Neustadt / Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Leichtathletik: Gimmeldingerin Böger sprintet zur Bestzeit

Franziska Böger vom TV Gimmeldingen (rechts) sprintete erstmals auf einer überregionalen Meisterschaft. Sie lief eine Bestzeit.
Franziska Böger vom TV Gimmeldingen (rechts) sprintete erstmals auf einer überregionalen Meisterschaft. Sie lief eine Bestzeit.

Für die zweitägigen süddeutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten am Wochenende in Frankfurt waren drei Sportler aus der Region qualifiziert. Lars Urich (LC Haßloch) allerdings konnte sein Startrecht nicht wahrnehmen.

Urich, in den vergangenen Wochen im Höhenflug im Stabhochsprung und erfolgreich im Dreisprung, holte im Januar die Titel als Pfalzmeister sowie zwei Wochen später die Landestitel in beiden Disziplinen in der Altersklasse U18. Jetzt musste er passen. Ihn bremst eine Corona-Infektion aus. „Mir geht es soweit gut, aber ich bin traurig, dass ich nicht teilnehmen konnte. Aktuell sind viele in der Schule erkrankt, da habe ich es mir wahrscheinlich eingefangen“, teilte er mit.

Eine erfreuliche Mitteilung hatte Urich dennoch. Der Bundestagsabgeordnete Johannes Steiniger aus Bad Dürkheim habe ihm zu den Titeln gratuliert. Dabei habe der Politiker sogar erwähnt, dass er in dem RHEINPFALZ-Artikel vom 11. Januar über die Pfalzmeisterschaften in Ludwigshafen von der Sache mit den vergessenen Schuhen für den Dreisprung gelesen habe – Urich hatte dennoch gewonnen. Urich: „Diese Aufmerksamkeit hat mich sehr gefreut.“

Kleine Starterfelder

Die süddeutschen Meisterschaften waren also wie so viele Sportveranstaltungen der vergangenen Monate von der Corona-Lage geprägt. Kleine Starterfelder, keine externen Zuschauer und die üblichen Regeln wie Maske, Tests und Impfungen waren vorgeschrieben. Daher waren nur zwei Athleten des TV Gimmeldingen in Frankfurt am Start. Trainer Lothar Spilke durfte an beiden Wettkampftagen nach Hessen fahren. Am Samstag gab Franziska Böger im 60-Meter-Sprint ihr Debüt bei einer überregionalen Meisterschaft. Die 15-Jährige war entsprechend aufgeregt. „Es war ganz anders als sonst. Wir wärmten uns ein einer separaten Halle auf und wurden von den Kampfrichtern zum Start geführt. Dazu kam, dass wegen Corona nur die Trainer beim Lauf auf der Tribüne sein durften“, berichtete sie. Die Gefahr eines Fehlstarts habe aber sie nicht gesehen. Sie komme eher zu langsam aus dem Startblock. Das sei ihre Schwäche, dann sei bereits schon eine Lücke zu den Konkurrentinnen da, verriet sie. Dies bestätigt letztlich auch ihre Platzierung auf Rang 21 von 24 Starterinnen.

Ohne Chance auf Endlauf

Doch Spilke betont: „Sie bekam ihre Nervosität gut in den Griff. Dass sie keine Chance auf den Endlauf hatte, wussten wir vorher. Aber sie lief in 8,18 Sekunden eine neue Bestzeit. Wer bei den süddeutschen Meisterschaften eine neue Bestleistung abruft, hat alles richtig gemacht.“ Für den Weitsprung hatte Böger zwar die Norm gepackt, doch wurde die Starterzahl wegen Corona von 24 auf nur zwölf Springerinnen reduziert.

Am Sonntag reiste Lothar Spilke mit Hürdensprinter Marvin Kastl nach Frankfurt. Kastl kam über 60 Meter Hürden in 8,71 Sekunden ins Männerfinale. Spilke: „Er erwischte einen guten Start, aber ihm unterlief bei der dritten Hürde ein Fehler. Das brachte ihn aus dem Rhythmus, er musste aussteigen. Platz sechs und eine neue Bestzeit waren greifbar nahe. Schade.“

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