Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Auch Kartoffeln machen Katzen zornig

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Mit ihrem Rezept „Katzenzorn“ hat Anja Kainz engagierte Köchinnen bereits beim morgendlichen Zeitung lesen aktiviert. Denn bereits beim Zähneputzen meldete sich bei ihr eine Leserin aus Kandel, die erklärte, dass dieses Gericht mit gekochten Kartoffeln zubereitet werde.

Anja Kainz war das zwar nicht ganz unbekannt, aber tatsächlich wollte das Fernsehteam von ihr ausdrücklich diese Variante mit Gries zubereitet haben (wir berichteten gestern). Und auch tagsüber meldeten sich Leser aus verschiedenen Orten bei der Redaktion, die einen Unterschied machen zwischen „Griesknepf“ und „Katzenzorn“. „Denn das ist was völlig anderes“, meinte Monika Klöffer, eine Urwörtherin. „Wir waren früher vier Kinder, Kartoffeln hatte man immer zuhause, Gries hätte man kaufen müssen, deshalb wurde „Katzenzorn“ öfter serviert. Und sie liefert eine schlüssige Erklärung für den bemerkenswerten Namen mit. „Das Essen hat sich in den Barthaaren der Katze verfangen, und wenn sie dieses mit ihren Pfoten weg machte, wurde sie zornig“.

Auch Karin Knöll aus Hagenbach erinnert sich an dieses Gericht ihrer Kindertage, weil ihr Vater sich oft „Katzenzorn“ mit eingemachtem Obst gewünscht hatte. Sie bereitet hierfür einen Teig aus gekochten zerstampften Kartoffeln, Mehl, Salz und Eiern. Mit Löffeln wird ein Kloß geformt und in Butter ausgebacken. „Schmeckt ganz lecker“. Und bei dem Namen erinnert sie sich wiederum an ihre schlaue Katze Muschi, die immer gerne bei den Mittagsmahlzeiten bettelte. Servierte man Muschi aber „Katzenzorn“, dann wendete sie sich kopfschüttelnd ab.

Termin

Die Rezeptsucherin in Hagenbach, Donnerstag, 18. Juli, 18.15 bis 18.45 Uhr, SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz

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