Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg besteht Härtetest

Packende Szene aus dem Saar-Pfalz-Derby zwischen der HG Saarlouis und dem TuS Dansenberg: Julius Rose (TuSD) beim Wurf. Er traf
Packende Szene aus dem Saar-Pfalz-Derby zwischen der HG Saarlouis und dem TuS Dansenberg: Julius Rose (TuSD) beim Wurf. Er traf fünfmal und bestach durch seine klugen Pässe und sein ideenreiches Spiel.

Sieben bärenstarke Minuten haben dem TuS Dansenberg am Samstag gereicht, um das über weite Strecken ausgeglichene Saar-Pfalz-Derby der Dritten Handball-Bundesliga bei der HG Saarlouis letztlich klar für sich zu entscheiden. Die Mannschaft von Trainer Kai Christmann wahrte durch den 27:21 (10:11)-Erfolg ihre weiße Weste und verteidigte die Tabellenführung in der Staffel F.

Der deutliche Sieg mit sechs Toren Differenz spiegelte den Spielverlauf nur unzureichend wider, denn der TuS Dansenberg hatte durchaus kritische Phasen zu überstehen. So zum Beispiel beim Stand von 7:11 (25.) aus Sicht der Gäste, als Saarlouis kurz vor dem Seitenwechsel davonzuziehen drohte. Oder beim Stand von 15:15 (40.), als Neuzugang Nuno Rebelo mit glatt Rot vom Platz flog. Die Schwarz-Weißen, die in ihrem Torhüter Kevin Klier einmal mehr einen starken Rückhalt hatten, überstanden diese Schlüsselszenen jedoch unbeschadet, weil sie sich zu keinem Zeitpunkt aus der Ruhe bringen ließen.

Ausverkaufte Stadtgartenhalle

Die 520 Zuschauer in der unter den aktuellen Bedingungen ausverkauften Stadtgartenhalle bekamen zunächst eine von den beiden Abwehrreihen dominierte Partie zu sehen (6:6/18.). Saarlouis riss das Spiel dann kurzzeitig an sich und zog mit einem 5:1-Lauf auf 11:7 (25.) davon. Die Mannschaft von Trainer Philipp Kessler versäumte es in dieser Phase jedoch, ihre Führung auszubauen, sodass Dansenberg zur Halbzeit wieder bis auf ein Tor herankam.

Starker Zwischenspurt

Ein 4:0-Zwischenspurt kurz nach dem Seitenwechsel bürgte für die erste Gästeführung an diesem Abend (13:14/36.). Saarlouis eroberte die Führung durch einen Treffer von Lars Walz zum 17:16 (44.) letztmals zurück, brachte in der Schlussviertelstunde dann aber nur noch magere vier Tore zusammen. Die Dansenberger Abwehr in Kombination mit Ex-Bundesligatorwart Klier erwies sich in der entscheidenden Phase als kaum zu überwindendes Bollwerk. Acht Minuten ohne eigenen Torerfolg brachen den Hausherren in der bis zum Stand von 18:18 (50.) völlig offenen Partie das Genick.

Die Handschrift des Trainers

Mit einem 6:0-Lauf, zu dem TuS-Urgestein Steffen Kiefer drei Treffer beisteuerte, zogen die Westpfälzer auf 25:18 (57.) davon und feierten den dritten Sieg im dritten Spiel. Die Handschrift von Trainer Kai Christmann, der die Mannschaft erst vier Wochen vor dem Saisonstart übernommen hat, ist schon deutlich zu erkennen. Die emotionale Art des Trainers scheint bei den Spielern gut anzukommen. Für Torgefahr aus dem Rückraum sorgten gegen Saarlouis vor allem Claussen (4) und Julius Rose (5), der zudem als kluger Pass- und Ideengeber herausstach.

Die Fehler ausgenutzt

„Die erste Halbzeit war, was den Angriff angeht, sehr durchwachsen, da waren wir oft zu statisch. Uns haben vor dem Seitenwechsel Tempo und jegliche Präzision im Abschluss gefehlt. Die Jungs haben aber trotzdem an sich geglaubt. Es war unheimlich wichtig, dass wir zur Halbzeit wieder in Schlagdistanz waren. Am Ende haben wir die Fehler von Saarlouis dann sehr gut ausgenutzt“, analysierte Christmann.

Derby gegen Haßloch

Weiter geht es für die Schwarz-Weißen am Samstag (20 Uhr/Layenberger Sporthalle) gegen die TSG Haßloch. Ob Rechtsaußen Fabian Serwinski, der sich Mitte der ersten Halbzeit einen Finger auskugelte, dann wieder zur Verfügung stehen wird, bleibt abzuwarten. „Ich denke, wir können jetzt von einem gelungenen Start sprechen. Wir wissen aber auch, wo wir uns noch verbessern müssen. Es besteht kein Grund abzuheben“, stellte der Trainer im Anschluss an den um zwei bis drei Tore zu hoch ausgefallenen Auswärtssieg klar.

So spielten sie

TuS Dansenberg: Klier/Haubeil (Tor), Rose (5), Claussen (4), Röller, Waldgenbach, Egelhof, Kiefer (je 3), Dettinger, Bösing (je 2), Holstein, Schwenzer (je 1), Rebelo.

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