Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Was der neue Hochdorfer Trainer von seiner Mannschaft gegen Pforzheim erwartet

Der neue Chefcoach Steffen Drausnigg (rechts) mit Vincent Klug. Die Eingewöhnungszeit für Trainer und Spieler war kurz.
Der neue Chefcoach Steffen Drausnigg (rechts) mit Vincent Klug. Die Eingewöhnungszeit für Trainer und Spieler war kurz. Foto: KUNZ

Ein neuer Trainer, eine alte Vorgabe: „Mit dem Publikum im Rücken wollen wir uns die Punkte holen“, sagt Steffen Drausnigg. Der neue Trainer von Handball-Drittligist TV Hochdorf geht kämpferisch in den Jahresauftakt. Am Samstag empfängt der Aufsteiger den TGS Pforzheim (19 Uhr, TVH-Sportzentrum).

Pforzheim steht sicher mindestens so sehr unter Druck wie wir“, sagt Hochdorfs Mannschaftskapitän Daniel Lanninger. Er spielt darauf an, dass die Gäste mit ihrem Personal mit deutlich höheren Ambitionen in die Saison gestartet waren. Mit Platz zehn und gerade einmal drei Zählern mehr als Aufsteiger Hochdorf liegt Pforzheim wesentlich deutlicher hinter den Erwartungen zurück als der Aufsteiger. „Wir kennen aus der Situation vor zwei Jahren immerhin schon das Gefühl im Abstiegskampf“, glaubt er an einen kleinen Vorteil für die Gastgeber.

Ein kleiner Vorteil, denn an der Personalsituation des TVH hat sich auch nach der kurzen Winterpause wenig getan. „Nikola Sorda fällt definitiv aus“, bedauert Neu-Trainer Drausnigg, der aber wohl wieder auf Stefan Corazolla zurückgreifen kann. „Arne Ruf ist ebenfalls wieder im Training. Aber für ihn kommt ein Einsatz definitiv noch zu früh“, dämpft Drausnigg Erwartungen. Ein Wiedersehen wird es dabei mit dem ehemaligen Hochdorfer Roy James geben, der mittlerweile in Baden gelandet ist.

Viel Druck, wenig Zeit

Die Personalien auf dem Feld waren zuletzt nicht die einzigen, die in Hochdorf in Bewegung waren. „Wir waren in den letzten Tagen erst einmal damit beschäftigt, uns gegenseitig kennenzulernen“, umschrieb er die Trainingseinheiten unter dem neuen Cheftrainer, der Steffen Christmann zwar nominell bereits am 23. Dezember abgelöst hatte, aber das Training erst am 2. Januar aufgenommen hat. „Es wird sicher zwei, drei Wochen dauern, bis wir uns aneinander gewöhnt haben“, sagt Lanninger. Er weiß allerdings auch, dass in dieser Zeit nicht nur das Heimspiel gegen Pforzheim, sondern am kommenden Wochenende das Derby gegen Haßloch ansteht. „Wir wissen natürlich alle, worum es geht. Der gemeinsame Kampf für den Klassenerhalt ist jetzt unser gemeinsamer Nenner“, betont Rückraumspieler Lanninger.

„Jungs müssen 130 Prozent geben“

Den Kampf erwartet auch sein neuer Übungsleiter. „Ich will sehen, dass die Jungs, die fit sind, 130 Prozent geben“, fordert Drausnigg. Mit vollem Einsatz erhofft er sich die ersten Punkte gegen Pforzheim. Keine leichte Aufgabe. „Die spielen eine sehr gute 6-0-Deckung und haben ein wahnsinniges Tempospiel.“ Er selbst konnte bislang noch nicht an vielen Stellschrauben drehen. „Wir haben die ein oder andere Kleinigkeit verändert“, verriet Drausnigg. Mit seinem Mannschaftskapitän ist er sich in einer Hinsicht einig: „Pforzheim ist ein Team in Reichweite. In einem Heimspiel mit dem Publikum im Rücken können wir sie schlagen“, sagt der Trainer. „Wir wissen alle, worum es geht. Die Situation könnte sicherlich einfacher sein, aber wir wollen den Klassenerhalt. Und das so früh wie möglich“, bekräftigt Lanninger.

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