Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Verlieren verboten für den TuS Dansenberg im Spiel gegen Aldekerk

Gilt als Schlüsselspieler und dass er zurück im Kader ist, macht dem TuS Hoffnungen.
Gilt als Schlüsselspieler und dass er zurück im Kader ist, macht dem TuS Hoffnungen.

Nach vier Niederlagen in Folge steht der TuS Dansenberg unter Zugzwang. Ein Sieg gegen den punktgleichen Tabellenvorletzten TV Aldekerk 07 ist am Samstag (20 Uhr) in eigener Halle Pflicht, wenn der Klassenerhalt in der Dritten Handball-Bundesliga gelingen soll.

Für die Mannschaft des zum Saisonende scheidenden Trainers Thomas Weber ist das Duell auf der Kellertreppe der Dritten Handball-Bundesliga ein Charaktertest. Einen ähnlich schwachen und uninspirierten Auftritt wie beim jüngsten 22:29 gegen den TV Opladen, als der TuS Dansenberg sämtliche Tugenden vermissen ließ, die es im Abstiegskampf braucht, wird sich das Team um Kapitän Sebastian Bösing nicht leisten können, wenn es nicht auch noch die Treuesten der Treuen verprellen will.

Die Stimmung auf den nur spärlich besetzten Rängen war nach dem in den Sand gesetzten Start ins neue Jahr jedenfalls spürbar im Keller. Vereinzelt wurden sogar Rücktrittsforderungen in Richtung Trainer Thomas Weber laut, dessen Bilanz seit seinem Amtsantritt im Januar 2023 alles andere als rosig ist.

Neun von 20 Punkten

Weber hatte die mit großen Erwartungen die Saison gestartete Mannschaft nach der Winterpause auf Rang sieben übernommen, schaffte jedoch nicht den Turnaround. Aus zehn Spielen unter seiner Leitung holten die Schwarz-Weißen neun von 20 möglichen Punkten.

Der Sturz auf einen Relegationsrang wurde auf den letzten Drücker verhindert. Aktuell steht der TuS Dansenberg (8:24 Punkte) punktgleich mit dem TV Aldekerk 07 und dem TV Homburg (je 8:26) am Tabellenende der Dritten Liga, hat allerdings ein Spiel weniger absolviert.

Bei Sieg gibt’s Freigetränke

Dass es im Kampf um den Klassenverbleib nur gemeinsam geht, hat man beim TuS Dansenberg offenbar erkannt. Vor dem richtungsweisenden Kellerduell ist die Mannschaft darum bemüht, den Schulterschluss mit den Fans zu suchen. Sie hat den Zuschauern auf der Fantribüne im Falle eines Sieges das ein oder andere Kaltgetränk auf Kosten der Mannschaft in Aussicht gestellt.

Der knappe 31:29-Erfolg im Hinspiel, als den Schwarz-Weißen der erste Saisonsieg glückte, kann als Mutmacher taugen. Die nach starker erster Halbzeit um ein Haar noch verspielte Zwölf-Tore-Führung muss der Weber-Sieben allerdings eine Warnung sein.

Hoffnungsträger Vujovic

Ein Hoffnungsschimmer aus Sicht der Dansenberger ist Rückkehrer Frano Vujovic, der gegen Opladen erstmals wieder im Kader stand. Als einem der wenigen potenziellen Unterschiedsspieler im vor Saisonbeginn stark verjüngten Kader kommt dem erfahrenen Kroaten eine Schlüsselrolle zu. Der 50-malige Juniorennationalspieler kann im Rückraum die entscheidenden Akzente setzen, besticht durch seine physische Spielweise und ist flexibel einsetzbar.

Gemeinsam mit Spielmacher Jan Claussen und dem torgefährlichen Jonas Dambach soll Vujovic das zuletzt lahmende Angriffsspiel der Lauterer beleben. Dass die Westpfälzer auch über treffsichere Spieler auf den Außenbahnen verfügen, wurde im Hinspiel deutlich, in dem Timo Holstein und Josip Repusic gemeinsam fast die Hälfte aller Dansenberger Tore erzielten.

Der Tabellenvorletzte Aldekerk reist ohne seinen Toptorjäger David Hansen (Rippenbruch mit inneren Verletzungen) an. Auch Roman Grützner (Kahnbeinbruch) und Cedric Linden (Schienbeinbruch) fallen aus. „Wir können es nicht ändern und nehmen diese Nachrichten mittlerweile fast schon mit Galgenhumor auf“, sagt der Trainer des TV, Tim Gentges, mit Blick auf seine fehlenden Leistungsträger.

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