Südwestpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Weihnachtsbaum-Verkauf mit Auflagen

Das Angebot vom Forst, Weihnachtsbäume selbst zu schlagen, ist dieses Jahr gering.
Das Angebot vom Forst, Weihnachtsbäume selbst zu schlagen, ist dieses Jahr gering.

Am Sonntag ist der erste Advent und in vielen Familien wird wieder über den Kauf eines Weihnachtsbaumes beraten. Die RHEINPFALZ hat bei den Forstämtern in der Südwestpfalz nachgefragt, wie es in diesem mit dem Weihnachtsbaum-Verkauf aussieht.

Der Weihnachtsbaum-Verkauf 2020 ist von zwei Vorzeichen geprägt: von der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen, vor allem beim Rahmenprogramm und beim Aspekt der Nachhaltigkeit. Alle Anbieter von Weihnachtsbäumen weisen auf das Tragen einer Mund-Nasen-Maske hin und auf Beschränkungen bei der Anzahl der Kunden, die sich auf dem jeweiligen Gelände aufhalten. Individuelle Lösungen seien ausgearbeitet und Hygienekonzepte entwickelt worden, hieß es. Viele Anbieter verzichten außerdem auf die „Einnetzung“ der Bäume, um Plastikmüll zu vermeiden. Ganz hoch im Kurs stehen auch dieses Jahr wieder die Nordmannstannen.

Forstamt Hinterweidenthal

Bernhard Klein vom Forstrevier Wilgartswiesen organisiert dieses Jahr den Weihnachtsbaumverkauf am 12. Dezember von 10 bis 14 Uhr an der Wilgartswieser Falkenburghalle. „Wir bieten ausschließlich frisch geschlagene Nordmannstannen an“, so Klein. Der Preis bleibt im Vergleich zu den Vorjahren stabil: 15 Euro kostet der laufende Meter. Warum die Kunden dieses Jahr ihr Baum nicht selbst schlagen können, hat eine lapidare Ursache: „Wir haben einfach nicht genügend Bäume in entsprechender Größe auf den uns zur Verfügung stehenden Flächen, um sie selbst zu schlagen“, sagt Klein. Er weist darauf hin, dass ein Glühweinverkauf wegen der Pandemie nicht stattfindet. Ein mit der Kreisverwaltung abgestimmtes Hygienekonzept werde umgesetzt. „Womöglich organisieren wir einen kleinen Basar“, so Klein.

Tipp: Altes Bettlaken mitnehmen

Sein Kollege vom Forstrevier Hinterweidenthal, Axel Werner, veranstaltet ebenfalls am 12. Dezember den Weihnachtsbaumverkauf. Pandemiebedingt kürzer als üblich von 9 bis 11 Uhr und ohne Rahmenprogramm können Bürger ihre Nordmanntanne auf dem Dreschplatz, angrenzend an den Dorfpark in der Straße „In den Birken“, erwerben. „Die Bäume sind zwischen 1,30 Meter und 2,30 Meter und kosten, je nach Größe, zwischen 20 und 35 Euro“, informiert der Förster. Er empfiehlt, ein altes Bettlaken mitzunehmen. „Damit können die Bäume eingewickelt werden. Es erfüllt den gleichen Zweck wie ein Plastiknetz und ist nachhaltig“, erklärt er die pfiffige Idee. Für die Hinterweidenthaler, die ihr Bäumchen nicht transportieren können, wird auf Wunsch ein Transportservice eingerichtet. „Wir wollen trotz Corona gewährleisten, dass Hinterweidenthaler Bürger nicht auswärts fahren müssen, um ihren Weihnachtsbaum zu kaufen“, erklärt Werner, der ebenso wie sein Kollege Klein seit Jahren Weihnachtsbaum-Verkäufe veranstaltet.

Forstamt Westrich

Im Bereich des Forstamtes Westrich ist in Birkhausen bei Zweibrücken von Revierförsterin Maria Jäger ein Weihnachtsbaumverkauf am 12. Dezember terminiert. Besucher können sich von 10 bis 15 Uhr ihren Weihnachtsbaum, Nordmannstannen, selbst schlagen. Der Weihnachtswald befindet sich unweit des Gestütes Birkhausen.

Forstamt Dahn

„Wir bieten einen sehr kleinen Weihnachtsbaumverkauf an“, informiert der Büroleiter des Forstamtes Wasgau in Dahn, Lothar Wolf. Am 13. Dezember können Bürger am Pflanzgarten unweit des Schöntalweihers bei Ludwigswinkel von 10 bis 16 Uhr ihren Weihnachtsbaum selbst schlagen: „Axt und Säge bitte selbst mitbringen“, sagt Wolf. Die Nordmänner sind bis zu vier Meter groß und kosten je nach Länge zwischen 15 und 50 Euro.

Forstamt Johanniskreuz

Drei Tage lang, vom 11. bis 13. Dezember, jeweils von 10 bis 16 Uhr, dauert der Weihnachtsbaumverkauf des Forstamtes Johanniskreuz rund ums Haus der Nachhaltigkeit. „Die Besucher können ihren Baum selbst schlagen, bitte an Handschuhe und Handsäge denken“, informiert Förster Martin Jung, mitverantwortlich für den Verkauf. Neben den Nordmännern gibt es auch Edeltannen. Der Preis wird sich um 20 Euro pro Laufmeter bewegen, teilt Jung mit. Entsprechend des Hygienekonzeptes gibt es getrennte Ein- und Ausgänge für Besucher und die Anzahl derer, die gleichzeitig zu Werke gehen, wird begrenzt. „Höchstens 500 Besucher gleichzeitig, aber die Zahl haben wir in den vergangenen Jahren nicht erreicht“, so Jung. Sollte der ein oder andere Besucher beim „Fällen“ seines Baumes Probleme haben, stehen Forstmitarbeiter zur Seite. Die Größe der Bäume reicht von 1,50 bis etwa 3,50 Meter.

Der Glühweinverkauf muss entfallen. Das Haus der Nachhaltigkeit ist geöffnet.

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