Spiel der Woche
Kein schönes, aber ein packendes Spiel ohne Sieger
Der Tabellendritte Burglichtenberg hat somit weiterhin einen Punkt Rückstand auf die SG. Drei Spieltage vor dem Saisonende hat Herschweiler-Pettersheim die besten Aussichten, sich den Relegationsplatz für das Aufstiegsspiel zu sichern. Die Meisterschaft dürfte dem Tabellenführer SG Hüffler/Wahnwegen hingegen schwer zu nehmen sein. Die SG gewann zeitgleich gegen die SpVgg Glanbrücken mit 2:0.
In der Begegnung zwischen Burglichtenberg und Herschweiler-Pettersheim hatten die Gäste bedeutend mehr Spielanteile. Im Sturm zeigten die Stürmer des SV, Sebastian Sieche und Maximilian Schmöger, viel Einsatzwille. Doch immer wieder schlossen sie verheißungsvolle Torchancen überhastet ab. Die TSG agierte aus einer sicheren Abwehr und versuchte durch Konter zum Erfolg zu kommen. Meist zeigte sich die Abwehr des SV um Spielertrainer Yannick Schording sehr aufmerksam. Die größten Torchancen hatte bei seinen Vorstößen trotzdem Burglichtenberg. In der 42. Minute war die Gästeabwehr einmal unaufmerksam, so dass Gästetorhüter Jonas Böhnlein nur knapp vor dem heraneilenden Stürmer Janis Huber an den Ball kam. Der Schuss prallte jedoch gegen den Stürmer und flog im hohen Bogen in Richtung Tor und schließlich gegen den Querbalken.
Freistoß ins Aus
In der zweiten Spielhälfte zirkelte Felix Dörr in der 57. Minute einen Schuss von der Strafraumgrenze an die Latte. Immer wieder drängte der SV auf den Führungstreffer. Freistoß für Freistoß segelten ohne Abnehmer ins Seitenaus. Es kam, wie es kommen musste. Die TSG zeigte in der 60. Minute bei einem Freistoß, wie es besser geht. Ein von der linken Angriffsseite geschlagener Freistoß segelte in den Strafraum. Kein Abwehrspieler fühlte sich für Florian Jung zuständig. Der ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und köpfte zum 1:0 ein.
Nun verstärkte der SV noch mal seine Angriffsbemühungen. Eine Minute später wäre Stürmer Schmöger fast der Ausgleich gelungen. Erneut verfehlte er knapp das gegnerische Gehäuse. In den letzten 20 Minuten schaltete sich SV-Spielertrainer Schording im Angriff ein. Kurz vor Schluss, einige SV-Anhänger waren schon im Begriff, das Stadion mit den Worten zu verlassen „das wird ja doch nichts mehr“, gelang noch der nicht erwartete Ausgleich.
In der dritten Minute der Nachspielzeit kam SV-Stürmer Patrick Peifer im gegnerischen Strafraum frei zum Schuss und erzielte das viel umjubelte 1:1. Anschließend zeigten die Gäste keine Eile mehr, sie schienen mit dem Ergebnis zufrieden zu sein, so dass es letztendlich beim verdienten Unentschieden blieb.
„Noch ist alles drin“
TSG-Trainer Fabian Schmidt sprach von keinem schönen, aber einem packenden Spiel für die Zuschauer, „mit leider einem glücklichen Ende für den Gegner.“ Den Relegationsplatz hat Schmidt jedoch noch nicht abgeschrieben. „Aufgeben werden wir niemals. Herschweiler-Pettersheim hat auch noch nicht alle restlichen Spiele gewonnen. Genauso wie wir. Für uns gibt es noch sechs Punkte zu holen. Für sie noch neun. Genauso können beide Mannschaften noch null Punkte erzielen. Alles ist drin. Wir wollen unsere beiden Spiele sauber zu Ende bringen, als Drittplatzierter oder Zweitplatzierter die Saison beenden.“
SV-Spielertrainer Schording beschrieb die Begegnung als „Abnutzungskampf. Ein richtig hartes Spiel, worauf sich beide Mannschaften schon im Vorfeld eingestellt haben. Die Begegnung war für beide Mannschaften kein fußballerischer Leckerbissen, viele lange Bälle. Bezeichnend, dass das erste Tor durch einen Standard fällt. Oft entscheidet ein Standard solche Partien. Wir waren nicht so richtig drin. Der Gegentreffer hatte einen Hallo-Wach-Effekt. Aufgrund der letzten 25 Minuten geht das Unentschieden in Ordnung. Von den restlichen drei Spielen müssen wir noch zwei gewinnen, am liebsten am nächsten Mittwoch und am Sonntag. Damit es am letzten Spieltag keine Zitterpartie werden kann.“
Schording rechnet damit, dass die Titelvergabe entschieden ist. „Wie ich die SG Hüffler/Wahnwegen einschätze, wird sich die Mannschaft den ersten Platz nicht mehr nehmen lassen“, sagt er.