Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Keine Party zum Einstand von Bernard Mwarome

 Der Lauterer Bernard Mwarome gegen Ozan Ekici aus Koblenz.
Der Lauterer Bernard Mwarome gegen Ozan Ekici aus Koblenz.

Für Neuzugang Bernard Mwarome hätte es das Spiel der Spiele werden können. Er durfte zum ersten Mal von Anfang an für die U21 des 1. FC Kaiserslautern ran und dann das: Er und seine neuen Kollegen erkämpften sich Chance um Chance, spielten die Gäste der TuS Koblenz schwindelig. Die hatten nur eine Tormöglichkeit in der 87. Minute, trafen und nahmen die drei Punkte mit nach Hause.

FCK-Trainer Alexander Bugera hatte sowas schon so oft erlebt und nahm es gelassen. „Die Jungs müssen es lernen. Du musst vorher das Tor machen. Wenn man die Chancen sieht, musst Du fünf, sechs Tore machen. Aber das ist halt so. Die Jungs sind noch in der Findungsphase.“ Der ehemalige Fußballprofi hatte trotzdem Lob für seine Schützlinge parat: „Ich bin zufrieden mit der Leistung. Natürlich mit dem Ergebnis nicht. Das ärgert mich natürlich auch. Aber das ist eben der Klassiker: Wenn man vorne die Dinger nicht reinmacht, dann kriegst Du hinten so ein blödes Tor. Wir haben viele Lösungen gehabt, aber Du musst aus den Situationen auch ein Tor machen. Wenn man das Spiel neutral betrachtet, musst Du das Spiel 5, 6:0 gewinnen“, analysiert der Trainer.

Fehlpässe und Rückpässe

Sein Team brauchte zu Beginn ein bisschen, um ins Spiel zu kommen. Koblenz machte Druck, spielte schnell nach vorn, störte, ging dazwischen, provozierte Fehlpässe und Rückpässe. Torwart Janko Weyand bekam einiges zu tun, wurde ständig angespielt, sofort vom Gegner bedrängt, konnte aber immer rechtzeitig abspielen.

Das Feuerwerk

Mitte der ersten Hälfte feuerte der FCK ein Feuerwerk an Chancen ab. Phinees Bonianga war durch, lief auf Torwart Dieter Paucken zu. Der machte das kurze Eck zu. Bonianga versuchte es trotzdem und schoss am Tor vorbei (25.). Drei Minuten später versuchten es Kevin Schuller und Anil Gözütok. Doch TuS-Kapitän Daniel von der Bracke klärte. Sekunden später scheiterte Gözütok am Pfosten. So ging es weiter. Die „Schängel“ köpften, droschen die Bälle weg, waren hellwach im Strafraum.

Torwartfuchs Paucken

Und der FCK brachte nichts Zählbares zustande. Tim Buchheister bekam den Ball im Fünf-Meter-Raum, Gözütok stand vor ihm, wartete auf einen Pass. Buchheister versuchte es selbst und schoss am Tor vorbei. Dann eine platzierte Flanke von Jannis Held zum eingewechselten Tom Woiwod im Fünf-Meter-Raum. Der scheiterte zweimal an Torwartfuchs Dieter Paucken (83.).

Dann der schicksalsträchtige Einwurf in der 87. Minute, nach dem Almir Porca an den Ball kam und mit der ersten Chance zum Siegtor traf. Bugera stellte sich kurz nach Abpfiff, während die Koblenzer im Kreis tanzten und sich über den Sieg freuten, auf die Seite seiner Jungs: „Ich bin mit meiner Mannschaft zufrieden, wie sie gespielt hat, wie sie aufgetreten ist. Es hat halt heute das Quäntchen Glück gefehlt.“

„Hohe Qualität“

Bernard Mwarome, der seine Jugend beim FC Bayern München verbracht hat, schon Regionalliga und U17-Bundesliga gespielt hat, nach FC Augsburg II und Bonner SC zum FCK II kam, kann das nicht richtig trösten. Auch wenn er froh ist, auf dem Fröhnerhof zu sein, da spielen zu dürfen. Trainer Bugera hält viel von ihm und freut sich über den Neuzugang. „Bernard hat sich beim FCK fitgehalten, dann hat sich die Möglichkeit ergeben, ihn zu verpflichten. Die haben wir genutzt, weil er eine hohe Qualität mitbringt. Wir sind froh, dass er bei uns ist.“ Die Spielpraxis fehle ihm noch, aber er bringe viel mit. „Das hat man heute wieder gemerkt, was er für eine Ruhe am Ball hat, wie er die diagonalen Bälle spielt.“

Ball klebt am Fuß

„Sie haben großes Potenzial“, sagt Mwarome über seine neuen Mitspieler, die ihn gut aufgenommen hätten. Aber das mit dem Spiel, seinem ersten von Anfang an für den FCK, ärgert ihn schon. „Blöd gelaufen. Wir haben dominiert und hätten das eine Tor machen müssen“, findet der 23-jährige defensive Mittelfeldspieler, dem der Ball quasi am Fuß klebte und der seinem Team Sicherheit und Stabilität gab. Er ging trotzdem mit sich selbst hart ins Gericht: „Ich habe sämtliche Fehler gemacht, die man machen kann, habe viele Fehlpässe gespielt.“ Er sei eben sehr selbstkritisch, gibt er zu und sieht bei sich „viel Luft nach oben“. Genau an den Schwächen will er arbeiten, um zu zeigen, was er kann und den nächsten Schritt zu machen, sich für die erste Mannschaft zu empfehlen.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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