Neustadt Waldschatten betreiben Naturverjüngung

Die Holzzäune sollen Verbissschäden verhindern.
Die Holzzäune sollen Verbissschäden verhindern.
Die Aussaat der Eicheln hat gerade begonnen.
Die Aussaat der Eicheln hat gerade begonnen.

Um dem Waldsterben etwas entgegenzusetzen, hat der Neustadter Verein „Die Waldschatten“ ein Projekt im städtischen Forst vorangetrieben.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Naturverjüngung, bei der sich aus der Saat umstehender Bäume ein neuer Jungbestand entwickeln soll. Damit das gelingt, wurde kürzlich mit der Aussaat von Eicheln begonnen: auf zwei Flächen, die sich in einem Mischwald im Bereich des Forstreviers Spangenberg befinden. Dort soll ein neues, von Laubwald dominiertes Biotop entstehen.

In dem betreffenden Bereich wurden Holzzäune aufgestellt. Sie sollen verhindern, dass Wild- und Nutztiere Verbissschäden anrichten, also beispielsweise die Knospen junger Bäume fressen. Die Zäune verbleiben im Wald und verrotten an Ort und Stelle. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen Flächen auch gepflegt werden, um den Eichen Starthilfe beim Anwachsen zu geben.

Fachliche Unterstützung durch Förster

Das Projekt wird vom Lions Club Neustadt mit 3000 Euro finanziell unterstützt, fachlich steht den Waldschatten Förster Klaus Burkhart beratend zur Seite. Wie er gegenüber der RHEINPFALZ berichtet, ist sein Revier von Kiefern dominiert, die Eichen hätten nur einen Anteil von zwei Prozent. Dabei handele es sich um eine ökologische wertvolle Baumart, die auch klimafest ist.

Die Corona-Pandemie erschwerte allerdings die Arbeiten. Üblicherweise werden die Einsätze im Verein gemeinsam absolviert. Da nur in Kleingruppen gearbeitet werden konnte, gab es mehrere Einsätze an zwei Wochenenden.

Die Waldschatten planen, mit der Unterstützung anderer Gruppen größere Mengen an Saatgut zu sammeln und von Jahr zu Jahr größere Flächen verjüngen zu können