Annweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Erhöhtes Risiko durch B10: Feuerwehr muss aufrüsten

Regelmäßig übt die Feuerwehr auch in den B10-Tunneln den Katastrophenfall.
Regelmäßig übt die Feuerwehr auch in den B10-Tunneln den Katastrophenfall.

Ein Besuch bei der Landeskontrollbehörde hat die Annweilerer Feuerwehr ganz schön in die Bredouille gebracht. Jetzt muss der Fuhrpark schnell aufgestockt werden. Hintergrund ist die B10. Deswegen wollen die Verantwortlichen vor Ort, dass sich der Bund an den Kosten beteiligt.

Anfang des Monats stand für die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Annweiler ein Besuch bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier an. Mit überraschendem Ergebnis. Und zwar nicht im guten Sinne. Wehrführer Bernd Pietsch musste auch erst einmal schlucken. Denn die Landesbehörde hat die Messlatte nach oben gelegt. Und zwar wegen der B10: Die Tunnel werden nun als Unfallschwerpunkt und Nadelöhr anders bewertet als zuvor. Und das bedeutet höhere Anforderungen an die Ausstattung der Feuerwehr. Da nutzt es wenig, dass Annweiler in einer anderen Risikoklasse wegen des Wegfalls des Krankenhauses im Sommer herabgestuft wurde.

Danach begann bei den Verantwortlichen sofort ein Bäumchen-wechsel-dich-Gedankenspiel. Denn eigentlich sollte die nächste Fahrzeug-Neubeschaffung noch etwas auf sich warten lassen. Doch nun muss schnell gehandelt werden. Deswegen werden ein Kauf vorgezogen und ansonsten innerhalb der Wehren im Trifelsland Fahrzeuge hin- und hergeschoben. Das Ergebnis kurz zusammengefasst: Die Wehr Rinnthal erfüllt die Mindestausstattung nicht mehr. Dort fehlt ein Löschfahrzeug.

B10: Sollte sich Bund an Feuerwehr-Kosten beteiligen?

Weil solch eine hohe Ausgabe auf die Schnelle nicht zu stemmen wäre, zieht die Verbandsgemeinde die Ersatzbeschaffung für ein Tragkraftspritzenfahrzeug für 180.000 Euro in Silz vor. Das alte Gefährt wird von Silz nach Ramberg umgestellt. Und das dortige Löschfahrzeug kommt dafür nach Rinnthal. In Zukunft werden noch ein paar weitere Verschiebungen und Anschaffungen wegen der neuen Risikobewertung anstehen. Aber dafür muss sich die Verbandsgemeinde Annweiler erst einmal ein Planungskonzept von einem externen Büro erstellen lassen. Kosten allein dafür: weitere 40.000 bis 50.000 Euro.

Angesichts der anstehenden Ausgaben wurde schnell die Forderung aus dem Gremium laut, dass sich der Bund als Träger der B10 auch an den Kosten für die Feuerwehr beteiligen sollte. Schließlich seien die Tunnel maßgeblich für die neue Risikobewertung. Burkhart stimmte Grünen-Fraktionschef Werner Schreiner zu und verkündete im gleichen Atemzug, dass er bereits den Landesbetrieb Mobilität (LBM) angeschrieben und zu diesem Thema ein Gespräch erbeten habe.

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