Firmenporträt RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Büroeinrichtung heute mehr als Stuhl und Tisch ist

Zeigen eine Besprechungskabine für ein Großraumbüro (von links): Tom und Michael Kempf und Mitarbeiter Paul Eick.
Zeigen eine Besprechungskabine für ein Großraumbüro (von links): Tom und Michael Kempf und Mitarbeiter Paul Eick.

Alles, was man für einen modernen Arbeitsplatz braucht, gibt’s in Rheingönheim. Dort hat die Firma Kempf Büroeinrichtungen ihren Sitz. Der Familienbetrieb mit elf Mitarbeitern ist für viele Firmen in der Region tätig. Die dritte Generation steht schon bereit, den Betrieb zu übernehmen.

Schreibtische, Bürostühle und Aktenschränke kann man bei Kempf Büroeinrichtungen in Rheingönheim kaufen. Aber Michael Kempf (59), Chef der alteingesessenen Ludwigshafener Firma, hat auch Tischkicker und Yogazonen im Angebot. Bei ihm gibt es alles, was man für einen modernen Arbeitsplatz braucht. Dazu gehört mittlerweile weit mehr als ein Schreibtisch und ein Stuhl.

Etwa 90 Prozent seiner Kunden sind Arbeitgeber aus der Metropolregion Rhein-Neckar, berichtet Kempf. Dazu gehören unter anderem die BASF in Ludwigshafen, die Pharmafirma Roche in Mannheim, große und kleine Firmen und Behörden sowie Schulen. In das Geschäft, das sein Vater Willi 1981 gegründet hat, ist Michael Kempf in den 1990er-Jahren eingestiegen. Seit 1994 hat das Unternehmen mit elf Mitarbeitenden seinen Sitz in Rheingönheim. Jetzt macht sich sein 19-jähriger Sohn Tom bereit, die Firma in dritter Generation in die Zukunft zu führen.

Besprechungskabine

Entrückt wie im Raumschiff fühlt man sich im Besprechungs-Kubus. Michael und Tom Kempf setzen sich gemeinsam mit Vertriebsmitarbeiter Paul Eick in die Kabine, um zu zeigen, wie Besprechungen in modernen Büros aussehen können. Wenn man die Tür schließt, hört man drinnen nichts von draußen und umgekehrt. „Mit 30 Leuten auf einer Fläche kann man sonst kein Personalgespräch führen“, erklärt Kempf. Das sei Ergebnis der „Clean-Desk-Policy“, die immer mehr Unternehmen verfolgen. „Die reduzieren den Arbeitsplatz mehr und mehr auf Tisch und Stuhl“, hat der Firmenchef beobachtet.

Was sich dahinter verbirgt? Keine Grünpflanze und kein gerahmtes Foto von den Lieben zu Hause samt Hund und Katze darf den Arbeitsplatz in einer solchen Firma mehr schmücken. Nach getanem Job kommen Unterlagen und anderes Persönliches in abschließbare Fächer und der Schreibtisch wird vom Mitarbeiter leer und sauber hinterlassen. Der Arbeitsplatz kann so von jedem genutzt werden. Zum Wohlfühlen gibt es dann beispielsweise ein Sofa und Massagestühle in der Ecke des Büros oder Tischtennisplatten, Playstations und sogar Golfmatten. Kempf richtet sich danach, was die Kunden wünschen.

Großes Angebot

„Vom klassischen Winkelarbeitsplatz bis zum Desk-Sharing-System habe ich alles im Angebot,“ berichtet er. „Tische und Stühle, mittlerweile ist alles auf Rollen“, zeigt Kempf an den Möbeln im Verkaufsraum. Angefangen hat sein Vater Willi Kempf mit klassischen Schranksystemen fürs Büro, aber auch für Wohn- und Schlafzimmer. „Gegenüber der Miro-Wand in der Innenstadt war der erste Laden“, erinnert sich der Sohn.

Nach der Schule hat er Industriekaufmann gelernt. Als Kind und Jugendlicher sei er in dem Geschäft mitgelaufen und fing schließlich an, mitzuarbeiten. „Eigentlich war mir klar, dass ich nicht in die Fußstapfen meines Vaters treten wollte“, erzählt Michael Kempf. Doch dann hat er es sich doch anders überlegt, und das Unternehmen übernommen. Sein Sohn, Tom, fängt auch schon rechtzeitig an. In den Semesterferien erledigt der BWL-Student bereits Kundenbesuche und packt mit an.

Drei-D-Planung

„Eine Umstrukturierung steht an oder ein neuer Mitarbeiter wird eingestellt, dann kommen die Einrichter des Unternehmens mit einem Plan vom Raum“, berichtet Michael Kempf von einem neuen Auftrag. Kempf Büroeinrichtungen erstellt dann eine Drei-D-Darstellung. Fast alle gängigen Modelle von Herstellern von Büromöbeln bietet die Rheingönheimer Firma an. Wie viel Geld zur Verfügung steht, ist dann natürlich eine wichtige Frage. „Wir beraten nach den Wünschen der Kunden und dem Budget und stellen den Arbeitsplatz zusammen mit Stuhl, Tisch und Schrank in Rot, Grün, Gelb oder Blau“, verrät Kempf augenzwinkernd. Augenschonend und ergonomisch soll es sein.

„Mit Rückenschmerzen kommen sie und brauchen einen neuen Bürostuhl“, berichtet der Geschäftsmann von seinen wenigen Privatkunden. Als während der Corona-Pandemie viele Arbeitnehmer den Küchentisch zum Homeoffice machen mussten, haben sie die Notwendigkeit erkannt, zu Hause bessere Möbel anzuschaffen. Neben der Wurlitzer-Musikbox mit Hits von früher und heute stehen deshalb Bürostühle in vielen Formen und bunten Farben in der Verkaufsausstellung von Kempf Büroeinrichtungen im Rheingönheimer Gewerbegebiet Mörschgewanne.

Kontakt

Kempf Büroeinrichtungen GmbH & Co. KG, In der Mörschgewanne 3, Rheingönheim, Telefon 0621 549200, www.kempf-bueroeinrichtungen.de

Die Serie

In dieser Serie stellen wir wöchentlich interessante Firmen aus der Region vor.

Der Firmensitz liegt im Rheingönheimer Gewerbegebiet Mörschgewanne. Die Kunden kommen aus der ganzen Metropolregion.
Der Firmensitz liegt im Rheingönheimer Gewerbegebiet Mörschgewanne. Die Kunden kommen aus der ganzen Metropolregion.
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