Hassloch
Volksfeste nur mit individuellem Konzept
Die Corona-Pandemie hat nicht nur viele Veranstaltungen im vergangenen Jahr in Haßloch verhindert, sie erschwert auch in diesem Jahr die Planung. „Die größte Hürde ist hierbei die kaum vorhandene Planungssicherheit“, erklärt Marcel Roßmann, Pressesprecher der Verwaltung. „Da sich nicht vorhersagen lässt, wie sich die Situation in einigen Wochen und Monaten darstellen wird, ist es nur bedingt möglich, Aussagen über eine Durchführung von kommenden Veranstaltungen zu treffen.“
„Nichtsdestotrotz arbeiten wir auf die Veranstaltungstermine hin und durchlaufen dabei die gewohnten Planungsphasen, um reibungslos starten zu können, wenn es die jeweilige Situation zulässt“, erklärt Gunther Metz aus dem Verwaltungsbereich „Veranstaltungen“. Teil der Planung sei es auch, jeweils ein individuelles Sicherheits- und Hygienekonzept zu erstellen. Die Gemeinde setzt hier auf bekannte Stichworte wie Kontaktnachverfolgung, Desinfektionsmöglichkeiten, Lenkung von Besucherströmen oder kontrollierter Zugang. „Denn auch wenn Feste und Veranstaltungen wieder möglich sind, ist klar, dass diese nicht wie in der Zeit vor Corona laufen, sondern an Auflagen und Hygienekonzepte geknüpft sein werden“, erläutert Metz.
Sommertagsumzug fällt aus
Den für den 7. März geplanten Sommertagsumzug hat die Gemeinde bereits abgesagt. „Eine Veranstaltung mit rund 1000 Umzugsteilnehmern und mindestens noch einmal doppelt so vielen Zuschauern entlang der Umzugsstrecke ist in der aktuellen Situation kaum vorstellbar, geschweige denn umzusetzen“, begründet Bürgermeister Tobias Meyer die Entscheidung.
Aber die Gemeindeverwaltung organisiert noch weitere Feste wie die Maikerwe und die Leisböhler Weintage. Sie sollen am dritten Wochenende im Mai gefeiert werden. „Das Zeitfenster, um eine Entscheidung über die Durchführung zu treffen, ist noch nicht geschlossen“, erklären Metz und Meyer unisono. Hier sei eine Vorlaufzeit von rund drei Wochen notwendig. Ausschlaggebend werde also sein, wie sich die Situation Mitte bis Ende April abzeichne. Dann erst will die Gemeinde entscheiden, ob und in welcher Form Maikerwe und Weintage abgehalten werden können.
Abstimmung mit den Städten
Für das traditionelle Andechser Bierfest am vierten Septemberwochenende gelten dagegen andere Planungszeiträume. Denn das große Fest im Herzen des Großdorfs braucht laut Verwaltung „mehr Vorlauf“. Hier soll wie im Vorjahr spätestens Anfang Juli eine Entscheidung fallen. „Das Andechser Bierfest ist für viele Vereine und Beschicker eine Haupteinnahmequelle, deren erneuter Wegfall die meisten schmerzlich treffen würde. Daher beobachten wir die weitere Entwicklung und werden nach gründlicher Abwägung und Berücksichtigung geltender Verordnungen Ende Juni/Anfang Juli eine Entscheidung treffen“, erklärt Bürgermeister Tobias Meyer.
Geplant ist wie im vergangenen Jahr eine Abstimmung mit den Städten Neustadt, Bad Dürkheim und Landau. In allen drei Kommunen stehen zu dieser Zeit mit dem Deutschen Weinlesefest, dem Wurstmarkt und dem Herbstmarkt ebenfalls Großveranstaltungen im Terminkalender.