Kandel RHEINPFALZ Plus Artikel „Schätzchen“ für Ausfahrt zurechtgemacht

Oldtimer-Treffen im Kandeler Adamshof im Juli 2019.
Oldtimer-Treffen im Kandeler Adamshof im Juli 2019.

Viel vor in den nächsten Wochen und Monaten hat der „Oldtimer-Club-Kandel“. Wie Präsident Ludwig Pfanger der RHEINPFALZ mitteilte, will man sich erstmals auch an einem „Oldtimerwandern“ beteiligen, das zum „Tag des offenen Denkmals“ am 12. September stattfinden wird.

Insgesamt 40 seiner Clubmitglieder werden mit ihren vorher liebevoll auf Hochglanz polierten Boliden an dieser Aktion teilnehmen, berichtet Pfanger freudestrahlend. Die Veranstaltung wird auch von der Initiative Kulturgut Mobilität (IKM) und die Gruppe „Altertrümmer Klingbachtal“ mitgetragen.

Pfanger ist schon jetzt voller Vorfreude auf diese außergewöhnliche Veranstaltung. Start und Ziel des Oldtimerwanderns ist in Maikammer. Man kommt bis an die französische Grenze, besucht Wissembourg und fährt dann über die Viehstrichdörfer nach Hergersweiler, Winden, Steinweiler, Rohrbach und Impflingen wieder in Richtung Norden.

Stopps bei Oldtimerfreunden

An der Strecke gibt es viel zu sehen. Reizvolle Stopps sind geplant, damit man private Sammlungen und Präsentationen von Clubs und Firmen aus dem Oldtimerbereich bewundern kann. Natürlich werde man in den Orten an der Route auch bewirtet, verspricht der Präsident. Pfanger selbst besitzt mehrere „Schätzchen“, so einen Ford Taunus und einen Fiat 124. Zurzeit schraubt er an einem Citroen DS herum, den er bei nächster Gelegenheit vorstellen möchte.

Der Oldtimerclub Kandel besteht seit 2016 und zählt mittlerweile 48 Mitglieder aus der ganzen Umgebung. Sie können doppelt so viele Fahrzeuge aller Art ihr eigen nennen. Und darauf sind sie alle mächtig stolz. Vor allem auf die Arbeiten, die sie selbst ausgeführt haben, um ihre „Schätzchen“ wieder zum Strahlen zu bringen. An jedem zweiten Donnerstag im Monat trifft man sich zum Fachsimpeln. Man tauscht wertvolle Tipps aus, gibt Informationen weiter, die man nur in Fachkreisen bekommt. Sich gegenseitig zu helfen, sei Grundprinzip im Club. Was geht, machen die Mitglieder selbst. Und natürlich werden Veranstaltungen geplant.

Organisator, Politiker und Schrauber

Mit Ludwig Pfanger besitzt der Club einen umtriebigen Organisator. Viele kennen ihn als seit fast 40 Jahren aktiven Kommunalpolitiker (Freie Wählergruppe Kandel), zeitweise war er auch städtischer Beigeordneter. Der Diplom-Ingenieur ist selbst ein leidenschaftlicher Schrauber. Mitglieder seines Clubs sind überall vertreten. So plant man schon eine Woche vor dem Oldtimerwandern, für Sonntag, 5. September, eine Ausstellung alter Schätzchen am Plätzel bei der St. Georgskirche in Kandel. Ein weiterer Oldtimertreff in Kandel ist für Sonntag, 3. Oktober, an der Bienwaldhalle vorgesehen. Hier habe man wesentlich mehr Platz als am alten Standort beim Adamshof, so Pfanger.

Die Ausstellungen sind immer Publikumsmagnete, man werde aber alle Corona-Vorschriften einhalten, versichert er. In diesem Jahr sind noch weitere Termine vorgemerkt, doch kann man ja nicht sicher sein, dass diese auch stattfinden. Pfanger zeigt sich zuversichtlich. Er und seine Clubkameraden freuen sich schon jetzt auf die Möglichkeit, mit vielen Bewunderern ihrer Boliden ins Gespräch zu kommen: Nicht nur beim Oldtimerwandern am „Tag des offenen Denkmals“ .

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