Landau AfD: Südpfälzer fordern Konsequenzen im Fall Lüth

Der frühere Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion Christian Lüth mit den Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Alexander Gauland
Der frühere Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion Christian Lüth mit den Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Alexander Gauland 2017.

Die Landauer AfD-Stadtratsmitglieder Christian Gies, Norbert Herrmann und Herrmann Eichhorn sowie Claus Schubert, AfD-Mitglied im Kreistag Südliche Weinstraße, fordern personelle Konsequenzen nach den Äußerungen von Christian Lüth. Der frühere Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion soll im Zusammenhang mit Migranten von „Erschießen“ und „Vergasen“ gesprochen haben. Diese Aussagen seien „an menschlicher Widerwärtigkeit“ kaum zu überbieten, schreiben die vier Kommunalpolitiker in einer Pressemitteilung. „Mit solchen Menschen wollen wir nichts zu tun haben.“ Die Partei steuere auf den politischen Abgrund zu. „Wir fordern die Partei zu einem sofortigen Kurswechsel auf.“ Auch das sei nicht neu, betont Schubert. Er und Gies hätten vor einem Jahr in einer Pressemitteilung klar vor rechten Strukturen in der Partei gewarnt. „Wir haben unsere Aussagen trotz der Kritik aus den eigenen Reihen nie zurückgenommen. Wie recht wir mit unseren Aussagen hatten, sieht man heute“, so Schubert. Herrmann fragt: „Wie viel ist der AfD-Slogan ,Mut zur Wahrheit’ wert? Dass Alexander Gauland von Lüths Aussagen gewusst und nichts unternommen hat, ist ein Skandal.“ Die vier Südpfälzer fordern personelle Konsequenzen, „alles andere wäre dem Bürger nicht zu erklären“.