Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Niederkirchen/Kreimbach-Kaulbach: Grünes Licht für Rettungswache

Der Steinbruch in Kreimbach-Kaulbach ist einer der möglichen Standorte.
Der Steinbruch in Kreimbach-Kaulbach ist einer der möglichen Standorte. Foto: Hoffmann

Die neue Rettungswache in Kreimbach-Kaulbach (Kreis Kusel) kann kommen. Nach einem Jahr Hängepartie haben die Krankenkassen ihre Zustimmung gegeben. Der zusätzliche Standort soll gewährleiten, das für den Bereich Kreimbach-Kaulbach/Niederkirchen die gesetzlich vorgeschriebenen Einsatzzeiten eingehalten werden. Das ist derzeit nicht der Fall.

Dass die Versorgung in dieser Region ein Problem darstellt, ist schon lange bekannt. So sei Jettenbach von den bestehenden Rettungswachen aus – unter anderem Lauterecken – nur in der vorgegebenen Zeit erreichbar, „wenn es kräftig Rückenwind gibt“, sagt Landrat Otto Rubly.

Vor rund zwei Jahren haben die Landkreise Kaiserslautern und Kusel gemeinsam eine Initiative gestartet, die auf eine zusätzliche Rettungswache für den weißen Fleck in der Versorgung zielte. Vor einem Jahr schien alles geklärt. Die beiden Kreise hatten sich über die Aufteilung der Investitionskosten geeinigt. Immerhin kommt die neue Wache ja beiden zugute.

Lautersecken kann Rettungswagen behalten

Doch dann machten die Krankenkassen einen Strich durch die Rechnung der politisch Verantwortlichen. Denn diese als Kostenträger für den Betrieb wollten, dass dafür ein Rettungswagen aus Lauterecken abgezogen wird. „Absolut unmöglich, Lauterecken braucht auch diesen Rettungswagen“, hielten die Verantwortlichen dagegen.

Doch die Krankenkassen ließen sich nicht erweichen – bis jetzt. In dieser Woche habe er die Mitteilung erhalten, dass die Kassen für die nächsten beiden Jahre die Kosten übernehmen, sagte Wolfgang Hoffmann, der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes. Damit ist der Weg frei für einen Rettungswagen in Kreimbach-Kaulbach.

Welcher Standort, welche Hilfsorganisation?

Bis er allerdings dort ist, wird es noch ein Weilchen dauern. Denn zwei Punkte müssen nun geklärt werden: wo die Rettungswache hinkommt und welche Hilfsorganisation den Rettungswagen stellt.

Der Landkreis Kusel ist zwar de facto nur für die Investitionskosten zuständig. Dennoch sei er dabei, potenzielle Standorte zu prüfen, damit der künftige Betreiber schnell aktiv werden könne, sagte Landrat Rubly. Der Steinbruch ist einer davon.

Das offizielle Verfahren läuft in der Regie des Ärztlichen Leiters für den Rettungsdienst. Hoffmann will nun, da die Bewilligung vorliegt, möglichst schnell alle Hilfsorganisationen zum Gespräch einladen und anschließend entscheiden. Derzeit betreiben Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Arbeitersamariterbund Rettungswagen im Bereich Kaiserslautern/Kusel/Donnersberg.

Ein Rettungswagen für Kreimbach-Kaulbach

Steht der Betreiber fest, muss der das geplante Grundstück für sich sichern und die notwendigen Container dafür ordern. Deren Lieferung und Ausstattung kann einige Wochen dauern. Und: Der Betreiber braucht den Rettungswagen für Kreimbach-Kaulbach. Das kann ein gebrauchter sein, aber auch ein neuer. Letzterer würde zwischen 150.000 und 180.000 Euro kosten, seine Lieferung bis zu vier bis sechs Monate dauern.

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