Reifenberg RHEINPFALZ Plus Artikel Im Vergleich zu anderen geht’s Reifenberg gut

Rechts vom Weg sollen anonyme Urnenbestattungen möglich sein. Auf der freien Fläche links sollen fünf Bäume gepflanzt werden. Da
Rechts vom Weg sollen anonyme Urnenbestattungen möglich sein. Auf der freien Fläche links sollen fünf Bäume gepflanzt werden. Das Foto zeigt den Reifenberger Thomas Simon.

Reifenberg „steht finanziell relativ gut da gegenüber vielen anderen Gemeinden in der Verbandsgemeinde und im Landkreis“. Das sagt Dirk Kattler, seit diesem Jahr Leiter der Finanzabteilung der Verbandsgemeinde. Reifenberg habe hohe Rücklagen und schon 2023 wieder Geld zur freien Verfügung, sagte Kattler. Er ist Nachfolger von Anna-Maria Dockweiler, die in Ruhestand gegangen ist.

Im aktuellen Haushalt, dem der Gemeinderat am Donnerstag einstimmig zustimmte, setzt die Gemeinde drei Schwerpunkte: den Ausbau der Ortsdurchfahrt, die Erweiterung des Kindergartens und die Erschließung des Neubaugebiets. Hierfür stehen zwar Ansätze im Haushalt, die spiegeln aber nicht das wider, was Reifenberg am Ende bezahlen muss. Zum einen gibt es Zuschüsse, zum anderen stehen die tatsächlichen Kosten noch gar nicht fest, oder es ist noch nicht klar, was genau gemacht wird. Die 790.000 Euro für den Kindergarten etwa sind die Maximalsumme, die in einer Machbarkeitsstudie genannt wurde. Die 200.000 Euro fürs Baugebiet bekommt die Gemeinde durch die Grundstücksverkäufe wieder zurück. Die 700.000 Euro für die Bushaltestellen und die Gehwege in der Ortsdurchfahrt zahlen teilweise die Einwohner über die wiederkehrenden Beiträge, und die 50.000 Euro für Leerrohre in Garten-, Post- und Kolbengartenstraße sollen einmal die Firmen erstatten, die sie später für Glasfaseranschlüsse nutzen.

Zu diesen drei Schwerpunkten kommen Investitionen auf dem Friedhof, wo weitere Grabformen angeboten werden sollen. Auf der rechten Seite, bei der Hecke, sollen anonyme Urnenbestattungen möglich sein. Dabei wird die Urne in den Boden eingelassen, ohne dass erkennbar ist, wo sie ist. Die Namen und Daten der Verstorbenen werden mit einer Plakette an einem Findling angebracht.

Weiter hinten, ebenfalls auf der rechten Seite, wo früher die Kindergräber waren, sollen Rasen-Sargbestattungen möglich sein. Vorne am Weg sind bereits Rasen-Urnengräber. Das sind Gräber mit einer Namensplatte, aber ohne Einfassung und Grabschmuck. Diese Fläche wird noch begradigt.

Außerdem kauft die Gemeinde eine weitere Urnenstele, die an den Priestergräbern aufgestellt wird. Auf der großen, mittlerweile leeren Fläche im vorderen Bereich zwischen den Wegen sollen fünf Laubbäume gepflanzt werden, die zum Friedhof passen.

Bürgermeister Pirmin Zimmer erwähnte außerdem Investitionen in einen Mehrgenerationenplatz in der Ortsmitte und in die Spielplätze.

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