Ludwigshafen
Ortsbeirat Ruchheim fordert weiterhin sicheren Ausbau der L 525
Auch im Fußgönheimer Gemeinderat soll die Strecke noch einmal Thema werden, kündigte der Ruchheimer Ortsvorsteher Dennis Schmidt (CDU) an. Er habe mit den Kollegen in der Landkreis-Gemeinde bereits Kontakt aufgenommen. Schließlich verläuft die L 525 zwischen Fußgönheim und Ruchheim. Schon kurz nach einem tödlichen Unfall im Februar hatte der Ruchheimer Ortsbeirat einen sicheren Ausbau der Trasse gefordert. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) teilte kürzlich auf RHEINPFALZ-Anfrage mit, dass dort nun fünf zusätzliche Leitpfosten aufgestellt worden seien, ergänzend ein Tempo-70-Schild. Ein weiteres Schild soll folgen.
Der Ruchheimer Ortsbeirat ist sich einig: Das ist nicht genug. Diese „Minimal-Aktion“ werde keine schweren Unfälle vermeiden, sagte Michael Hwasta von der SPD. Sein Parteikollege Peter Eisenberg betonte: Die bisherigen Maßnahmen seien „ein Witz sondergleichen“. Es handele sich „nachgewiesenermaßen um eine extrem gefährliche Strecke“. Tatsächlich ist der Unfall am 3. Februar nicht der erste tödliche auf der L 525. Ortsvorsteher Dennis Schmidt erinnerte daran, dass vor einigen Jahren bereits eine Schulfreundin von ihm dort verunglückt sei und ihn das Thema deshalb besonders bewege.
Ortsbeirat: 50 statt 70 km/h
Das Gremium sprach sich dafür aus, „die Schutzmaßnahmen deutlich zu verbessern“. Eine Geschwindigkeitsreduzierung von 70 auf 50 Stundenkilometer sei angebracht, sagte Eisenberg. Zudem sollte eine Leitplanke entlang der Wassergräben an der Straße installiert werden, so ein weiterer Vorschlag. Diese Gräben gelten als gefährlich. Wenn Autofahrer von der Straße abkommen, haben sie keine Ausweichmöglichkeit.
Jutta Kreiselmaier-Schricker (Grüne) forderte zudem, einen Radweg einzurichten. Schließlich seien auch viele Radfahrer auf der Straße unterwegs, deren Sicherheit ebenfalls gewährleistet werden müsse. Zu all diesen Vorschlägen aus dem Ortsbeirat ergänzte Kreiselmaier-Schricker: „Es kann nicht an Kosten scheitern, dass das gemacht wird.“ Eisenberg sagte, dass ein Radweg zwar „schön wäre“, Leitplanken und reduzierte Höchstgeschwindigkeit aber „zwingend sofort“ umgesetzt werden sollten. Das sei bei diesen Maßnahmen auch möglich, sagte Eisenberg.
Bei Regen von Straße abgekommen
Am 3. Februar war eine 56-Jährige von Fußgönheim aus nach Ruchheim unterwegs, als sie kurz vor 19 Uhr in einer langgezogenen Linkskurve von der regennassen Fahrbahn abkam. Laut dem Leitenden Oberstaatsanwalt Hubert Ströber haben die Ermittlungen ergeben, dass es sich „um einen Alleinunfall ohne Fremdeinwirkung handelt“. Inzwischen stehe auch fest, dass die Frau „mit überhöhter Geschwindigkeit“ von der Straße abkam und „bei immer noch hoher Geschwindigkeit“ gegen eine Mauer fuhr, so Ströber. Weil die Fahrerin nicht angeschnallt gewesen sei, habe sie beim Aufprall die tödlichen Verletzungen erlitten. Sie verstarb noch am Unfallort.
Dem Ruchheimer Ortsbeirat lag am Dienstag bei dessen Sitzung noch keine Stellungnahme des LBM vor. Ortsvorsteher Dennis Schmidt kündigte an, an dem Thema dranzubleiben. Der erneute Antrag für einen „sicheren, unverzüglichen Ausbau“ wurde einstimmig angenommen.