Kröppen RHEINPFALZ Plus Artikel Zwei Platzprobleme auf einmal lösen

Im Kröpper Neubaugebiet „In den Stockwiesen“ haben die Arbeiten für den Bau eines Supermarkts begonnen. Die Gemeinde lässt prüfe
Im Kröpper Neubaugebiet »In den Stockwiesen« haben die Arbeiten für den Bau eines Supermarkts begonnen. Die Gemeinde lässt prüfen, ob man dort ein Gemeindezentrum bauen kann.

In Kröppen fehlt es an öffentlichen Räumen. Es gibt keinen Ratssaal, keinen Raum für öffentliche Veranstaltungen und kein Bürgermeisterbüro. Deshalb gab der Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie für ein multifunktionales Gemeindebedarfszentrum im Neubaugebiet „In den Stockwiesen“ in Auftrag.

Einstimmig vergab der Rat am Donnerstagabend die Machbarkeitsstudie an das Architekturbüro Blanz aus Landstuhl. Die Studie ist eine Vorstufe zur konkreten Planung. Mit ihr will man Planungssicherheit erhalten. Der öffentlichen Sitzung war ein 72-minütiger nichtöffentlicher Teil vorausgegangen, in der Gebäudemanager Dieter Stichler von der Verbandsgemeindeverwaltung Pirmasens-Land zusammen mit Ortsbürgermeister Steffen Schwarz darauf verwiesen hatte, dass im Kindergarten größere Umbauten erforderlich sind, um den Anforderungen des Gute-Kita-Gesetzes gerecht zu werden. Die Studie soll deshalb zwei Aspekte betrachten: ein multifunktionales Gemeindehaus mit und ohne Kindergarten. Im Haushalt 2020 ist ein Betrag von 20.000 Euro für die Studie vorgesehen.

Weniger Aushub

Der Rat hat der Änderung der gerade erst beschlossenen Straßenplanung im Neubaugebiet „In der Stockwiese“ zugestimmt. Ingenieur Detlev Mengler vom Projektentwickler GWO erläuterte, dass mit einer Erhöhung der Straßenböschung auf 45 Grad die Aushubmenge an Lehmboden von 1700 auf 1100 Kubikmeter reduziert werden könnte. Aufgrund der hohen Entsorgungspreise für Lehmboden könnten damit Baukosten eingespart werden. Die Böschung soll mit Matten gesichert werden. Unter der Maßgabe, dass der Gemeinde keine Mehrkosten bei der Straßen- und Grundstücksunterhaltung sowie der entsprechenden Nutzung entstehen, stimmte der Rat bei vier Enthaltungen zu.

Dank an Spender

Schwarz informierte, dass die Verkehrsinsel in der Straße „Im Weißfeld“ entfernt und die freie Fläche gepflastert wurde. Die Wiederaufnahme der Arbeiten am Spielplatz bei der Kirche sei erfolgt. Er dankte den Spendern für das Schild bei der ehemaligen Zollstation, mit dem die französischen Nachbarn begrüßt werden, und dem Obst- und Gartenbauverein für die Blumen für die örtlichen Pflanzkübel.

Haushalt: Geld für Lampen, Spielgeräte und Bauhof

„Der Doppelhaushalt 2020/2021 enthält die Dinge, welche der Rat beschlossen hat. Er bewegt sich in etwa auf dem gleichen Niveau wie der Doppelhaushalt für die Jahre 2018/2019. Er bringt als größte Maßnahme die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, die ich mit 153.000 Euro in Ansatz gebracht habe.“ Diese Sätze standen am Beginn der anschaulichen neunseitigen Erläuterung des Finanzsachbearbeiters der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land, Daniel Goedel. Der Ergebnishaushalt sieht für dieses Jahr ein Minus von 106.000 Euro vor, das sich im kommenden Jahr auf 126.000 Euro erhöhen wird. Beim Finanzhaushalt bewegt sich das Minus bei der freien Finanzspitze in diesem Jahr bei 69.000 Euro und im kommenden Jahr bei 94.000 Euro.

In zehn Jahren ist die Ortsgemeinde um 74 auf jetzt 691 Einwohner geschrumpft. Die Darlehensschulden beliefen sich Ende 2019 auf 132.000 Euro und die Verbindlichkeiten bei der Verbandsgemeindekasse auf 321.101 Euro. Neben der Straßenbeleuchtung investiert die Gemeinde 10.000 Euro in Spielgeräte, 60.000 Euro sind für Anschaffungen für den Bauhof vorgesehen, für die Beseitigung des Niederschlagswassers im Gewerbegebiet fallen 10.000 Euro an. Einstimmig nahm der Rat das Zahlenpaket an.

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