Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg II feiert in Oberliga Sieg gegen Lieblingsgegner Vallendar

Frano Vujovic sammelte nach langer Verletzungspause beim TuS Dansenberg II Spielpraxis.
Frano Vujovic sammelte nach langer Verletzungspause beim TuS Dansenberg II Spielpraxis.

Dank einer überzeugenden Leistung hat die zweite Mannschaft des TuS Dansenberg in der Oberliga zuhause den Tabellenvierten deutlich geschlagen. Vallendar bleibt ein Lieblingsgegner.

„Vallendar liegt uns schon seit Jahren gut“, kommentierte Patrick Schulze, der Co-Trainer des TuS Dansenberg II, den 32:26 (14:14)-Erfolg gegen HV Vallendar. Er und Trainer Theodoros „Theo“ Megalooikonomou konnten dabei nicht nur – bis auf Abwehrchef Pascal Theuer – wieder auf ihren gesamten Kader zurückgreifen, sondern bekamen auch Unterstützung aus dem Drittligakader, der am vergangenen Wochenende spielfrei hatte. Neben Youngster Ben Kölsch stand auch Frano Vujovic auf der Platte. Nach langer Verletzungspause wollte er die Partie nutzen, um wieder in den Rhythmus zu kommen und wichtige Spielpraxis zu sammeln.

Er war nicht nur dank seiner fünf Tore eine wichtige Stütze für die junge Truppe, sondern ging mit seiner aggressiven und körperbetonten Spielweise vor allem auch in der Defensive voran: „Wir haben von der ersten Minute an sehr gut gespielt, geduldig im Angriff und mit der nötigen Aggressivität und Härte in der Abwehr, ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der gesamten Mannschaft“, betont Vujovic, der kein einziges Mal mit den Jungs der „Zweiten“ zusammen trainiert hatte und erklärt weiter: „Wenn die gesamte Mannschaft eine gute Leistung zeigt, der absolute Siegeswille da ist und alle 100 Prozent geben, dann ist es kein Problem, vorher nicht zusammen trainiert zu haben.“

Ein Bierchen mit den Ex-Kollegen

Aufseiten des Tabellenvierten aus dem Rheinland stand mit Torben Waldgenbach auch ein ehemaliger Dansenberger auf der Platte. Der Rückraumspieler wechselte im vergangenen Sommer zu seinem Heimatverein zurück: „Es war schön wieder hierherzukommen, viele bekannte Gesichter und alte Mannschaftskollegen. Auch wenn es ein schlechtes Ende für uns hatte, hat es trotzdem Spaß gemacht und sich gut angefühlt, wieder in der Halle zu spielen“, sagte Waldgenbach und fügt schmunzelnd an: „Jetzt kann ich noch ein Bierchen trinken gehen mit den Jungs.“

Mit seiner eigenen Leistung konnte der „Starspieler“ des HVV zufrieden sein, er traf siebenmal selbst und setzte seine Mitspieler immer wieder mit tollen Pässen in Szene, sodass sie zu freien Würfen kamen. Doch seine Teamkameraden ließen ihn oft kläglich im Stich, insbesondere in der Schlussphase vergaben die Gäste reihenweise freie Bälle.

Dettinger bester TuS-Torschütze

Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen, beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, keiner konnte sich absetzen und so ging es i 14:14 in die Pause. Bei den Hausherren war insbesondere die Rückkehr der beiden Linkshänder Frederik Bohm (sieben Tore) und Steffen Kiefer (4), die gegen Saulheim schmerzlich vermisst wurden, enorm wichtig für das Angriffsspiel. Bohm kommentierte nach dem Spiel: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung, aber auch großes Lob ans Team, ich habe sieben gute Bälle bekommen und sieben gute Würfe gezeigt. Routinier Kiefer (36), der mit Abstand der erfahrenste Spieler im Team ist, stellt eine enorm wichtige Stütze für die junge Mannschaft dar: „Ich fühle mich noch fit und kann das Niveau noch gut halten. Ich kann mit meiner Erfahrung gut weiterhelfen und versuche die Jungen mitzuziehen.“ Felix Dettinger war mit acht Toren erneut bester Werfer beim TuS II.

Die Hausherren kamen diesmal stark aus den Kabinen, „das ist ja sonst eher unser Problem, dass wir die ersten zehn Minuten verschlafen“, so Kiefer, und konnten sich auf 20:17 (40.) erstmals etwas absetzen. Dennoch blieb es spannend, da Vallendar dagegenhielt und bis zur 49. Minute wieder auf ein Tor verkürzte. Doch dank einer überragenden Leistung von Torhüter Paul Rutz, der in dieser Phase sein Tor regelrecht vernagelt hatte, blieben die Dansenberger über sieben Minuten lang ohne Gegentreffer und konnten sich so entscheidend auf 28:22 (56.) absetzen.

Co-Trainer Schulze hochzufrieden

„Emotional war dieser Sieg noch wichtiger als die zwei Punkte, weil es gezeigt hat, dass wir als Team mehr können, als es der Tabellenstand aussagt. Das war ein wichtiges Zeichen für eine schwere Rückrunde“, gab ein überglücklicher Bohm zu Protokoll. Schulze resümierte: „Heute hat alles gepasst, die Jungs waren enorm heiß auf das Spiel und wir haben unseren Plan konsequent umgesetzt. Der entscheidende Faktor war, dass wir einen breiten Kader hatten und wir genug Wechseloptionen hatten. Mit diesem Kader können wir jeden in der Liga schlagen. Riesenkompliment an alle Jungs, sie haben ein super Spiel gemacht. Ich bin hochzufrieden.“

x