Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Trifels: Nachfolger von Trainer Sebastian Doll steht fest

Frank Schindler
Frank Schindler

Sebastian Doll windet sich um eine Antwort, weshalb es seine letzte Saison als Trainer der HSG Trifels in der Handball-Verbandsliga ist. HSG-Spielleiter Frank Bernhard hat den Nachfolger gefunden: Frank Schindler.

Sebastian Doll sagt, er habe das in der Vorbereitung im vergangenen Sommer entschieden, sagt der 35-jährige Vorsitzende der „Freunde und Förderer des kommunalen Kindergartens“ in Ranschbach.

Der 57-jährige Frank Schindler, der in Herxheim wohnt, wollte in der Coronapandemie nichts mehr im Handball machen (Peter Geiger sollte ihn im TV Wörth ersetzen) und seinen Jüngsten, Paul, unterstützen. Der sei Sportschütze im SV Herxheim und trainiere im rheinland-pfälzischen D-Kader in Bingen oder Rheingönheim. Schindler: „Jetzt ist er 18, dann muss Papa nicht mehr dabei sein.“ Seine beiden anderen Söhne spielen Handball im Badischen.

In Ottersheim und Offenbach

Im November 2021 sprang Schindler noch mal im TV Wörth für Peter Geiger ein. Nach einem Jahr Pause kehrt er im Sommer als Trainer zurück. Er schaute sich die Trifels-Mannschaft an – „dann hat das Handballherz gelacht“. Der Spaß kam zurück, er hatte eine Idee, was daraus zu machen. In einer vergleichbaren Liga hatte er noch nicht gearbeitet – abgesehen von den zweieinhalb Jahren in Herxheim, wo seine Ältesten gespielt haben. Sein Heimatverein ist die TG Eggenstein. Hier spielte er selbst aktiv in der Landes- und Oberliga, ehe er Trainer wurde. Danach wechselte er über den Rhein und trainierte ab 2001 vier Jahre lang den TV Ottersheim. Seine nächste Station war der TV Offenbach.

Er bleibt höchstens drei, vier Jahre

In einem legt Frank Schindler sich schon fest: „Länger als drei Jahre mache ich es nicht.“ Allenfalls vier Jahre, wenn Erfolg da ist. Seine Meinung: „Nach vier Jahren ist der Trainer ausgelutscht und kann der Mannschaft nichts mehr beibringen.“ In Eggenstein sei er nach einem Aufstieg gegangen.

Im Hauptberuf ist Schindler als klassischer MSR-Techniker für Häuser eines großen Versicherungsunternehmens in Karlsruhe, Stuttgart, Frankfurt tätig. Es geht um den Betrieb technischer Anlagen und die Steuerung von Prozessen in Gebäuden. Sein Ziel in Annweiler? „Mal schauen, was wir machen können.“ Pfalzliga sollte es schon sein.

Engagement für den Kindergarten

Doll hat diesen Aufstieg nicht geschafft, was ihn ärgert. Seit 2018 trainiert er die erste Mannschaft der HSG Trifels. Für den Kindergarten engagiert er sich, weil seine Kinder ihn besucht hätten und sein Opa Karl Siener die treibende Kraft gewesen sei, dass es im 650-Einwohner-Ort einen Kindergarten gebe. Einen anderen Handballjob hat er: Trainer der A-Jugend des TV Offenbach. Heiko Pabst, im TVO Sportlicher Leiter Jugend, hatte seinen früheren Spieler bei der SG Albersweiler/Ranschbach kontaktiert.

Doll ist bei Daimler in Wörth im Logistikbereich, „im Prozesslabor“, beschäftigt. Für den ehemaligen Kreisläufer ist es nach zehn Jahren die Rückkehr in die Hölle Süd: 2013/2014 spielte Doll eine Saison unter Trainer Tobias Job in dessen erster Amtszeit beim TVO in der Oberliga. Gemeinsam mit Sellyn Fleck folgt Doll nun auf das Duo Niklas Klein/Alexander Schnetzer in der Offenbacher A-Jugend. Schnetzer wird fester Cotrainer in der ersten Mannschaft.

Sellyn Fleck als Cotrainer

Wieso also nun der Wechsel in den Jugendbereich? „Es ist eine neue Herausforderung. Mich hat die Aufgabe gereizt, junge und motivierte Spieler an den Aktivenbereich heranzuführen“, sagt Doll. Als Zuschauer konnte er sich beim 38:26-Sieg gegen Oberliga-Spitzenreiter Mülheim-Urmitz von der Qualität seiner zukünftigen Mannschaft überzeugen. In Rückraumspieler Sellyn Fleck hat er einen ihm vertrauten Cotrainer. Der 33-Jährige aus Landau möchte weiter bei der HSG Trifels am Ball bleiben, gleichzeitig seinen langjährigen Trainer und Mitspieler Doll bei seiner Arbeit im TVO unterstützen. Heiko Pabst ist zuversichtlich, mit den beiden die erfolgreiche Arbeit der jüngsten Jahre fortsetzen zu können.

Am Montag wird Doll sein erstes Training leiten. Rund vier Wochen später steht dann auch schon die Oberliga-Qualifikation für die Mannschaft auf dem Plan.

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