Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Tennis: Herren-70 des TC Haßloch haben sich verstärkt

Der Haßlocher Gerd Laque spielt nur noch im Doppel.
Der Haßlocher Gerd Laque spielt nur noch im Doppel.

„Je älter, desto dünner wird die Luft.“ Das sagen die Verantwortlichen des TC Haßloch. Das darf man teils wörtlich verstehen, denn auf dem Tennisplatz braucht man zumindest für das Einzel eine gute Kondition. Doch auch im übertragenen Sinne passt es auf den Tennissport: Der TC hat zwei Altersklassen-Teams aus höheren Ligen abgemeldet.

Nicht mehr in der Medenrunde sind die Herren-65, die in der Regionalliga gespielt haben. Die Herren-60 haben sich aus der Oberliga abgemeldet. „Gründe sind Spielerabgänge, teils aus Altersgründen, aber auch, weil die Spieler eine weite Anreise hatten. Wir zahlen keine Antrittsgelder oder Fahrtkosten. Diese Abmeldungen müssen wir akzeptieren“, sagt TC-Sportwartin Bettina Jordan-Keller.

Positiv sei jetzt, dass die Herren-70 in der Südwestliga mit Klaus Bischoff, Karlheinz Dürk und Peter Wittmann hätten verstärkt werden können. Sie seien bislang bei den Herren-65 angetreten. „Sie sind bereits in der Altersklasse 70 spielberechtigt, auch wenn sie noch 69 Jahre alt sind, aber in diesem Jahr 70 werden“, erklärt Jordan-Keller. Bei den Damen-65 hat sich eine neue Spielgemeinschaft gebildet. Hier treten der TC Haßloch, TSV Haßloch und SV Geinsheim in der Oberliga 65 an. „Man kennt sich. Das ist ja alles in der Nachbarschaft. Und so kommen auch die Spielerinnen zu einer Mannschaft, in deren Verein es in der Altersklasse nicht genügend Frauen gibt“, freut sich Jordan-Keller.

Heimspiel verloren

Die Herren-70 des TC hatten nach dem Auftaktsieg mit 5:1 in Darmstadt am Montag ein schweres Heimspiel gegen den TC BW Bad Ems I und verloren mit 1:5. TC-Mannschaftsführer Gerd Laque spielt inzwischen nur noch Doppel mit Manfred Weitzel. Laque: „Im Doppel muss ich nicht so viel laufen. Altersbedingt gibt es einige Verschleißerscheinungen. Früher war ich als Fußballer aktiv.“ Dass er meist mit Weitzel die Doppelpaarung bilde, habe Vorteile. Man ergänze sich. Man wisse einfach, was der andere mache, betont er. Am Montag indes reichte es nicht zu einem Sieg für sein Team. Zweimal wöchentlich wird trainiert. Zu den Aktivitäten auf dem Platz kommen gesellige Treffen, nicht nur direkt nach Training und offiziellen Spielen. Man trifft sich ebenfalls zu Wanderungen, Fahrradtouren und gemeinsamen Essen.

Viele Jugendliche kommen

Sportwartin Jordan-Keller berichtet von einem großen Zulauf Jugendlicher: Aktuell gibt es über 480 Mitglieder. Ihnen stehen elf Freiluft- und drei Hallenplätze zur Verfügung. So gibt es auch im Sommer bei Regen Ausweichmöglichkeiten bei den Medenspielen. Laque: „Dann muss das Spiel in die Halle verlegt werden.“ Höhepunkt in Haßloch ist vom 23. bis zum 28. August die Dorfmeisterschaft. Aber auch weitere Turniere sind geplant. 18 Erwachsenteams sowie elf Jugendmannschaften starten in den Medenrunden. Für die Herren-70 geht es am Montag um 13 Uhr erneut gegen Bad Ems. Diesmal gegen die Zweite Mannschaft.

So spielten sie

Hermann Glaser – Horst Kelling: 2:6, 5:7; Klaus Steinmüller – Manfred Stehle: 1:6, 0:6; Rudolf Spreitzenbarth – Wilfried Barthel: 6:1, 7:6; Karlheinz Dürk – Heinz-Gerd Decker: 4:6, 6:4, 7:10; Glaser/Dürk – Kelling/Barthel: 3:6, 6:7; Weitzel/Laque – Morsch/Stehle: 1:6, 2:6.

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