Handball
Drittligist TSG Haßloch zu Hause Favorit
Das Ziel ist klar: Handball-Drittligist TSG Haßloch will sich im letzten Spiel des Jahres mit einem Sieg von seinen Fans verabschieden. Der Nachwuchs des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar, die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II, ist am Samstag, 19.30 Uhr, Gast im TSG-Sportzentrum.
„Die Partie wird sicherlich kein Selbstläufer werden“, sagt Bjarne Hartmann. Der 21-Jährige, der als einziger Nachwuchsspieler der TSG fest zum Drittliga-Kader gehört, liefert im gleichen Atemzug die Erklärung. „In dieser Liga soll man keine Mannschaft unterschätzen. Außerdem hat Dutenhofen gegen uns noch etwas gutzumachen“, erläutert Hartmann mit Blick auf die Niederlage der Hessen in eigener Halle.
Die Gäste von der Lahn stehen mit 11:17 Zählern auf dem elften Platz der Südwest-Staffel und müssen um den Ligaverbleib bangen. Deshalb werden sie in Haßloch versuchen, Zähler zum Ligaverbleib zu sammeln. Hartmann: „Entscheidend wird sein, mit welcher Einstellung wir ins Spiel gehen. Wenn es uns wie im Hinspiel gelingt, dann bin ich sicher, dass wir die nächsten zwei Punkte holen können“.
Nicht nur Seelos-Einsatz fraglich
Dabei ist noch unklar, ob die Bären in personeller Bestbesetzung in die Partie gehen können. Kapitän Kevin Seelos dürfte möglicherweise erneut ausfallen, dazu gibt es hinter dem Einsatz von Dennis Götz und Kreisläufer Lino Messerschmidt ein Fragezeichen. „Wir werden auf jeden Fall vor den eigenen Fans alles in die Waagschale werfen“, erzählt Hartmann. Dabei gehört der angehende Elektroingenieur, der ein Duales Studium bei der ABB AG mit den Praxisphasen in Friedberg und den Vorlesungen in Mannheim absolviert, zu den Lichtblicken im Kader von Cheftrainer Andreas Reckenthäler. „Ich fühle mich bei der TSG sehr wohl. Ich werde in erster Linie in der Abwehr eingesetzt, will mich aber in der Dritten Liga etablieren“, erzählt Hartmann.
Er war zu Beginn 2021 nach fünf Jahren bei der TSG Friesenheim wieder zu seinem Heimatverein zurückgekehrt. Der Rechtshänder, der meist zur Entlastung von Jan Triebskorn im rechten Rückraum „auf die Platte kommt“, gilt als Rohdiamant, der mittelfristig seinen festen Platz bei den Bären finden wird. „Ich denke, dass es eine gute Sache ist, dass seit dem Trainerwechsel im Januar 2022 häufiger Spieler der A-Jugend mittrainieren“, stellt Hartmann fest. „Ich glaube, dass wir jüngere Spieler auch frischen Wind in die Mannschaft bringen.“
Wohlfühlfaktor wichtig
Er unterstreicht immer wieder den Wohlfühlfaktor bei den Bären. „Ich kann hier mein Studium, das mich sehr fordert, mit dem Handball vereinbaren“, sagt er. Aktuell „büffelt“ er für die anstehenden Klausuren, die noch vor Weihnachten auf dem Plan stehen. „Da bietet mir der Handball einen guten Ausgleich.“
Ob er über das Studium hinaus in Haßloch bleiben wird, darüber hat er sich noch keine Gedanken gemacht. „Mein Ziel ist es, das Studium erfolgreich abzuschließen. Dann muss ich sehen, wie es beruflich weitergeht.“ Zwar sei er dem ABB Standort Friedberg in Hessen zugeordnet, trotzdem bleibe er optimistisch, auch einem anderen Standort in der Region zugeteilt zu werden. „Noch ist es nicht so weit.“
Hartmann freut sich über die aktuelle Situation. „Es macht Spaß, bei der TSG zu spielen“, sagt er und blickt auf die Monate zurück, als die Bären bis zum letzten Spieltag in der Relegation um den Klassenerhalt bangen mussten. „Ich glaube, wir haben alle verstanden, dass wir deutlich mehr Einsatz zeigen müssen, wenn wir weiter oben mitspielen wollen.“ Deshalb gelte es, die starke Serie fort- und sich im oberen Tabellendrittel der Staffel festzusetzen.