Dahn / Hauenstein / Rodalben
Denzer: Bäder könnten sich zusammenschließen
Die Verantwortlichen der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland waren am Mittwoch im Bad unterwegs, um die Gegebenheiten vor Ort mit der Hygieneverordnung des Landes, die am späten Montagabend veröffentlicht wurde, in Einklang zu bringen. „Über ein daraus resultierendes mögliches Konzept werden wir kommende Woche informieren“, erläuterte Verbandsbürgermeister Michael Zwick (CDU).
Kritik am Land
„Ich werde dem Rat das Hygienekonzept des Landes vorlegen, damit klar wird, unter welch herausfordernden Bedingungen das Bad überhaupt öffnen kann“, erklärt Hauensteins Bürgermeister Michael Zimmermann (CDU). Eine abschließende Entscheidung, ob und wann das Bad öffnet, „werden wir in der Sitzung nicht treffen“, ergänzt er. Die Anforderungen seien hoch, und es sei für die Verantwortlichen vor Ort problematisch, „dass das Land erklärt, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt die Bäder öffnen können, aber erst einen Tag vor dem möglichen Öffnungstermin die Hygieneregeln mitteilt, unter denen das möglich ist“, bemängelt Zimmermann. Nachdem die Regeln nun vorliegen, werde geprüft, „ob und wenn ja, wie diese Regelungen in unserem Bad umsetzbar sind“, erläutert der Bürgermeister. Sollte es machbar sein, „müssen wir uns aber auch ganz ehrlich mit der Frage der Kosten befassen“, gibt er zu bedenken.
Bei einem Ortstermin der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, bei dem die Öffnung des Bergbads in Heltersberg geprüft wurde, zeigte sich, dass die Umsetzung der Hygieneregeln viel zusätzliche Organisation und erheblich mehr Personal erfordern – bei deutlich weniger Gästen, die das Bad besuchen dürfen.
Einander aushelfen
Die Problematik des Personals, das benötigt wird, um Becken und Liegeflächen zu beaufsichtigen, „muss bei uns zunächst geklärt werden“, sagt Rodalbens Verbandsbürgermeister Wolfgang Denzer (SPD). Deshalb soll schon mal geprüft werden, „ob sich genügend Personal findet, um diese Voraussetzung für eine Badöffnung erfüllen zu können“. Denzer stimmte sich am Mittwoch mit den Beigeordneten dahingehend ab, dass sich der Verbandsgemeinderat in einer Sondersitzung ausschließlich mit der Badöffnung befassen soll. Der Wille, das Bad zu öffnen, sei gegeben. Aber „wir müssen genau prüfen, ob und wie sich das umsetzen ließe“, sagt Denzer und verweist zum Beispiel auf das Problem, dass das Freibad Biebermühle an der Landesstraße 477 liegt, was die Zugangsregelung deutlich erschwere.
Denzer möchte noch mal das Gespräch mit den Bürgermeisterkollegen suchen. Für ihn wäre es eine Überlegung wert, enger zu kooperieren und sich auf die Öffnung bestimmter Bäder zu einigen. Personal aus den geschlossenen Bädern könnte in den anderen eingesetzt werden, um dort einen reibungslosen Betrieb zu ermöglichen.