Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Plötzlich steht Dansenberg II mit leeren Händen da

Traf aus allen Lagen: Timo Holstein.
Traf aus allen Lagen: Timo Holstein.

Der TuS Dansenberg II musste sich am Samstag in eigener Halle überraschend dem Mittelfeldteam TV Mülheim mit 30:33 (15:17) geschlagen geben. Damit verlor die Perspektivmannschaft erstmals in dieser Saison zwei Spiele in Folge.

Eine Woche nach der unglücklichen Niederlage im Spitzenspiel beim TV Offenbach setzte es einen unerwarteten Nackenschlag. Obwohl Trainer Sebastian Wächter im Vorfeld eindringlich davor gewarnt hatte, Spiel und Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, stand sein Team am Ende mit leeren Händen da. „Ich bin etwas enttäuscht von der Mannschaft, da wir erstmals in dieser Saison nicht die Leidenschaft an den Tag gelegt haben, die man braucht, um ein Spiel zu gewinnen“, stelle der Trainer klar. Ein Timo Holstein in Topform war zu wenig, um die Punkte in der Westpfalz zu behalten. Der Torjäger stellte mit 16 Toren, davon zwei per Siebenmeter, eine neue persönliche Bestmarke auf. Auch Spielmacher Alexey Wetz (7) zeigte sich überaus treffsicher.

Wenn 30 Tore in einem Heimspiel nicht zum Sieg reichen, gilt es die Abwehrleistung kritisch zu hinterfragen. „Timo hat ein richtig gutes Spiel gemacht, aber in der Abwehr haben wir die richtige Einstellung vermissen lassen. Wir hatten insgesamt nur zwei gute Phasen, in denen wir bereit waren, mehr zu investieren“, haderte Wächter.

Trotzreaktion gefordert

Viel Zeit, der Niederlage nachzutrauern, bleibt den Schwarz-Weißen nicht, denn am Donnerstag (19.45 Uhr) steht bereits das Nachholspiel bei der HSG Eckbachtal auf dem Programm. Die vom Abstieg bedrohten Gekkos rangen zuletzt in eigener Halle die VTZ Saarpfalz mit 28:27 nieder und wollen jetzt unbedingt nachlegen. „Ich hoffe, die Mannschaft zeigt gegen die HSG eine absolute Trotzreaktion“, betont der Trainer.

Gegen Mülheim lief der TuS bis zur Mitte der ersten Hälfte einem Rückstand hinterher (1:3/5:7/7:8) und lag vor der Pause nur einmal kurzzeitig mit 10:9 (18.) in Front. Nach der Pause gelang es den Gästen erstmals, sich auf mehr als zwei Tore abzusetzen. Fünf bärenstarke Minuten reichten, um die Führung auf 22:16 (35.) auszubauen.

Die Hausherren zeigten sich davon unbeeindruckt, kämpften sich mit einer starken Angriffsleistung ins Spiel zurück und gingen durch einen Treffer von Timo Holstein mit 25:24 (47.) in Führung. Mit einem 4:1-Lauf zum 32:28 (58.) wendeten die Gäste das Blatt und verbuchten zwei nicht eingeplante Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

So spielten sie

TuS Dansenberg II: Seitz/Becker (Tor), T. Holstein (16/2), Wetz (7), Jung, M. Holstein (je 2), Wilger, Wächter, Schulze (je 1), Simgen, Kurz, Theuer, Hofmann, Dettinger

x