besiegte das Team Gastgeber Wasserfreunde Fulda mit 16:11 (4:1, 2:5, 6:3, 4:2). Es gab nur eine kurze Erholungsphase von 1,5 Stunden, dann ging es gegen Stadtwerke München ins Wasser. Der SCN setzte sich mit 11:9 (2:7, 5:2, 1:0, 3:0) durch und hat somit das Ticket für das bundesweite Turnier um den Aufstieg gelöst. Der 47-jährige Ehrenklau hat wie Held bereits in der höchsten Spielklasse gespielt.

Aushilfskraft mit zweiter Luft

Allerdings sieht sich Ehrenklau nur noch als „Aushilfskraft“, die überwiegend bei Heimspielen zum Einsatz kommt. Doch dank der ambitionierten Nachwuchskräfte habe er nochmals die „zweite Luft“ bekommen. „Es macht riesigen Spaß. Die Jungs sind hochmotiviert, und man kann ihnen noch ein bisschen was beibringen“, betont er. So seien noch einige Ungenauigkeiten zu beobachten, auch die Positionen seien nicht immer richtig besetzt. Aber bei jedem Spiel lerne der junge Kader dazu. Dabei trainiert Ehrenklau inzwischen nicht mehr täglich. So ist ihm auch die „Geheimsprache“ beim Überzahlspiel, wenn die Spieler ihrer Positionen über bestimmte Zahlen ansagen, nicht bekannt. „Aber das kann ich kompensieren, man sieht ja, wo die Schwimmwege sind“, sagt Ehrenklau. Er ist besonders glücklich, dass er nach über zwölf Monaten Corona-Pause endlich wieder ein echtes Spiel hatte. Die U18-Buben sind ihm da schon zwei Turniere voraus gewesen. Ehrenklau: „Man braucht schon eine Weile, bis man wieder drin ist. Das zweite Spiel gegen München lief besser.“

Der Erfolg des SCN in Fulda ist indes besonders bemerkenswert, schließlich hatten die beiden Konkurrenzteams gestandene Zweitliga-Männer im Wasser. SCN-Coach Peter Jacqué: „Es waren harte Kämpfe Mann gegen Mann. Das ist schon ein Unterschied zur U-18 gegen solch erfahrene Zweitliga-Spieler.“ Daher war meist ein SCN-Routinier unter den sieben Spielern im Wasser. Für Jacqué ging es vor allem um den Lernprozess, den die jungen Spieler durchmachen sollen im Hinblick auf das Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft. So registrierte Jacqué im zweiten Spiel einige Unsicherheiten, die aber auch durch den kurzen Abstand zwischen den beiden Partien begründet waren. Jacqué: „Wir haben auf jeden Fall viel dazugelernt.“

So spielten sie

Gegen Fulda: Hendrik Hummel - Ehrenklau (1 Tor), Bauer (8), Beck, Spandick, Guth (2), Vagts (1), Ananias (2), Lukas Schwarzkopf (1), Benedikt Hummel, Held (1);

Gegen München: Hummel – Ehrenklau (1), Bauer (3), Beck, Spandick, Guth (1), Vagts, Ananias (3), Schwarzkopf, Benedikt Hummel (1), Held (2).

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