Langwieden RHEINPFALZ Plus Artikel Wandertipp für Familien und Rollstuhlfahrer zum Hubertusbrunnen bei Langwieden

Ein Denkmal für den ersten „Jagdgegner“: der Hubertusbrunnen bei Langwieden.
Ein Denkmal für den ersten »Jagdgegner«: der Hubertusbrunnen bei Langwieden.

Das Plätschern am Brunnen, ein entspannter Rundweg und eine gute Einkehrmöglichkeit: Der Wandertipp von Försterin Luisa Rump zum Hubertusbrunnen bei Langwieden bietet einiges und nimmt Familien sowie Rollstuhlfahrer mit.

Ob die Kinder mal raus müssen zum Toben oder man selbst einfach ein bisschen Ruhe tanken will: Der 3,5 Kilometer kurze Wanderweg bei Langwieden, der ohne große Anstiege auskommt, ist eine gute Möglichkeit, mit Kind und Kegel loszuziehen. Der Ruheplatz am Brunnen spendet Schatten für all jene, die ein bisschen die Umgebung auf sich wirken lassen wollen. Kinder, die noch voller Energie sind, können ungezwungen rumtollen, bevor es dann vielleicht zum Abschluss des Ausfluges in die Fritz-Claus-Hütte zur Einkehr geht.

Los geht es am Parkplatz an der Fritz-Claus-Hütte. Die ersten 300 Meter auf dem Weg nach Nordosten steigen leicht an. Nach einer scharfen Rechtskurve geht es weitere rund 300 Meter auf dem Forstweg voran, bevor der Weg links auf einen Forstweg etwa 800 Meter weiterführt. Auch hier steigen die ersten 300 Meter leicht an. An der nächsten Weggabelung rechts halten und bei der zweiten Abzweigung links auf den Hirschkäferpfad einbiegen. Dieser Weg führt nun nach etwa 1,4 Kilometern direkt zum Hubertusbrunnen.

Ein katholischer Bischof sagt sich beim Anblick eines Hirsches von der Jagd los

Während der Rast kann man über den Brunnen und das in Stein Gehauene sinnieren. Abgebildet ist der 727 in Brüssel gestorbene Hubertus von Lüttich, ein katholischer Bischof, der als Heiliger verehrt und als Schutzpatron der Jagd angesehen wird. Vielen gilt er aber auch als der erste Jagdgegner, hat er sich doch – so die Legende – nach der Erscheinung eines Hirsches mit einem Kruzifix zwischen dem Geweih von der Jagd losgesagt. Der steinerne Hubertusbrunnen trägt deshalb auch das Bild des Hirsches. Hubertusbrunnen gibt es einige. Ein monumentaler stand einmal in Berlin, der ist aber längst Geschichte.

Der heute prominenteste Hubertusbrunnen ist wohl die gleichnamige Brunnenanlage in München – ein Tempel mit einer Hubertusstatue auf dem Dach und dem besagten Kruzifix-Hirsch im Inneren der Anlage. Wer aber braucht München, wenn er das Plätschern des kleinen feinen Brunnens und die gute Pfälzer Luft in der Nähe von Langwieden genießen kann? Der Heimweg ist kurz, der Parkplatz an der Fritz-Claus-Hütte nach 900 leicht abschüssigen Metern erreicht.

Försterin möchte auch weniger mobile Menschen in den Wald locken

Der Wandertipp zum Hubertusbrunnen stammt von Luisa Rump, Försterin am Forstamt Kaiserslautern und im Revier Landstuhl unterwegs. „Die Strecke ist für alle Menschen geeignet, ob für Familien mit Kindern, Rollstuhlfahrer oder Menschen, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind“, ist es der Försterin wichtig, dass auch Rollstuhlfahrer in Begleitung den Wald erkunden können. „Wenn man einmal den leichten Berg überwunden hat, ist die Strecke eben und geht zum Schluss nur bergab.“

Anfahrt:

Am östlichen Ortseingang von Bruchmühlbach der L466 in Richtung Martinshöhe folgen, nach rund 1,7 Kilometer geht es links auf den PWV-Parkplatz der Fritz-Claus-Hütte.

Von Langwieden kommend, der L466 in Richtung Bruchmühlbach-Miesau folgen, nach rund 450 Metern ist rechts der Parkplatz.

Einkehr:

Die Fritz-Claus-Hütte hat mittwochs, freitags, samstags und sonntags ab 11 Uhr geöffnet.

Koordinaten des Hubertusbrunnens:

E 7.493447; N 49.385102

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