Handball
VTV Mundenheim schlägt HF Köllertal deutlich
VTV-Trainer Thorsten Engert war nach dem Abpfiff zufrieden. „Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann, dass wir dieses Spiel nicht noch deutlicher gewonnen haben.“ Aber im Gefühl des sicheren Sieges nahmen die Gastgeberinnen in den letzten zehn Minuten den Fuß vom Gaspedal. 29:17 führten die VTV nach dem fünften Treffer von Marlis Mader und hätten mit einer etwas konzentrierteren Leistung einen echten Kantersieg einfahren können. So verhinderte Katrin Meiszis mit fünf Paraden in der Schlussphase Ergebniskosmetik der Gäste, die allerdings deutlich ersatzgeschwächt in Mundenheim angetreten waren. Gerade einmal acht Feldspielerinnen hatte HF dabei.
Zumindest in der Anfangsphase genügte das für einen halbwegs ausgeglichenen Spielverlauf. Aber schon da war es vor allem die schwache Chancenverwertung der Mundenheimerinnen, die unter anderem einen Siebenmeter, einen Gegenstoß und einen freien Wurf nicht genutzt hatten und so dafür sorgten, dass es nach acht Minuten nur 5:3 stand. Aber ab da drückten die VTV aufs Tempo, setzten sich bis zur Pause schon vorentscheidend ab.
Fleißkärtchen für Wehr
Vor allem Marlen Wehr verdiente sich dabei Fleißkärtchen, war dabei auch als Torjägerin (8/3) herausragend. Trainer Engert war allerdings mit der gesamten Mannschaft zufrieden: „Ich denke, dass wir unserer Favoritenrolle heute gerecht geworden sind.“
Und so stand es zwar nach einer guten Viertelstunde noch 8:8 (16.), der anschließenden Tempoverschärfung hatten die Gäste aber kaum noch etwas entgegenzusetzen. Beim 17:10 durch Fabienne Michel (28.) waren die Fronten spätestens geklärt, wechselte Engert durch, gab seinem gesamten Kader Spielzeit, auch wenn die Handballfreunde bis zur Pause deshalb in Überzahl noch einmal auf 18:13 verkürzten.
Direkter Vergleich gewonnen
In Gefahr gerieten die Mundenheimerinnen nicht mehr. Auch die eingewechselten Spielerinnen erfüllten ihre Rolle. Kathrin Meiszis zum Beispiel, die im zweiten Durchgang Selina Hofmann im Tor abgelöst hatte und mit ihren Paraden zumindest dazu beitrug, dass der Vorsprung Schritt für Schritt ausgebaut wurde. Und auch wenn es am Ende „nur“ elf Treffer waren, die zwischen beiden Mannschaften lagen – für die VTV waren es nicht nur zwei wichtige Punkte, sondern auch die eindrucksvolle Revanche für die 21:23-Niederlage in Köllertal – gleichbedeutend mit dem gewonnenen Vergleich gegen die Handballfreunde.