Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Kellereistraße: Planung fürs neue Pflaster läuft

Wirkt nicht wirklich einladend: der Belag in der Kellereistraße.
Wirkt nicht wirklich einladend: der Belag in der Kellereistraße.

2024 soll es losgehen: Dann wird mit der Kellereistraße das letzte Stück Fußgängerzone saniert. Darauf bereiten sich viele vor – auch die Unternehmensgemeinschaft Willkomm.

Ein schönes und damit auch einheitliches Bild soll die Neustadter Fußgängerzone bieten, wenn im Jahr 2027 besonders viele Gäste erwartet werden. Denn mit der Landesgartenschau verbinden sich Hoffnungen weit über ein Naherholungsgebiet für den Osten der Stadt hinaus.

Hertie-Umbau, Straßenbauarbeiten, neuer Bahnhofsvorplatz, neues Hotel samt Parkhaus am Saalbau – manches läuft, manches geht erst an den Start, aber alles soll bis zu der Großveranstaltung ab April 2027 abgeschlossen sein, gerne auch früher. Gleiches gilt für die Sanierung der Kellereistraße zwischen Haupt- und Friedrichstraße einschließlich des Fußwegs in Höhe Quodlibet Richtung Klemmhof. Aktuell ist die Kellereistraße mehr recht als schlecht asphaltiert und hebt sich deutlich von den gepflasterten Bereichen in ihrer Nachbarschaft ab. Den Experten zufolge ist außerdem der Untergrund marode.

Grob geschätzt eine Million

Bei der Sanierung der Fußgängerzone war der Startschuss in der Hauptstraße gefallen. Die Arbeiten zogen sich über fünf Bauabschnitte und mehrere Jahre. Mit „Wasser in die Stadt“ wurde 2020 der Bereich zwischen Kriegerdenkmal und Elwedritschebrunnen verbessert, derzeit laufen Arbeiten für die Gasse zwischen der Adler-Apotheke und dem Marktplatz, dann wechselt das Wasser-Projekt auf den Juliusplatz.

2024 – frühestens ab Mitte des Jahres – soll es dann in der Kellereistraße losgehen. Vorgesehen ist laut Bauverwaltung das gleiche Pflaster wie in den anderen Bereichen der Fußgängerzone. Planungskosten und Kanalarbeiten des Eigenbetriebs Stadtentsorgung Neustadt (ESN) nicht eingerechnet, werden die Kosten bislang grob auf eine Million Euro brutto geschätzt. Die Planung hat der Hauptausschuss Mitte Januar für rund 87.000 Euro an das Ingenieurbüro Clade vergeben. Fördermittel wurden beantragt und zum Teil schon genehmigt.

Willkomm will Vorlauf

Auch der Neustadter Handel bereitet sich auf die Großbaustelle mitten im Herzen der Fußgängerzone vor. „Wir haben die Verantwortlichen darauf hingewiesen, dass wir früh ins Boot geholt werden wollen“, beschreibt das Willkomm-Vorsitzender Winfried Walther.

Für den Handel sei es sehr wichtig, genug Vorlauf zu haben. Das betreffe sowohl die Warenbestellung als auch die -anlieferung. „Wer kann wo rein und dann wie weiterfahren“, beschreibt Walther eine Frage, die rechtzeitig geklärt werden müsse. Dazu seien gemeinsame Runden von Tiefbauamt, Wirtschaftsentwicklung, Tourist-Gesellschaft und Willkomm wichtig.

Bewerbung der Baustelle

„Das Ergebnis ist ja schön, aber das müssen wir auch kommunizieren“, nennt Walther einen weiteren Baustein guter Vorbereitung. Zumal sich natürlich kein Händler auf eine Baustelle direkt vor der Eingangstür freue. Aber gemeinsam könne das Beste daraus gemacht werden, ist der Willkomm-Vorsitzende überzeugt. Vorausgesetzt, dass auch alle an einem Strang ziehen könnten, weil eben ausreichend und frühzeitig kommuniziert werde. Das gelte nicht nur für die direkten Anwohner, sondern auch für all jene, die indirekt durch Umleitungen betroffen seien, mahnt Walther an. Bei den jetzt begonnenen Kanalarbeiten im Durchgang zum Marktplatz habe ihm das etwas gefehlt.

Von der Baustellen-Party über Werbebanner am Zaun bis zu weiteren Sonderaktionen kann sich Walther so einiges vorstellen, damit die Geschäfte trotz Baustelle noch wahrgenommen werden. Zusammengefasst spricht er von „Bewerbung der Bauzeit“, für die die Willkomm gern der Kommunikator bei den Geschäftsleuten wäre und Ideen liefern wolle. „Schließlich sind wir ja auch direkt betroffen.“

Stadt will früh informieren

Bei City-Managerin Susanne Schultz von der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft dürfte er damit offene Türen einrennen. Auch sie macht sich bereits Gedanken, wie die Baustelle Kellereistraße möglichst gut über die Runden gebracht werden kann. Baudezernent Bernhard Adams verspricht ebenso frühzeitige Information – unter anderem in einer Anwohnerversammlung lange genug vor dem Start.

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