Waldfischbach-Burgalben RHEINPFALZ Plus Artikel Zwei Spielplätze fallen weg, die anderen werden schöner

Der Spielplatz in den Bruchwiesen liegt im Fokus des neuen Konzepts.
Der Spielplatz in den Bruchwiesen liegt im Fokus des neuen Konzepts.

Vor allem in den Bruchwiesen soll sich einiges verändern: mobile Konzertbühne und Blockhütte, Wasserspielplatz und Minigolf. Mit einem Spielplatzkonzept sollen die Anlagen in Waldfischbach-Burgalben koordiniert verbessert werden.

Die Anzahl der Spielplätze von aktuell sieben auf fünf reduzieren und dafür die verbliebenen aufwerten: Das sieht das Spielplatzkonzept der Ortsgemeinde Waldfischbach-Burgalben vor, das Bürgermeister Michael Oestreicher mit seinem Beigeordneten Alexander vom Hagen am Donnerstag dem Gemeinderat präsentierte. Das Konzept traf bereits bei der ersten Präsentation auf breite Zustimmung.

Die Verantwortlichen hatten die sieben von der Gemeinde unterhaltenen Spielplätze unter die Lupe genommen und Besucheranzahl, Lage und den baulichen Zustand beurteilt. Ihr Fazit: Zwei Plätze könnten aufgegeben werden. Einmal der am Sonnenhang, der für die meisten Besucher zu tief im Wald liege. Zudem seien die Geräte teilweise veraltet, teilweise in marodem Zustand. Auch der Spielplatz in der Kapellenstraße sei verzichtbar. „Es gibt wesentlich attraktivere Orte für Kinder ganz in der Nähe“, meinte vom Hagen. Die Gemeinde könnte zudem das Gelände als Bauplätze vermarkten. „Die Nachfrage ist da“, betonte er. Am stärksten frequentiert würden die Spielplätze im Hirtenfeld und in der Bruchwiesenstraße. Sie sollten deshalb weiter ausgebaut werden. Durch den Kita-Neubau entstehe dort ein komplett neuer Platz, die Spielplätze in der Garten- und Waldstraße gelte es ebenfalls zu erhalten.

Blockhütte und Wasserspielplatz

Das Konzept geht bereits in dieser ersten Evaluierungsphase sehr ins Detail. Welche Spielgeräte können an einem anderen Ort weiterverwendet werden? Wo müssen neue Geräte angeschafft werden, und welche Altersstufen sprechen die Plätze an?

Den Fokus legt die Gemeindespitze auf den Platz in den Bruchwiesen. „Das vielfältige Angebot dort für die ganze Familie passt unserer Meinung nach ins touristische Konzept unserer Gemeinde“, sagte vom Hagen. Vorgesehen sei dort eine mobile Konzertbühne, die für Veranstaltungen genutzt und über Winter eingelagert wird. Eine Blockhütte gehört ebenso zur Planung wie ein Wasserspielplatz. Für den lägen bereits ein Konzept und die Kostenschätzung über rund 20.000 Euro vor.

Wieder Minigolf in Bruchwiesen?

Auch die Minigolfanlage in den Bruchwiesen könnte wieder zum Leben erweckt werden. „Hier müssen wir prüfen, was noch zu nutzen ist und ob das überhaupt zeitgemäß ist“, berichtete der Bürgermeister. Zur Debatte stehe zudem der Ausbau des Volleyball-Platzes. „Den Bedarf für die Tischtennisplatten dagegen sehen wir nicht unbedingt“, führte Oestreicher an. Die würden zurzeit eher von Jugendlichen als Abstellplatz für Party-Vorräte genutzt. Was den Verantwortlichen ebenfalls am Herzen liegt: „Wir sollten darüber nachdenken, das Angebot für Wohnmobil-Stellplätze zu erweitern und dann eventuell auch Gebühren erheben“, meinte vom Hagen.

„Das ist das beste Konzept, das wir je hatten“, meinte Sven Scholz (BWB). Eine Umsetzung werde den Tourismus ein großes Stück weiterbringen, betonte er. Auch CDU-Fraktionssprecher David Bernhard lobte die Ausführungen. „Wichtig ist jetzt, dass sich die Eltern einbringen und ihre Ideen an die Ortsvertreter liefern“, sagte er. Lisa Mootz (SPD) brachte für die Bruchwiesen die Sicherung für Kleinkinder hin zum Schwarzbach zur Sprache.

Pumptrack für Mountainbiker

Kontrovers diskutiert wurde, ob und wie das Angebot für Jugendliche attraktiver werden kann. Ein früher angedachter Pumptrack, eine spezielle Strecke für Mountainbikes, könne die Jugendlichen von den Supermarktplätzen fernhalten, meinten einige Ratsmitglieder.

Schon 2017 sei über ein Spielplatzkonzept für die Gemeinde diskutiert worden, erinnerte Oestreicher. Damals habe es die Zusage für einen 12.000-Euro-Zuschuss der Daniel-Theysohn-Stiftung gegeben. „Diese wäre inzwischen eigentlich verfallen“, sagte er. Es sei aber gelungen, eine Verlängerung bis Ende dieses Jahres zu erhalten. Im aktuellen Haushalt seien bereits 30.000 Euro für die Spielplätze eingestellt, zusätzliche 10.000 könnten für einen Outdoor- und Bewegungsplatz fließen.

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