Handball
Spielstarke Frauen der TSG Haßloch im Heimspiel gegen Bassenheim
„So ein Tag, so wunderschön wie heute“, schallt es nach dem Schlusspfiff durch die Hallenlautsprecher: Dieses Frauen-Oberliga-Handballspiel zwischen der TSG Haßloch und dem TV Bassenheim hat Zuschauern, Spielerinnen und Trainern Spaß gemacht – sofern sie auf Haßlocher Seite sind. Mit 36:29 (18:10) feiern die Gastgeberinnen ihren sechsten Sieg in Folge. „Als Aufsteiger ist das keine Selbstverständlichkeit“, betont Philip Rogawski, der mit Marc-Robin Eisel im November das Traineramt im TSG-Team übernommen hat. „Die Leistung war vergangene Woche beim TV Bodenheim in den ersten 20 Minuten auch schon so - ich bin sehr zufrieden“, lobt der Sportliche Leiter Peter Wingerter Team und Trainer.
Rechtsaußen Schilling trifft
Die Haßlocherinnen haben sich zu einer spielstarken Mannschaft entwickelt, führen schon nach acht Minuten mit 7:3, indem sie den Ball schnell im Angriff weiterspielen, bis eine von ihnen die Lücke zum Tor hat. Und wer es auch ist: Alle sind selbstbewusst genug, das Tor zu erzielen. Zu Beginn ist es vor allem Rechtsaußen Flora Schilling, die trifft. Oder die TSG-Frauen wechseln blitzschnell ihre Positionen: Lena Motz zieht vom rechten Rückraum an den Kreis und erhöht auf 13:7 (22.). „Wir haben einen gewissen Pool an Eröffnungen gegen eine 6:0- oder 5:1-Abwehr“, erzählt Rogawski. „Aber es passiert auch viel auf Eigeninitiative.“ Die Mannschaft sei variabler im Angriff geworden, die Spielerinnen seien selbstbewusster. So selbstbewusst, dass Ina Bühl mit einem völlig verdeckten Wurf aus halbrechter Position zum 29:19 trifft (45.).
Den Sieg aber leitet Torfrau Leonie Kripp mit ihren vielen Paraden ein: Sie pariert den Konter von Maya Kohlenbeck (13.). Sie ist noch mit den Händen am Ball beim Wurf von Linksaußen Nicole Brand (19.) und aus dem linken Rückraum von Angelina Richter (21.). „Ich habe ein bisschen gebraucht, um reinzukommen“, sagt sie. Seit Neuestem, ergänzt sie, gingen sie und ihre Kolleginnen in der Pause nicht mehr mit in die Kabine. „Wir besprechen uns draußen mit unserem Torwarttrainer Bruno Spieß und geben uns gegenseitig Tipps.“ Das bringe ihnen mehr, „als sich in der Kabine Taktiken anzuhören“.
Auszeit direkt nach der Pause
Apropos Pause: Mit strahlenden Gesichtern gehen die Haßlocherinnen in die Kabine nach ihrer glanzvollen Vorstellung in den ersten 30 Minuten. Nach der Pause geht der Schwung im TSG-Team zunächst allerdings ein bisschen verloren. Bereits nach fünf Minuten bittet Coach Marc-Robin Eisel zur Auszeit. Und wird richtig laut. „Sie haben zwar noch Tore geworfen“, sagt er später. „Aber sie haben auch immer welche reingekriegt. Wenn man so führt, denkt man, man kann einen Schritt weniger machen.“ Das möge er gar nicht. Die Auszeit bringt die TSG-Frauen in die Spur zurück. Haßloch führt zwischendurch mit zehn Toren (29:19, 30:20, 45./46), der TSG-Erfolg ist nie in Gefahr. „Schade, dass ein paar aufhören“, bedauert Eisel weitere Abgänge zum Saisonende.
Hagedorn hat TSG verlassen
Dass Marlena Schilling und Laura Kayser Handball den Rücken kehren, ist schon länger bekannt. Jetzt steht auch fest, dass Lena Motz zum Saisonende aufhören wird. Ihre Schwester Lisa wechselt zum Ligakonkurrenten SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam. Anouk Hagedorn, informiert Eisel weiter, habe die Mannschaft schon verlassen. Doch stünden bereits drei Neuzugänge fest. Deren Namen nennt er nicht, da die Spielerinnen ihren Wechsel noch nicht ihren aktuellen Teams mitgeteilt haben. „Und wir sind noch an einer Drittliga-Spielerin dran“, verrät Peter Wingerter. „Mit den Neuzugängen „sind wir sehr gut aufgestellt.“