Thaleischweiler-Wallhalben RHEINPFALZ Plus Artikel Patrick Sema zwingt den Amtsinhaber in die Stichwahl

Amtsinhaber Thomas Peifer (CDU) wurde wegen Corona per Videokonferenz zugeschaltet. Er und Patrick Sema (SPD) gehen in zwei Woch
Amtsinhaber Thomas Peifer (CDU) wurde wegen Corona per Videokonferenz zugeschaltet. Er und Patrick Sema (SPD) gehen in zwei Wochen in die Stichwahl. Martin Eichert (rechts, FWG) und Sebastian Schäfer (links, FDP) sind als Dritt- und Viertplatzierte dagegen aus dem Rennen ausgeschieden.

Die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner gratulierte Thomas Peifer am Sonntagabend bereits zur Wiederwahl als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben. Kurz darauf bemerkte die Pressestelle den Irrtum, und sie zog die Glückwunschmail zurück: Es kommt zur Stichwahl. Thomas Peifer gegen Patrick Sema.

Amtsinhaber Thomas Peifer (CDU) oder Herausforderer Patrick Sema (SPD) – zwischen diesen beiden Kandidaten wird sich in zwei Wochen in der Stichwahl entscheiden, wer ab Juli Bürgermeister der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben ist. Im ersten Wahlgang erhielt Peifer 44,8 Prozent der Stimmen, Sema vereinigte 35,6 Prozent der Stimmen auf sich.

Vier Kandidaten hatten sich um das Amt beworben. Für Martin Eichert (FWG/14,5 Prozent) und Sebastian Schäfer (FDP/5,1 Prozent) ist der Wahlkampf vorbei. Eichert gratulierte Sema als Erster zu dessen Wahlergebnis und zum Einzug in die Stichwahl.

Thomas Peifer ist trotzdem zufrieden

Corona war ein großes Thema bei dieser Wahl. Auch einige Mitarbeiter fielen Corona-bedingt kurzfristig aus. Verbandsbürgermeister Thomas Peifer, selbst positiv getestet, war per Videoschalte bei der Stimmauszählung dabei. Mit dem Wahlergebnis war er zufrieden. „Ich habe in vielen Wahlbezirken gewonnen“, resümierte er und ergänzte: „Ich hoffe, dass ich mich am Mittwoch freitesten kann.“ Ihm gehe es soweit gut.

Sema gratulierte Peifer per Videoübertragung. „Ich bin ganz ehrlich, die Stichwahl war das Minimalziel“, bekannte er. Die Frage sei gewesen, wie es mit der FWG aussieht, „die schon eine starke Fraktion im Rat hat“. Ein paar Prozentpunkte mehr, „hätte ich mir schon vorgestellt“, bekannte FWG-Kandidat Martin Eichert. Der Vermessungsingenieur beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum ergänzte schmunzelnd: „Mein Chef ist sicher froh, dass ich weiter bei ihm arbeite.“

Schäfer ist froh, dass es mehr als 1,8 Prozent wurden

Nach Mainz zur Landtagsfraktion der FDP, die sein Arbeitgeber ist, fährt wieder Sebastian Schäfer. Auch er hätte sich den ein oder anderen Prozentpunkt mehr gewünscht, „aber es war mir wichtig, Flagge zu zeigen, und unterm Strich ist es okay“, sagte er. Er hatte nach dem ersten Ergebnis, das einlief – aus Labach –, noch gescherzt: „Ein paar Prozent mehr dürfen es schon werden.“ 1,8 Prozent hatte Schäfer in diesem Wahlbezirk. Es wurden mehr Stimmen, aber mit jedem ausgezählten Stimmbezirk zeichnete sich die Stichwahl zwischen Peifer und Sema deutlicher ab. „Ich bin von einer Stichwahl ausgegangen“, sagte der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Tobias Dressler, der die Stimmauszählung gemeinsam mit den Kandidaten im Rathaus in Thaleischweiler-Fröschen verfolgte.

Ob FWG und FDP für die Stichwahl in zwei Wochen eine Wahlempfehlung abgeben, wird sich in der kommenden Woche entscheiden. „Wir werden uns dieser Tage zusammensetzen und entscheiden, ob, und wenn ja, für wen“, sagte Schäfer. Bei der FWG wird auch zum nächsten Wochenende hin die Entscheidung fallen. „Wir setzen uns am Freitag zusammen und werden darüber reden“, sagte Eichert. Er geht davon aus, „dass es eine Empfehlung geben wird“.

Dann war da noch…

…die Gratulation der CDU-Landesvorsitzenden Julia Klöckner. Sie gratulierte Thomas Peifer am Sonntagabend bereits zur Wiederwahl. „Ich wünsche Thomas Peifer alles Gute für die weitere Amtszeit und eine glückliche Hand“, ließ Klöckner dem Amtsinhaber ausrichten und hatte dabei offensichtlich übersehen, dass es der absoluten Mehrheit bedurft hätte, um die Wahl bereits im ersten Durchgang zu entscheiden. Über Thomas Lachmann, den Leiter Kommunikation der Landes-CDU wurden die Glückwünsche öffentlich verbreitet. Kurz darauf zog er die Meldung zurück.

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