Lokalsport Südpfalz Seriensieglose treffen auf beste Auswärtself

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KANDEL/ZEISKAM (kebe). In der Fußball-Verbandsliga haben der VfR Kandel und der TB Jahn Zeiskam in ihren letzten Heimspielen des Jahres am Sonntag zwei Titelanwärter zu Gast. Um 14.30 Uhr gibt der Tabellendritte SV Morlautern an der Zeiskamer Sauheide seine Visitenkarte ab, eine halbe Stunde später empfangen die Rasenspieler die zweitplatzierte SG Rieschweiler.

Kandels

zweiter Vorsitzender Edgar Keppel war mit der Leistung bei der 2:3-Niederlage beim SV Alemannia Waldalgesheim zufrieden. Er bescheinigte der Mannschaft, die Reaktion nach der blamablen 1:4-Heimpleite gegen den SC Idar/Oberstein gezeigt zu haben: „Wir haben eine deutlich verbesserte Einstellung gezeigt und sind viel konzentrierter aufgetreten“, sagt Keppel. Nach dem 2:2 boten sich drei hochkarätige Chancen zur Führung. Brücks Direktabnahme landete neben dem Gehäuse, Tolbert und Hornig liefen alleine auf den gegnerischen Torhüter zu. Zwei Spieler mussten verletzt ausgewechselt werden. Burghard Schirmer erlitt eine schwere Knieprellung, sein Einsatz morgen ist sehr fraglich. Sicher ausfallen wird Leutrim Osaj, er bekam einen Schlag auf den ohnehin lädierten Knöchel. David Wagner hat nach seinem Nasenbeinbruch grünes Licht vom Arzt bekommen. Kapitän Christian Burgstahler könnte trotz Adduktorenproblemen zumindest auf der Bank Platz nehmen. Das Trainerteam setzte nochmals neue Impulse. Das Regenerationstraining am Dienstag fiel aus, dafür wurden die beiden anderen Einheiten deutlich intensiviert. Ein Schwerpunkt lag auf der Verbesserung der Trefferquote. „Trotz zwei Treffern haben wir wieder nicht gewonnen. Wir brauchen mehr Selbstvertrauen vor dem gegnerischen Tor“, sagt Kandels Trainer Fritz Kern. Das war beim ungefährdeten 2:0-Hinspielsieg im August durch einen Doppelpack von Florian Hornig noch vorhanden. Seitdem haben sich die Vorzeichen komplett geändert. Kandel wartet seit zwölf Spielen auf einen Dreier, die Südwestpfälzer haben die sieben letzten Partien in der Fremde gewonnen. Das Team von Björn Hüther mutierte mit nahezu unveränderten Personal vom Abstiegskandidaten zum Titelanwärter. Die SGR hat die stärkste Auswärtsmannschaft der Liga. Stefan Maul (11 Treffer) sowie Maximilian Buchholz und Quincy Henderson (je 8) schossen zwei Drittel der 42 Treffer, ebenfalls Ligabestwert. Selbstbewusst konstatiert Björn Hüther: „Wir ordnen den momentanen Erfolg richtig ein und bleiben vernünftig. Dennoch wollen wir unseren Auswärtsnimbus wahren und weiter oben dran bleiben.“ Ähnlich großes Selbstvertrauen herrscht an der Zeiskamer Sauheide nach dem 6:0-Kantersieg in Offenbach. Trainer Sahin Pita sah seine taktische Marschroute umgesetzt. In einem 4-1-4-1-System sollten zwei schnelle Spieler (Christopher Koch und Domenico Bottaccio) für Verwirrung in den Offenbacher Schnittstellen sorgen. Dies gelang. „Die Mannschaft hat sich für die harte Arbeit selbst belohnt. Wir haben am vergangenen Wochenende jeden Tag trainiert“, sagt Pita. Der Bosnier fordert von seinem Team weitere Punkte aus den beiden verbleibenden Spielen im alten Jahr. Er rechnet aufgrund der Konstellation in der Oberliga mit vier Absteigern. Vom ersten möglichen Abstiegsplatz ist seine Mannschaft vier Punkte entfernt. Daher hatte Pita drei Trainingseinheiten angesetzt. „Die Mannschaft hat sich zurecht gefreut. Doch es gab letztlich nur drei Punkte, nun müssen wir nachlegen. Dies traue ich den Jungs auch gegen einen starken Gegner aus Morlautern zu“, sagt er. Der Turnerbund kann personell weitgehend aus dem Vollen schöpfen, lediglich Serkan Toker (Schulterverletzung) und Simon Stubenrauch (Leistenbeschwerden) fehlen. Die vergangenen drei Aufeinandertreffen haben die Südpfälzer verloren, alle waren hart umkämpft und wurden durch Kleinigkeiten entschieden. Beim 0:2 im Hinspiel fielen die Tore durch Vetter und Matmuja unmittelbar vor Pausen- und Schlusspfiff. Die Gäste aus der Barbarossastadt hatten nach drei Niederlagen in Folge die Tabellenführung verloren. Nach drei Siegen in Folge sind die Schwarz-Gelben wieder zurück in der Erfolgsspur. Dem 2:0-Stadtderbysieg vor 700 Zuschauern in Rodenbach folgte ein 3:0-Heimerfolg gegen den ASV Fußgönheim. SVM-Coach Karl-Heinz Halter fordert einen Sieg: „Wir müssen aus den beiden Spielen sechs Punkte holen, um oben dabei zu bleiben. Andernfalls könnte die Rückrunde zur Makulatur werden.“

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