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Mittwoch, 14. Juni 2017 Drucken

Landau

Applaus für junge Wissenschaftler

Von der deutschen Finanz- und Haushaltspolitik in Zeiten der Eurokrise bis zu alltagsnahen Experimenten mit regionalem Bezug reichen die Arbeiten, die der Landauer Freundeskreis der Universität Landau-Koblenz heute auszeichnet. Drei Universitätspreise werden vergeben.

David Knittel

David Knittel ( FotoS: Privat )

„Es wächst weiter zusammen, was zusammen gehört“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Landau. Die Universitätspreise, die der Freundeskreis der Universität Koblenz-Landau in Landau jedes Jahr für die besten wissenschaftlichen Arbeiten vergibt, werden heute erstmals im Rathaus der Stadt verliehen. Die Feierstunde beginnt um 18 Uhr im Empfangssaal des Rathauses.

Der Preis gliedert sich in drei Kategorien: „Beste Dissertation“, „Beste wissenschaftliche Prüfungsarbeit“ und „Beste Dissertation oder wissenschaftliche Prüfungsarbeit mit regionalem Bezug“. Preisträger sind:

David Knittel. Er wird in der Kategorie „Beste Dissertation“ für seine von Siegmar Schmidt und Werner Sesselmeier vom Institut für Sozialwissenschaften betreute Arbeit „Regieren in turbulenten Zeiten – Deutsche Finanz- und Haushaltspolitik vor dem Hintergrund der europäischen Staatsschuldenkrise“ ausgezeichnet. Darin geht Knittel der weit verbreiteten These nach, dass in Krisenzeiten „die Stunde der Regierung schlägt“. Ein Blick auf die deutsche Finanz- und Haushaltspolitik während der Eurokrise der Jahre 2009 bis 2013 lasse diesen Schluss allerdings nicht zu, so Knittel in seiner Dissertation. Mit qualitativen und quantitativen Erhebungs- und Analyseverfahren arbeitet er heraus, dass der politische Handlungskorridor der schwarz-gelben Bundesregierung von Beginn an eng gewesen sei und sich im Verlauf der Krise noch weiter reduziert habe. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert und wird von der Sparkasse Südliche Weinstraße gesponsert.

Michaela van Ackeren. Sie hat die „Beste wissenschaftliche Prüfungsarbeit“ verfasst. Betreut von Anja Wildemann und Gudrun Holstein vom Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter beschreibt sie am Beispiel der Zooschule Landau, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Strategien Sprachförderung bei Kindern optimal gelingen kann. Van Ackeren hat für ihre Arbeit „Sprachförderung im außerschulischen Lernort Zoo – Qualitätsanalyse möglicher Gelingensbedingungen“ selbst Sprachförderung in der Zooschule übernommen und diese auf Video aufgezeichnet. Bei der Auswertung kommt sie zu dem Schluss, dass viele der empfohlenen Sprachförderstrategien und Techniken, wie etwa das Stellen von offenen Fragen, realisiert werden konnten, jedoch noch stärker eingesetzt werden müssten. Dies zeige, wie wichtig Fortbildungsangebote und gezielte Rückmeldungen in der Sprachförderung seien, so van Ackerens Fazit. Die Auszeichnung ist mit 500 Euro dotiert. Sponsor ist Energie Südwest.

Eva Gilsdorf. In ihrer Arbeit, die in der Kategorie „Beste Dissertation oder wissenschaftliche Prüfungsarbeit mit regionalem Bezug“ ausgezeichnet wird, hat sie sich, betreut von Björn Risch und Alexander Engl vom Institut für naturwissenschaftliche Bildung, dem „Landauer Experimentier(s)pass“ gewidmet. Der „Experimentier(s)pass“ will Kinder und Erwachsene dazu ermutigen, in ungezwungener Atmosphäre und niedrigschwellig gemeinsam zu experimentieren und an naturwissenschaftlichen Themen zu forschen. Gilsdorfs Arbeit beschreibt den „Experimentier(s)pass“ zum Thema „Zum Wohl. Die Pfalz“. Dazu wurden zwölf alltagsnahe Experimente mit regionalem Bezug entwickelt wie beispielsweise die Herstellung von Geleebonbons aus Traubensaft. Das größte Interesse zeigten die Teilnehmer laut Evaluation an dem Versuch „Leuchtende Sommernächte“, der sich mit der Fluoreszenz von Naturstoffen beschäftigt. Die Auszeichnung ist mit 500 Euro dotiert und wird von der VR-Bank Südpfalz gesponsert.

Oberbürgermeister Thomas Hirsch und Freundeskreisvorsitzender Ulrich Sarcinelli stellen die Preisträger heute bei der Feierstunde vor. |rhp/sas

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