60. Geburtstag RHEINPFALZ Plus Artikel Politiker, Fasnachter, Firmenchef: Christoph Heller prägende Figur in der Stadt

Am Büro in der Mundenheimer Straße: Christoph Heller, seit 2004 Ortsvorsteher.
Am Büro in der Mundenheimer Straße: Christoph Heller, seit 2004 Ortsvorsteher.

Er ist seit zwei Jahrzehnten eine prägende Figur in der Stadtpolitik und ein Wortführer in der Union: Christoph Heller. Am 10. April wird der Ortsvorsteher in Süd und ehemalige CDU-Kreisvorsitzende 60 Jahre alt.

Ob in politischen Gremien, bei öffentlichen Veranstaltungen oder im Interview: Heller spricht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Das ist eines seiner Markenzeichen neben seinem Faible für Schäferhunde und seinem markanten Lachen. Seit 2004 ist der Chef eines 125 Jahre alten Malerbetriebs (elf Mitarbeiter) inzwischen Ortsvorsteher der Südlichen Innenstadt, wo man ihn gut erkennt, wenn er mit seinem Jeep in den Straßen unterwegs ist. Bei der Kommunalwahl am 9. Juni kandidiert er zum fünften und letzten Mal, wie er betonte. Fasnachter durch und durch, steht er ferner an der Spitze des Dachverbands der Karnevalisten, dem Großen Rat.

Der von ihm geführte Ortsbeirat ist so etwas wie ein kleiner Stadtrat, weil in Mitte/Süd mit mittlerweile gut 35.000 Einwohnern, mehr als ein Sechstel der Stadtbevölkerung, viele Themen aufschlagen, die im Prinzip ganz Ludwigshafen betreffen: Stichworte Hochstraßensanierung, Zukunft des Berliner Platzes oder das an der Heinigstraße bis 2027 neu entstehende Polizeipräsidium. Hellers Stimme hat daher Gewicht.

Mit Kritik an der Verwaltung hält er nicht hinterm Berg, wenn es die Situation aus seiner Sicht erfordert: Sei es wegen bisweilen abenteuerlicher Antworten auf Anträge oder Anfragen oder wie zuletzt wegen der 17 neuen Parkscheinautomaten im Westendviertel, über deren Aufstellung er sich nicht ausreichend informiert fühlte.

Für Anlieger der Walzmühle hat Heller einen Stammtisch ins Leben gerufen, um den Ärger zu kanalisieren, der aufbrandete, als die Walzmühle als Zwischenlösung zur Unterbringung von Geflüchteten ausgedeutet wurde. Auch Heller war kein Freund der Notlösung, sieht aber auch die Zwänge der Stadt. „Jetzt ist es, wie es ist. Die Entscheidung wurde demokratisch getroffen. Wir müssen nun das Beste daraus machen.“ Das von Heller organisierte Hafenfest mit Spaßregatta an der Kammerschleuse des Luitpoldhafens hat Kultstatus.

„Macht bitte Politik, die die Leute verstehen“

Typisch für Heller, verheiratet, Vater zweier erwachsener Kinder: Sein Appell an die Ampelregierung in Berlin wegen des bundesweit drohenden Rechtsrucks: „Macht bitte Politik, die die Leute verstehen.“

Persönlich wünscht er sich in diesem Jahr mehr Raum für seine inzwischen drei Enkel. Gefeiert wird der runde Geburtstag am Freitag in der Unterkirche von Herz Jesu, wo auch Peter Uebel, Vorsitzender der Stadtratsfraktion unter den Gästen erwartet wird, der am 25. Januar ebenfalls 60 Jahre alt wurde.

Seine Partei weiß, was sie an Heller hat. „Wir sind ihm für sein herausragendes Engagement für unsere Stadt und für die CDU mehr als dankbar“, sagt Kreisvorsitzender Torbjörn Kartes. „Er ist mit Leib und Seele Ortsvorsteher und verkörpert dieses Amt auf seine ganz eigene Art – stets nahbar und ansprechbar, wenn notwendig klar und direkt in der Sprache, aber immer mit viel Humor und den Menschen sehr zugewandt“, würdigt ihn Kartes. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit ihm nun wieder in den Wahlkampf ziehen dürfen. Die CDU Ludwigshafen wünscht ihm noch viele gute Jahre bei bester Gesundheit.“

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