Hassloch / Deidesheim / Lambrecht
Der aktuelle Stand in Sachen Sirenen
Haßloch: Sirenen Teil des Warnkonzepts
Die Gemeinde Haßloch unterhält schon seit Jahren acht Sirenenstandorte im Ortsgebiet, unter anderem auf dem Dach des Rathauses, des Hannah-Arendt-Gymnasiums, der Ernst-Reuter-Schule und der Gemeindewerke. „Die Sirenen gehören in das allgemeine Warnkonzept der Gemeinde“, erklärt Pressesprecher Marcel Roßmann. Alle Haßlocher Sirenen seien bereits 2014 auf digitale Technik umgestellt worden. Das war laut Wehrleiter Marco Himmighöfer im Vergleich zu anderen Kommunen eine weitsichtige und richtige Entscheidung. Denn zwar habe seitdem der Unterhalt der Sirenen gezahlt werden müssen, doch gleichzeitig bestehe damit immer eine zusätzliche Alarmierungs- und Warnmöglichkeit für die Bevölkerung.
Im Neubaugebiet „Südlich Rosenstraße, Teil 2“, das zurzeit erschlossen wird, ist ein neuer Sirenenstandort geplant. Dabei handelt es sich nach Mitteilung des Fachbereichs Bauen und Umwelt aber nicht um einen neunten Standort, sondern diese Sirene soll die bestehende Anlage in der südlichen Kirchgasse ersetzen. Die dortige Anlage befindet sich laut Fachbereichsleiter Wolfgang Jünger als einzige auf einem Privatdach, was stets die Wartung erschwere. Daher sei für den neuen Standort das Dach eines öffentlichen Gebäudes angedacht. Zunächst sei überlegt worden, die Sirene auf dem Dach des im Neubaugebiet geplanten Kita-Neubaus zu errichten. „Doch ob ein Alarmierungssystem auf dem Dach einer Kindertagesstätte stehen muss, ist fraglich“, so Jünger. Eine weitere Möglichkeit bestehe auf der Nahwärmezentrale der Gemeindewerke. Hier stünden Gespräche mit den Werken aus. Die Verwaltung wolle das Vorhaben über das Förderprogramm des Bundes realisieren. Doch der Zeitrahmen bis zum Ende der Förderfrist (31. März) sei eng gesteckt.
Lambrecht: Vier mobile Anlagen beschlossen
In der Verbandsgemeinde Lambrecht gibt es nach Angaben von Jürgen Keller, Abteilung Zentrale Dienste und Finanzen der VG-Verwaltung, acht Sirenen auf Dächern – im Bereich jeder Feuerwehreinheit eine. Allerdings handle es sich ausschließlich um Feueralarmsirenen, die per Hand angesteuert werden. Die Flutkatastrophe an der Ahr habe jetzt dazu geführt, dass vier mobile Sirenenanlagen angeschafft werden. Im Dezember hat der Haupt- und Finanzausschuss einen entsprechenden Beschluss gefasst. Dabei handelt es sich laut Verwaltung um eine mobile Lautsprecher- und Sirenenanlage mit acht vorprogrammierten Sirenensignalen. Ihre Besonderheit: Die Kugellautsprecher können in einem weiten Radius kreisförmig alle Personen sogar in oberen Stockwerken erreichen.
Deidesheim: Gespräche mit Fachfirmen laufen
In der Verbandsgemeinde Deidesheim ist laut Jochen Ohler, Leiter des Ordnungsamts, aktuell keine Sirene in Betrieb. Die Verwaltung habe gegenüber dem Kreis ihr Interesse am Förderprogramm des Bundes angemeldet. Wenn in der Verbandsgemeinde wieder Sirenen aufgestellt werden sollen, sei es sinnvoll, jede Ortsgemeinde damit auszurüsten. Derzeit laufen nach seinen Angaben Gespräche mit Fachfirmen, um zu erfahren, was es kosten würde, die ganze Verbandsgemeinde mit Sirenen auszustatten. Dabei gehe es auch um die Frage, wie viele Anlagen für eine komplette akustische Abdeckung erforderlich wären.
Lesen Sie hier, welches Konzept der Landkreis Bad Dürkheim beim Thema Sirenen hat.