Ludwigshafen Schlechte Aussichten für Arminia

Fehlt heute: Arminia-Kapitän Nico Panatano (links).
Fehlt heute: Arminia-Kapitän Nico Panatano (links).

«LUDWIGSHAFEN.» Zum Vorderpfalz-Derby in der Fußball-Oberliga empfängt der FC Arminia Ludwigshafen den Tabellenfünften TuS Mechtersheim (heute, 14.30 Uhr). Die Gäste spielen eine starke Runde und haben nur zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten, der Aufstiegsspiele bestreitet.

Rückblende: Vor zwei Wochen spielt der FC Arminia gegen den FC Karbach, als Kapitän Nico Pantano nach einer guten Stunde ein Foul im Mittelfeld begeht. Ein Foul, bei dem man nicht zwingend die Gelbe Karte zeigen muss. Doch der Karbacher Spieler bleibt liegen, lässt sich behandeln und suggeriert so, dass die Attacke nicht in die Rubrik „Allerweltsfoul“ falle. Jedenfalls zückte der Schiedsrichter die Gelbe Karte für Pantano und die Rote gleich hinterher, weil der Ludwigshafener schon verwarnt gewesen war. Pantano war der Schreck anzusehen. Bleich und fassungslos stand er nach dem Feldverweis hinter der Bank für die Ersatzspieler. „Ich habe nicht mehr daran gedacht“, sagte er und meinte die erste Gelbe Karte. Sonst hätte er sich wohl das Foul an der Mittellinie verkniffen. Die Konsequenz: Der 26-jährige Spielführer, der zuvor in allen Begegnungen 90 Minuten auf dem Platz stand, muss eine Partie aussetzen. Und da die Oberliga am vergangenen Wochenende pausierte, fehlt der mit sieben Treffern und sieben Vorlagen torgefährlichste Mann der Arminia ausgerechnet im Prestigeduell gegen die Mechtersheimer. „Das ist ein schwerer Verlust, weil Nico nicht zu ersetzen ist. Ich weiß noch nicht, wie ich das löse“, sagt Trainer Hakan Atik. Die zweiwöchige Punktspielpause kam dem Coach gelegen, denn so konnte er die Mannschaft besser kennenlernen und in zwei kurzfristig anberaumten Testspielen einiges ausprobieren. Gegen die TSG Weinheim gab es einen 2:1-Sieg und bei den A-Junioren des 1. FC Kaiserslautern unterlag die Arminia 1:3. „Gegen die FCK-Junioren hat uns nach der Pause die Kraft gefehlt“, verdeutlicht Atik. In der Vorbereitung auf die Rückserie sollen die konditionellen Rückstände aufgeholt werden. Mit Mechtersheims Trainer Ralf Schmitt ist Atik befreundet. „Wir waren auch zusammen in Urlaub“, berichtet Atik. Der TuS zählt nicht gerade zu den Lieblingsgegnern der Arminia. Seit sechs Oberligapartien wartet der FCA auf einen Sieg gegen Mechtersheim, die letzten fünf Partien wurden bei 5:15 Toren alle verloren. Die Gäste haben mit Peter Klug, Eric Veth, Kazuaki Nishinaka und Steffen Burnikel vier ehemalige Arminen in ihren Reihen.

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