Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg bleibt drittklassig

Setzt sich gegen Julian Bötsch (links) und Leon Rastner durch: Jan Claussen vom TuS Dansenberg.
Setzt sich gegen Julian Bötsch (links) und Leon Rastner durch: Jan Claussen vom TuS Dansenberg.

Pflicht erfüllt: Der TuS Dansenberg hat sich am Samstag im letzten Spiel des Jahres gegen das abgeschlagene Schlusslicht DJK Waldbüttelbrunn in eigener Halle mit 35:31 (21:14) durchgesetzt und beschließt die Saison in der Dritten Handball-Bundesliga somit auf dem achten Tabellenplatz. Bester Schütze beim Saisonfinale war Kapitän Sebastian Bösing mit neun Toren.

Den drohenden Sturz auf Rang elf, der den Gang in die Abstiegsrelegation zur Folge gehabt hätte, hat Dansenberg somit aus eigener Kraft verhindert. Die Mannschaft von Trainer Thomas Weber lag ab der 5. Minute durchgängig in Front und baute ihre Führung noch vor dem Seitenwechsel phasenweise bis auf acht Tore aus (20:12/28.). Für die bereits seit geraumer Zeit als Absteiger feststehenden Gäste konnte es fortan nur noch um Schadensbegrenzung gehen, was durchaus gelang.

„In der ersten Halbzeit haben wir schlecht umgeschaltet und wurden regelrecht überrannt. Dansenberg hat es sehr gut ausgenutzt, wenn vorne ein Spieler von uns liegen geblieben ist, und uns ausgekontert. Die Mannschaft hat nach dem Seitenwechsel Charakter gezeigt und wollte sich auf keinen Fall abschießen lassen“, analysierte DJK-Spielertrainer Julian Bötsch.

Waldbüttelbrunn eröffnete den zweiten Abschnitt mit einem 6:2-Lauf zum 20:23 (36.) und war somit wieder in Schlagdistanz. Dansenberg hatte sich dem bescheidenen Niveau des Gegners in dieser Phase angepasst und schaffte es nicht, sich abzusetzen. Erst nach einer deutlichen Ansprache von TuS-Coach Thomas Weber, der sein Team beim Stand von 24:21 (38.) zu einer Auszeit bat, konnten sich die Hausherren steigern und ihre Führung bis zur Mitte der zweiten Halbzeit auf fünf Tore ausbauen (28:23/45.).

Reihenweise Chancen vergeben

„Ich bin froh, dass wir es aus eigener Kraft geschafft haben, dafür zu sorgen, dass wir auch nächstes Jahr in der Dritten Liga spielen. In der ersten Halbzeit haben wir das, was wir uns vorgenommen hatten, relativ gut umgesetzt: Wir wollten hinten gut stehen und vorne eine hohes Tempo gehen. Bis auf ein paar Schwächen im Abschluss war das gut“, gab Weber zu Protokoll. Dansenberg hatte die Partie von Beginn an im Griff und lag nach wenigen Minuten bereits mit 5:1 (7.) in Front. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Schwarz-Weißen beim Stand von 6:3 (10.) schon drei Großchancen versiebt hatten und der zum Saisonende scheidende Frederick Lüpke mehrfach eingreifen musste.

Dansenberg ging mit seinen Chancen viel zu fahrlässig um. Nach einem Fehlwurf von Jan Claussen, dessen Wurf aus der eigenen Hälfte das leere Tore verfehlte, und einem anschließenden Fehlpass von Lüpke stand es Mitte der ersten Halbzeit 8:5 (13.). Die spielerische Überlegenheit der Hausherren schlug sich erst gegen Ende des ersten Abschnitts im Ergebnis nieder, als der TuS von 12:9 über 16:11 auf 20:12 (28.) davonzog.

„Sehr viel Arbeit“

„In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht geschafft, so reinzugehen, wie wir uns das vorgenommen hatten. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Vor uns liegt noch sehr viel Arbeit für nächstes Jahr“, stellte Weber klar. Dass der TuS Dansenberg in der kommenden Spielzeit drittklassig bleibt, steht nun endgültig fest. Wer den Verein verlassen wird, auch. Im Anschluss an das letzte Saisonspiel wurden mit Fabian Serwinski, Robin Egelhof, Frederick Lüpke (alle Ziel unbekannt), Gunnar Dietrich (Karriereende), Torben Waldgenbach (HV Vallendar) und Felix Dettinger, der künftig in der zweiten Mannschaft spielen wird, gleich sechs Spieler verabschiedet.

Als erster Neuzugang steht Bennet Löhmar (18) vom Oberligisten HSG Eckbachtal fest, weitere Neuzugänge sollen zeitnah vorgestellt werden. Im Fokus steht vor allem die Verpflichtung eines neuen Spielmachers, da der zur Winterpause verpflichtete Alexis Biagui (Kreuzbandriss) nicht nach Dansenberg zurückkehren wird. „Ich möchte in der kommenden Spielzeit eine junge, talentierte Mannschaft auf die Platte schicken. Dass es ohne erfahrene Spieler nicht geht, ist klar, aber wir wollen hier nicht jedes Jahr einen großen Umbruch haben, sondern etwas aufbauen. Am besten auch mit Spielern aus der eigenen Jugend“, sagte Weber, dessen Vertrag noch bis Mitte 2024 läuft.

„Thomas Weber hat im Winter eine Mannschaft übernommen, auf deren Zusammenstellung er keinen Einfluss hatte. Das wird sich nun ändern. Wir sind in guten Gesprächen mit interessanten Spielern und werden in der kommenden Saison eine gute Mannschaft ins Rennen schicken“, versichert Teammanager Alexander Schmitt.

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