Kandel RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Busse, neuer Standort, neue Linien

Zufrieden mit dem neuen Standort: Regi-Bus-Betriebsleiter Stephan Forrer sieht hier den idealen Startpunkt für den Fuhrpark.
Zufrieden mit dem neuen Standort: Regi-Bus-Betriebsleiter Stephan Forrer sieht hier den idealen Startpunkt für den Fuhrpark.

Rundherum ideale Bedingungen gegeben sieht Betriebsleiter Stephan Forrer für den neuen Betriebshof der Busgesellschaft der Deutschen Bahn in Kandel. Dieser wurde von der DB Regio Bus Mitte GmbH eingerichtet und wird schon seit Dezember benutzt.

In der Zwischenzeit, sagt Forrer, habe man schon viele Erfahrungen gesammelt und könne die Anlage nur als optimal bezeichnen. Kandel liege verkehrsmäßig sehr zentral. Und der Platz „Am Dörniggraben“ (hinter dem Autohaus Tretter in der Lauterburger Straße) sei gut angebunden, schnell sind die Busse auf dem Weg zu ihren Linien. Die „Regio Bus Mitte“ hatte zuvor einen Betriebshof in Bad Bergzabern betrieben. Diesen musste man aber nach einer Neuvergabe der Linienbündel aufgeben. Die Entscheidung fiel für Kandel, nachdem das Unternehmen hier einen Auftrag erhalten hatte. Es versorgt künftig das Linienbündel Germersheim-Süd.

Gesamtes Team zieht nach Kandel

Betriebsleiter Forrer, der aus Waldsee bei Speyer stammt und 2003 selbst als Busfahrer angefangen hatte, zog mit seinem gesamten Team, 23 Fahrerinnen und Fahrern, nach Kandel. Weitere acht Mitarbeiter wurden für den Betriebshof Kandel eingestellt. Insgesamt arbeiten hier jetzt 32 Fahrer und drei Verwaltungsangestellte. In einem Container-Gebäude untergebracht ist ein Schulungsraum, das Büro für die Disponenten und ein Aufenthaltsraum, die Toiletten und ein Lagerraum. Damit erfüllt die DB Regio Mitte die Vorgaben des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN).

Dass sich die Mitarbeiter im Team wohlfühlen, erkenne man auch daran, dass es trotz des Umzuges keine Kündigungen gegeben habe. Nur ein Fahrer habe sich entschlossen, künftig auf den Lkw umzusteigen. Alle anderen nehmen die oft weitere Anfahrt nach Kandel in Kauf. Ein langjähriger Mitarbeiter bewältige die Strecke von seinem Wohnort Dahn im Pfälzerwald in die Bienwaldstadt täglich mit seinem E-Bike.

Schichtbeginn ist morgens schon um 3.35 Uhr, der letzte Bus fährt nachts gegen 23 Uhr auf den geräumigen Betriebshof. Während dieser Zeit ist immer auch ein Disponent im Büro anwesend, auch für den Fall, dass es einmal Probleme geben sollte. Alle Fahrer sind übrigens per Dienst-Handy zu erreichen und können sich mit den Disponenten kurz schließen, sagt Betriebsleiter Forrer.

Wendehammer erleichtert Fahrt

Vor dem Betriebshof hat die Stadt Kandel beim Bau der Straße einen Wendehammer angelegt, was die Fahrer sehr zu schätzen wissen. Sie können ihre privaten Fahrzeuge ebenfalls auf dem rund 2500 Quadratmeter großen Grundstück, das die DB Regio Mitte angemietet hat, parken. Als sehr gut bezeichnet auch Jan Kowalski, Kommunikationsbeauftragter der DB Regio Mitte die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Verbandsgemeinde Kandel, ebenso mit den Kreisverwaltungen in Germersheim und Landau sowie mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar. Sein Unternehmen habe nicht nur neue Busse erworben, sondern auch Erweiterungen und Optimierungen im Bestandsverkehr vorgenommen. Dies komme den Fahrgästen im Linienbündel Germersheim-Süd zugute, so Kowalski.

 Auch die zusätzlichen, neuen Busse haben genügend Platz auf dem Betriebsgelände.
Auch die zusätzlichen, neuen Busse haben genügend Platz auf dem Betriebsgelände.
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