Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Stadt plant Verwaltungssitz im Wohnpark

Unter anderem um dieses Gebäude an der Cornichonstraße (hier die Rückseite) geht es.
Unter anderem um dieses Gebäude an der Cornichonstraße (hier die Rückseite) geht es.

Die Stadtverwaltung Landau plant, bisher ausgelagerte Abteilungen in noch zu sanierenden Kasernengebäuden an der Cornichon- und der Fanny-Becht-Straße zu konzentrieren. Oberbürgermeister Dominik Geißler (CDU) verspricht sich davon eine Senkung der Mietkosten.

Ursprünglich war der Bereich um das Gebäude 001 als Erweiterungsmöglichkeit für die Uni vorgesehen, doch diese will sich auf ihre Standorte Fort und Bürgerstraße konzentrieren und keinen dritten Standort entwickeln. Zuletzt waren die Konversionsliegenschaften als mögliche Flüchtlingsunterkunft im Gespräch, hatten sich aber als nicht gut geeignet herausgestellt.

Alternativ hätten die Bestandsgebäude und ein unbebauter Grundstücksteil an der Siebenpfeiffer-Allee in der letzten Vermarktungstranche im Wohnpark am Ebenberg auf den Markt kommen können. Doch die Verwaltung ist auf etliche Standorte verteilt, und nicht alle sind optimal gelegen. Langfristig könnte Bauen zudem billiger als Mieten sein, hofft der Oberbürgermeister. Abhilfe könnte also ein neuer Verwaltungsstandort in der Südstadt schaffen. So schildern es der Oberbürgermeister und Bauamtsleiter Christoph Kamplade.

Gebäudemanagement schmiedet Pläne

Wie so etwas im Detail aussehen könnte, prüft das Gebäudemanagement (GML). Dabei könnten zusätzliche Kinderbetreuungsmöglichkeiten – über die angrenzende Kita Ponyhof hinaus – ebenso infrage kommen wie eine Kantine oder Gastronomie, möglicherweise auch Wohnen, aber das dann nur untergeordnet, sagt Kamplade.

Vorab sind zwei Voraussetzungen zu schaffen: Erstens müssten die Immobilien von der Treuhänderin DSK, der Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, ins Eigentum der Stadt übergehen, was aber nur eine Formalie ist. Zweitens müsste der für die Landesgartenschau entwickelte Bebauungsplan für einen kleinen Teil des Wohnparks – es geht um nicht einmal einen Hektar – geändert werden: vom allgemeinen Wohngebiet hin zu einem urbanen Quartier, das eine Mischnutzung erlaubt. Das entspricht den aktuellen Vorstellungen von Städtebau und soll zu einer Belebung des Viertels beitragen. Ein neuer zusätzlicherer Verwaltungssitz an der Cornichonstraße wäre gut gelegen und gut erreichbar.

Die Änderung des Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren ist eines der Themen, mit denen sich der Bauausschuss am Mittwoch befasst.

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