Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Spendenaktion: Alex Müller-Perlefein hat das Nordkap erreicht und neue Ideen

Sammelt bei seinen ausgedehnten Touren in Europa Geld für Kinder in Laos: Alex Müller-Perlefein.
Sammelt bei seinen ausgedehnten Touren in Europa Geld für Kinder in Laos: Alex Müller-Perlefein.

Alex Müller-Perlefein hat sein Ziel erreicht: In 48 Tagen ist er von Kaiserslautern aus 4000 Kilometer ans Nordkap geradelt. Einzig die Strecke von Deutschland nach Schweden hat er via Fähre bewältigt. Eine Ruhepause hat er sich dabei nicht gegönnt, sondern überlegt, für welchen Zweck er die Spenden einsetzen will, die er mit seiner Tour einsammelt. Denn das war für den 33-Jährigen wichtig: seine Tour ans Nordkap mit einem guten Zweck zu verbinden.

Viel Zeit für die Vorbereitung hatte er sich nicht genommen, sondern im Sommer spontan seinen Job im Bereich Virtual Design aufgegeben, die Wohnung gekündigt, die Möbel verkauft und das Rad bepackt. Er wollte durch die Reise Abstand zu seinem stressigen Job in der Hollywood-Filmwelt schaffen, der ihn extrem gefordert hatte.

Spenden für Laos bestimmt

Auf der Fähre nach Schweden sei dann die Entscheidung gefallen: Die Spendengelder sind für eine Schule in Laos bestimmt. Mittlerweile hat er nicht nur 4000 Kilometer in den Beinen, sondern auch 10.300 Euro Spendengelder gesammelt.

Doch für Alex Müller-Perlefein war das erst der Anfang. So habe ihm die Tour zwar Spaß gemacht, ihn allerdings geistig und körperlich wenig gefordert. Ein Bekannter habe ihn daraufhin auf den Weg „GR 20“ hingewiesen: „Ich habe zugesagt, obwohl ich nicht genau wusste, was mich erwartet.“ Bei der Recherche stellte sich heraus: Es handelt sich um einen der härtesten Weitwanderwege in Europa, der auf 180 Kilometern über die Mittelmeerinsel Korsika führt. „Er lag deutlich über meinem Niveau“, schildert der Sportler. Die Tour habe ihm im Vorfeld wirklich Angst gemacht: „Dort sterben immer wieder Wanderer.“

An körperliche Grenzen gekommen

Dennoch hat Müller-Perlefein die Herausforderung gewagt, hat sich täglich acht bis zehn Stunden durch das alpine Gelände gequält: „Das hat mich wirklich an meine körperliche Grenze gebracht.“ Und er hat es geschafft. Seine Touren dokumentiert er auf seinem Instagram-Kanal unter dem Namen roofless.cat, für seinen Youtube-Kanal arbeitet er an Videos über seine Reisen. Auch Spenden sammelt er weiter, in verschiedenen Läden und Physiotherapie-Praxen in Kaiserslautern stehen Spendenboxen.

Seine Aktionen haben ihn bekannt gemacht, als nächstes unterstützen ihn die Kinder der Grundschule Kottenschule. Sie planen am 1. Oktober einen Spendenlauf, für den sie noch Sponsoren suchen. Ein Teil des Geldes soll in ein Freiluft-Klassenzimmer fließen, ein anderer Teil an Alex Müller-Perlefein und die Kinder in Laos gehen.

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