Billigheim-INgenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Freibad im Klingbachtal: Öffnung mit Hindernissen

Irgendwo im Bereich des Spaßbeckens muss ein Leck sein.
Irgendwo im Bereich des Spaßbeckens muss ein Leck sein.

Das Freibad in Ingenheim startet am Samstag in die Badesaison. Anvisiert war der 12. Juni als Eröffnungstermin schon länger. Aber bis zum Donnerstag war nicht sicher, dass das Schwimmen im Freibad im Klingbachtal in diesem Jahr überhaupt möglich sein wird. Schuld war aber ausnahmsweise nicht das Coronavirus.

„Wir können am Samstag öffnen, aber leider nicht das ganze Bad“, sagt Ortsbürgermeister Dietmar Pfister. Das Spaßbecken müsse bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Grund sind Wasserverluste. Irgendwo muss es im Bereich des Erlebnis- und Freizeitbeckens ein Leck geben, aber das muss erst noch gefunden und im Optimalfall geflickt werden.

Die Vorbereitungen für die Schwimmbadöffnung laufen seit gut drei Wochen. Bereits Anfang dieser Woche waren die Becken mit Wasser gefüllt. Das im Jahr 1987 neu gebaute Bad verfügt über ein Schwimmerbecken, ein Erlebnis- und Freizeitbecken sowie einen Wasserbereich für Kleinkinder. Als alle Becken gefüllt waren, traten die Probleme zutage. „Die Gemeindewerke haben festgestellt, dass wir pro Tag einen Wasserverlust von 40 bis 50 Kubikmeter haben“, berichtet Pfister. Die Problemzone konnte rasch lokalisiert werden. Irgendwo im Bereich des Erlebnis- und Freizeitbeckens geht das Wasser verloren.

Spezialfirma soll Leitungen untersuchen

Ein Teil des Wassers wurde abgelassen, dann wurde in den vergangenen Tagen alles untersucht. Unter anderem befuhr einen Spezialfirma mit einer Kamera das Leitungsnetz. Dadurch weiß man sicher, welche Leitungen intakt sind. Das Leck wurde aber nicht gefunden. „Es gibt einen Bereich, den die Firma mit ihrer Kamera nicht befahren konnte und vermutlich genau dort ist etwas kaputt“, sagt Pfister.

Ihre Hoffnung setzen Schwimmmeister Peter Schumacher und Ortschef Pfister nun auf eine andere Spezialfirma, die Anfang kommender Woche ein Gasgemisch durch die Leitungen schießen wird. Die Chancen stehen gut, dass damit das Leck entdeckt wird. „Hoffentlich ist das Loch außerhalb des Beckens“, sagt Pfister. Dann könnte man den Schaden relativ zügig reparieren und das Spaßbecken öffnen. „Ist das Loch unter dem Becken, dann wird es schwierig“, so Pfister. Und teuer.

Bis zu 300 Badegäste sind zugelassen

Schon länger ist klar, dass das Freibad im Klingbachtal generalsaniert werden muss. Im vergangenen Herbst hat der Gemeinderat ein Büro damit beauftragt, eine Studie zu erstellen, um den genauen Sanierungsbedarf zu ermitteln. Schon da war klar, dass die gefliesten Beckenköpfe sowohl im Schwimmer- als auch im Spaßbecken saniert werden müssen. Zudem wurde festgestellt, dass das Schwimmerbecken in Richtung Klingbach abgesackt ist. Dass die Technik und die Rohrleitungssysteme überprüft werden müssen, war auch damals schon klar.

Aber die Sanierung ist Zukunftsmusik, in diesen Tagen muss improvisiert werden. „Wir werden einen Teil des Schwimmerbeckens abtrennen“, kündigt Pfister an. Etwa zwei Drittel sollen den Schwimmern gehören, in einem Drittel des Beckens dürfen Kinder und Jugendliche toben. „Wir wollen ja jedem den Schwimmbadbesuch ermöglichen“, so Pfister.

Ansonsten gilt das Hygienekonzept aus dem Vorjahr mit Abstandsgebot und Maskenpflicht in bestimmten Bereichen. Das habe sich bewährt, so Pfister. Ein Sicherheitsdienst überwacht die Einhaltung der Regeln. 300 Badegäste sind zugelassen. Geöffnet hat das Bad täglich von 10 bis 19 Uhr. Es gelten dieselben Eintrittspreise wie im vergangenen Jahr.

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