Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel U17 des FCK steigt ab und muss sich einen neuen Trainer suchen

Momente zum Jubeln gab es immer wieder mal bei der U17, am Ende flossen aber Tränen – es reichte knapp nicht zum Klassenerhalt.
Momente zum Jubeln gab es immer wieder mal bei der U17, am Ende flossen aber Tränen – es reichte knapp nicht zum Klassenerhalt.

Nach einer Saison, in der die U17 des 1. FC Kaiserslautern zwei Gesichter zeigte, musste die Mannschaft den Gang in die Regionalliga antreten. Nach der Übernahme durch Trainer Max Bergemann-Gorski hätten die Roten Teufel nach einer beeindruckenden Aufholjagd beinahe noch den Klassenerhalt geschafft. Der 27-jährige Übungsleiter verlässt den FCK nun in Richtung VfB Stuttgart, nimmt jedoch viele positive Erlebnisse aus der Pfalz mit.

Am letzten Spieltag der vergangenen Saison hielten die Betzebuben dem Druck stand und gewannen ihr Heimspiel gegen Heidenheim mit 2:1. Doch die Konkurrenz erfüllte ebenfalls ihre Aufgaben und besiegelte damit den FCK-Abstieg mit zwei Punkten Rückstand. „Es war ein komisches Gefühl nach dem Abstieg. Ich habe nur ein halbes Jahr mit der Mannschaft erlebt und das war ein sehr erfolgreiches. Wir haben aus unseren Möglichkeiten sehr viel herausgeholt und das hat sich auch in den Ergebnissen gezeigt“, äußert sich Max Bergemann-Gorski, der im Dezember nach der Entlassung von Peter Neustädter die Trainingsleitung bei den B-Junioren des FCK übernahm.

Unter der Führung des jungen Trainers trat die Mannschaft verändert auf und kämpfte sich nach einem Rückstand von acht Punkten wieder ans rettende Ufer heran. Stolz empfindet Bergemann-Gorski dennoch nicht: „Am Ende steht der Abstieg als Ergebnis. Wir haben es nicht geschafft, dem Nachfolgejahrgang Bundesliga-Fußball zu ermöglichen.“

Lob für David Schramm

Neben dem Saisonziel Klassenerhalt lag die Priorität auf der Weiterentwicklung der Nachwuchsspieler. Auch hier zieht der 27-Jährige ein geteiltes Fazit: „Aufgrund des hohen Leistungsdrucks und der Tatsache, dass wir in der Rückrunde gut gepunktet haben, konnten wir nicht viel rotieren. Die Spieler mit viel Spielzeit haben sich als Kollektiv, aber auch individuell, deutlich entwickelt. Allerdings muss man einräumen, dass aufgrund mangelnder Spielzeiten nicht alle ihr Potential entfalten konnten.“

Besonders beeindruckt hat den Trainer die Entwicklung von Mittelfeldspieler David Schramm: „Es hat mich unheimlich gefreut, zu sehen wie er sich nach seiner langen Verletzung wieder herangekämpft hat und jedes Spiel von Anfang an bestritten hat. Bei ihm steht harte Arbeit an erster Stelle und er hat eine tolle Mentalität gezeigt.“

Neue Aufgabe in Stuttgart

Als Höhepunkt werden Bergemann-Gorski besonders die Auswärtsspiele in Ingolstadt und bei Bayern München in Erinnerung bleiben. „Unter einem immensen Druck haben wir überzeugend in Ingolstadt gewonnen und so die Aufholjagd erst möglich gemacht. Der Sieg bei Bayern München ist natürlich etwas Besonderes, den jeder Spieler für seine weitere Laufbahn mitnehmen kann“, blickt der Trainer zurück.

Nach einem Jahr beim FCK, in dem Bergemann-Gorski erst als Co-Trainer der U19 anheuerte und anschließend die U17 übernahm, schließt sich dieses Kapitel bereits wieder. Zur neuen Saison wartet eine Aufgabe als Co-Trainer der U21 des VfB Stuttgart mit dem Schwerpunkt „Analyse“ auf ihn.

Aus seiner Zeit bei den Roten Teufeln wird er vor allem mitnehmen, dass auch mit geringerer Qualität viel möglich sei, wenn alle zusammenarbeiten und jeder etwas einbringe: „Das geht über mich als Trainer und die Mannschaft hinaus. Mein Co-Trainer, unsere Physios, unser Athletiktrainer und die Sportliche Leitung haben alles investiert, um nach einer schweren Hinrunde noch den Turnaround zu schaffen. Auch Thomas Hengen war bei unseren Auswärtsspielen in München und Freiburg, und der Mannschaft wurde signalisiert, dass der ganze Verein hinter ihr steht.“

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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