Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel „Soundwerkstatt“: Im Regen getanzt

Stand als erster hinter dem Mischpult: DJ Eddi Rodriguez.
Stand als erster hinter dem Mischpult: DJ Eddi Rodriguez.

Kann man den Hof eines Kfz-Betriebes in eine Open-Air-Disco verwandeln? Ja, kann man. Gut sogar. Das hat Patrick Jacobi am Samstagabend bewiesen. Er hat seine „Soundwerkstatt“ im Kuseler Industriegebiet veranstaltet.

Wer am Samstag ab 16 Uhr im Industriegebiet unterwegs war, konnte auch aus etwas Entfernung die wummernden Bässe hören, die sich vom Hof von Kfz-Technik Viklund ausbreiteten. Bis 24 Uhr sorgten dort vier DJs, darunter Organisator Patrick Jacobi selbst, für Stimmung bei den Gästen. Den Anfang machte DJ Eddi Rodriguez, danach legte DJ Pad-X auf. Headliner des Abends war DJ Sasch BBC – bekannt aus dem Mannheimer „Hafen 49“ und von der „Time Warp“.

Industrieller Charme

Die Gäste kamen anfangs noch etwas zögerlich. „Aber je später es wurde, desto mehr hat sich der Platz gefüllt. Ich bin mit der Resonanz sehr zufrieden“, bilanzierte Jacobi, der mit seinem Label Klangfragment schon mehrfach die Electronic-Castle-Party auf der Burg Lichtenberg organisiert hat.

Der Veranstalter hatte sich mit seinen Helfern viel Mühe gegeben, den Hof in eine Open-Air-Disco zu verwandeln. Und so fanden die Besucher eine ansprechend gestaltete Location vor, die kaum noch an den Hof einer Kfz-Werkstatt erinnerte – aber dennoch einen gewissen industriellen Charme versprühte.

Dafür sorgten unter anderem kleine, alte Ölfässer, die in einen Reifen gestellt als Beistelltische zwischen Liegestühlen dienten. Bier oder Cocktail, dazu eine Baguette-Variation: Strand- meets Industrial Style. Vor der Bühne und auf dem Hof waren die Sitzgelegenheiten und Stehtische zumeist unter Pavillons verteilt. Gut so: Gegen 19.45 Uhr waren sie besonders bei den Besuchern beliebt, denn ausgerechnet kurz bevor Headliner DJ Sasch BBC hinter dem Mischpult ans Werk ging, öffnete der Himmel kurz seine Schleusen.

Doch der Schauer tat der Stimmung keinen Abbruch. Während sich die meisten Gäste unter die Pavillons oder das Vordach des Ausschankwagens verzogen und dort zu den Beats im Takt wippten, ließen sich einige von den paar Tropfen von oben überhaupt nicht beeindrucken und tanzten einfach vor der Bühne im Regen weiter.

Positive Rückmeldungen

Und rund 45 Minuten später ließ der Regen auch schon wieder nach. „Mit dem Wetter hatten wir echt Glück“, sagte Jacobi am Sonntag erleichtert. „Dabei haben wir aufgrund der Wetterprognosen tatsächlich kurz überlegt, die Veranstaltung abzusagen. Ich bin aber froh, dass wir es nicht getan haben.“ Von den Besuchern habe er viel Zuspruch bekommen, berichtete Jacobi. Die meisten seien einfach froh gewesen, dass sie mal wieder ausgehen und feiern konnten.

Pünktlich um 24 Uhr wurde die Musik-Anlage ausgeschaltet. Aber Schluss war damit noch nicht: „Wir haben den Abend dann noch gemütlich ausklingen lassen. Die letzten Gäste sind so gegen 0.45 Uhr nach Hause“, sagte Jacobi, der am Sonntag noch Aufräumarbeiten zu erledigen hatte.

Weitere Veranstaltungen hat er schon in Planung: Laketronic heißt es am 7. August am Ohmbachsee, Electronic Castle soll es wieder am 4. September auf der Burg Lichtenberger geben.

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