Fußball
Die hochmotivierten Jungs des SV Nanz-Dietschweiler
Schwach in die Saison gestartet, dafür umso souveräner zu Ende gespielt. Der SV Nanz-Dietschweiler hat eine turbulente Saison in der Bezirksliga Westpfalz mit einem großen Umbruch hinter sich. Dieses Jahr will der SV mit mehr Kontinuität überzeugen. Dafür hat sich über den Sommer im Kader einiges getan. Viele Neuzugänge aus der eigenen Jugend stoßen als Verstärkung zum Team hinzu. Gleichzeitig musste die Mannschaft vier erfahrene Spieler gehen lassen.
Beim SV herrscht Umbruchstimmung. Und zwar schon seit der Winterpause. Aber zunächst ein Rückblick: Die Hinrunde der vergangenen Saison war alles andere als erfolgreich. Nach einem Traumstart mit vier Siegen in Folge geriet das Team in eine lang anhaltende Krise und verlor neun der folgenden 14 Partien. So rutschten die Westpfälzer in die Abstiegsrunde. Fabian Lauder übernahm in der Winterpause das Traineramt und riss das Ruder herum. Die Nanzdietschweilerer holten in der Rückrunde 25 aus 30 Punkten, gewannen die ersten sieben Spiele am Stück und erreichten somit drei Spieltage vor Schluss ihr Ziel von 20 Punkten in Saisonabschnitt zwei.
Darauf ist der neue Trainer stolz. „Die Kommunikation zwischen Trainerteam und Mannschaft bestand von Anfang an, wir haben uns alle gegenseitig unterstützt und an uns geglaubt.“ Nun setzt sich die Umbruchphase aber weiter fort.
Der Kern der Mannschaft ist zwar zusammengeblieben. Jedoch muss das Team vier Abgänge hinnehmen. Die DiFranco-Brüder Fabio und Mauri hängen vorerst die Fußballschuhe an den Nagel. Darius Brinke wechselte zum VfB Reichenbach und Philipp Arnold übernahm in Herschweiler-Pettersheim das Traineramt. Demgegenüber werden ab kommender Saison vier hochmotivierte Spieler aus der eigenen Jugend für die erste Mannschaft auflaufen. Die verstärkenden Kräfte heißen: Charles Seelig, Silas Rau, Nicklas Müller und Janis Früchtl. Zudem kommt John Oldenburger vom SV Miesau.
An Stabilität arbeiten
„Unsere größte Schwäche ist die Konstanz und die Abgezocktheit“, analysiert Lauder kritisch. In der anstehenden Saison will der Trainer vor allem daran arbeiten. „Nach dieser turbulenten Saison wollen wir jetzt für mehr Stabilität sorgen.“ Die klassische Devise „daheim gewinnen, auswärts gucken, was geht“, sieht Lauder auch in dieser Saison als Schlüssel zum Erfolg an.
Über den Sommer wurde neben der harten Vorbereitung auch etwas zusammen unternommen. Eine gemeinsame Abschlussfahrt nach Freiburg beispielsweise. Des Weiteren feierten die Kicker auch den Saisonauftakt. Lauder ist auf den Zusammenhalt in der Mannschaft stolz. „Innerhalb des Teams passt es sehr gut, die neuen Spieler haben sich schnell eingelebt und sind jetzt schon ein fester Bestandteil des Teams.“ Und auch der aktuelle Kader wird vom Trainer geschätzt. „Vor allem die jungen Spieler bringen viel Qualität und Motivation in die Mannschaft.“ Vom Zweitgenannten eventuell auch etwas zu viel. „Unsere talentierten Kicker muss man aber oft auch mal bremsen“, erzählt der Trainer lachend. Demnach lautet die Zielvorgabe für die kommende Saison „oberes Tabellenmittelfeld“. Zu hohe Ziele setzt Lauder nicht gerne. Lachend erklärt er: „Meine Jungs drehen sonst noch komplett am Rad.“
Viele Ausfälle zu Beginn
Aufgrund von Verletzungen verpassten Aaron Stemmler, Benjamin Brill, David Balsitis und Max Lenhard die komplette Vorbereitung. „Zum Saisonstart wird das bei denen gesundheitlich leider nichts“, befürchtet Lauder. Zudem sind Daniel Stemler, Jonas Fehrentz und Daniel Deschtschenja am ersten Spieltag im Urlaub und verpassen ebenfalls den Ligaauftakt. Der Trainer ist dennoch zuversichtlich. „Das ist zwar ungünstig, aber wir haben ansonsten eine ordentliche Vorbereitung gehabt, die uns viel Rückenwind gibt.“
Im ersten Spiel der Saison gastieren die heimstarken Westpfälzer auswärts beim VfB Reichenbach. Fabian Lauder sieht die beiden Kontrahenten auf Augenhöhe. „Es wird ein klassisches 50-50 Spiel.“ Er schätzt dabei vor allem seinen Amtskollegen. „Die haben jetzt einen richtig guten, neuen Trainer, viele schnelle Spieler und sind sehr heimstark.“
Die Vorfreude auf den Startschuss ist groß. „Wir wollen alle, dass es endlich wieder anfängt und freuen uns aufs Kicken.“