Fußball
Die SG Hüffler/Wahnwegen schafft den direkten Wiederaufstieg in die A-Klasse
Rückblick ins Jahr 2022: Nach dem Abstieg aus der A-Klasse galt es bei der SG Hüffler/Wahnwegen, die Vorbereitungen auf die anstehende Spielzeit in der B-Klasse zu treffen. Es war nicht absehbar, wie sich die Mannschaft in der neuen Spielklasse würde schlagen können. „Wir waren ein bisschen wie eine Wundertüte. Man hatte schon ein wenig die Sorge, nicht durchgereicht zu werden. Für uns ging es darum, den Spaß am Fußball wiederzufinden und dann mittelfristig wieder Erfolg zu haben“, blickt Spielertrainer Viktor Luks zurück.
Mit Marc Knapp konnte ein erfahrener Recke für das Trainerteam gewonnen werden, der zusammen mit Viktor Luks und Keeper Sven Merkert für die sportlichen Belange verantwortlich war. „Wir wussten nicht, wie es läuft, aber schon in der Vorbereitung war absehbar, dass Potenzial da ist. Und uns war da schon bewusst: Wenn wir es schaffen, eine Mannschaft zu formen, dann kann was gehen“, erklärt Luks.
18 Siege in Folge
Aus den ersten acht Pflichtspielen gab es dann fünf Siege, zwei Remis und eine Niederlage. Ein sehr ordentlicher Start, was die reinen Ergebnisse betrifft. Die eine Niederlage, die setzte es am 2. Oktober 2023 im Duell beim SV Herschweiler-Pettersheim. Jener SV, der lange an der Tabellenspitze thronte, nicht aufzuhalten schien. Wenn da nicht die SG Hüffler/Wahnwegen gewesen wäre. Seit jenem Tag Anfang Oktober hat man dort das Gefühl einer Punktspielniederlage nicht mehr erfahren müssen. In 20 Spielen gab es ein Remis (16. Oktober, 0:0 gegen Bedesbach-Patersbach II) und 19 Siege, davon deren 18 (!) in Folge.
Kein Wunder, dass der Vorsprung der Herschweilerer an der Tabellenspitze immer weiter schmolz. „Für mich war das Spiel in Glan-Münchweiler eine Art Schlüsselspiel. Wir führen 2:0, bekommen das 2:1. Es gibt Ecke für den Gegner am Ende. Aber ich war mir sicher, war fest überzeugt, dass wir das verteidigen. Es ist uns gelungen. Ein Beispiel für eine gewisse Winnermentalität, die wir entwickelt hatten“, befindet der Trainer rückblickend. In einer Zeit kurz danach, mit schwierigen Spielen in dichter Abfolge gegen alle anderen Mannschaften von der Tabellenspitze, hatte sich dann auch bei der Mannschaft der Glaube durchgesetzt, etwas Großes erreichen zu können.
Gleich Meister bei Luks’ erster Trainerstation
Am 21. Mai war es dann so weit. Nach einem 6:0-Heimerfolg gegen die SG Föckelberg/Bosenbach war die Meisterschaft in der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord perfekt. Viktor Luks dazu: „Ein surreales Gefühl bei meiner ersten Trainerstation. Ich war froh, dass wir ein gutes Trainerteam hatten, wo auch viele Entscheidungen gemeinsam getroffen wurden. Es war schön. Und ich war auch stolz. Ich komme ja aus Wahnwegen, bin mit meinen Freunden Meister geworden. Das war schon etwas ganz Besonderes und viel mehr wert als jedes Verbandsligaspiel früher mit Blaubach.“
Wichtig war ihm aber auch, die Saison sauber abzuschließen und am Ende eine Bilanz zu erreichen, die es so in der Vereinsgeschichte noch nicht gab. Auch das gelang noch mit einem Erfolg am letzten Spieltag bei der SG Mühlbach/Neunkirchen.
Die beiden Torjäger wandern ab
28 Spiele, 75 Punkte, 109:31 Tore. Bärenstark. 76 der erzielten Tore gingen auf das Konto der Stürmer Marc Knapp (46) und Kenny Metzger (30). Und dennoch will Viktor Lukas gar nicht diese beiden oder andere einzelne Spieler in den Vordergrund stellen: „Es ist ein platter Spruch, aber der Star ist die Mannschaft. Wir hatten einfach ein gutes Kollektiv. Natürlich eine super Offensive, aber auch die beste Defensive. Viele Spieler haben sich richtig gut entwickelt, den nächsten Schritt gemacht. Das hat alles richtig gut gepasst.“
Und nun wartet wieder die A-Klasse auf die Truppe aus dem Saubeertal. Dass das keine einfache Aufgabe wird, ohne die Richtung Morlautern (Knapp) und Freisen (Metzger) abgewanderten Torjäger, dessen ist sich auch Viktor Luks bewusst. „Es tut weh, die Beiden zu verlieren. Auf der anderen Seite macht es uns auch stolz, wenn die Spieler Begehrlichkeiten bei höherklassigen Vereinen wecken. Aber wir bekommen auch neue Leute dazu, müssen schauen, wie sich das entwickelt. Erstes Ziel ist der Nichtabstieg. Aber wir wollen auch eine gute Basis aufbauen, um in der A-Klasse mitzuspielen. Und das nicht immer nur gegen den Abstieg.“
Einen Dank richtet Viktor Luks auch an das Vereinsumfeld für dessen Unterstützung. Dies habe auch zum Erfolg beigetragen, ein „Hüwa-Gefühl“ hatte sich entwickelt. Viele Zuschauer hätten die Mannschaften auch zu den Auswärtsspielen begleitet. Das alles, so Luks, „war richtig schön.“ Nicht zu vergessen seien auch die vielen, ehrenamtlichen Helfer im Verein, „denn ohne sie geht es einfach nicht.“
Der Kader
SG Hüffler/Wahnwegen
Tim Allmang (5 Spiele/1 Tor), Nicolas Becker (21/5), Timo Blum (3/0), Johannes Böshar (1/0), Frank Clos (4/0), Oliver Clos (7/0), Max Fauß (15/2), Luca Franz (25/1), Manuel Geppert (3/0), Timo Groß (4/1), Marius Hebel (27/0), Immanuel Hesse (1/0), Max Hubig (6/0), Hendrik Klein (21/0), Tim-Patrick Klein (6/0), Marc Knapp (26/46), Kevin Körbel (23/9), Stefan Lezan (1/0), Viktor Luks (21/8), Sven Merkert (27/0), Kenny Metzger (23/30), Sven Morgenstern (17/4), Patrik Müller (2/0), Patrick Müller (10/2), Peter Rietz (1/0), Keven Rothfuchs (13/0), Heiko Sander (5/0), Luca Schröer (16/0), Joshua Schwab (26/0), Sebastian Stahl (24/0), Lukas Weigel (25/1).